Start Hannover und Region Weihnachtsmarkt: Stiller Protest gegen GEMA-Gebühren auch in Hannover

Weihnachtsmarkt: Stiller Protest gegen GEMA-Gebühren auch in Hannover

Deko Weihnachtsmarkt
Symbolbild Weihnachtsmarkt - © Carl-Marcus Müller

Neben Hannover sind unter anderem Leipzig, Dresden, Erfurt, Magdeburg, Rostock, Quedlinburg und Goslar dabei.

Hannover (pm/red). Der Weihnachtsmarkt der Landeshauptstadt Hannover beteiligt sich am heutigen Montag, 4. Dezember, am „Tag der Stille“, der von mehreren Kommunen aus Protest gegen die stark angestiegenen Gema-Gebühren für die Weihnachtsmärkte begangen wird. Dabei bleibt der Markt den ganzen Tag über still – weder live auf der Bühne noch vom Band wird Musik gespielt. Neben Hannover sind unter anderem Leipzig, Dresden, Erfurt, Magdeburg, Rostock, Quedlinburg und Goslar dabei.

„Alle Weihnachtsmärkte in Deutschland leiden unter den enorm gestiegenen Kosten, die die GEMA im vergangenen Jahr völlig überraschend erhoben hat. Die Gebühren werden nun nach der gesamten Veranstaltungsfläche berechnet, unabhängig von der wirklich beschallten Fläche beispielsweise vor der Bühne. Über Nacht sind so die Gebühren um das Fünffache gestiegen. Das hat drastische Folgen für die Kommunen: Bühnenprogramme mit Live-Musik sind kaum noch zu finanzieren“, begründet Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel die Teilnahme an diesem stillen Protest.

Leidtragende von möglichen Kürzungen seien die vielen Kleinkünstler*innen, regionalen Musiker*innen, Chöre und Vereine, die von der GEMA-Erhöhung nicht profitieren, nun aber auch um ihre Auftritte fürchten müssen. Der Deutsche Städtetag vertritt bereits die Interessen der betroffenen Kommunen und wird den Druck auf die GEMA weiter erhöhen. Kernforderung ist eine Überarbeitung und Neufassung des Tarifs für Weihnachtsmärkte, Volks- und Bürgerfeste, der die Spezifik jeder Veranstaltung wiedergibt.

Für den Weihnachtsmarkt des Jahres 2022 hat die Stadtverwaltung 45.000,- Euro an die GEMA überwiesen. Bis zum Weihnachtsmarkt im Jahr 2019 hatte die Gebühr bei rund 9.500,- Euro gelegen. 

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