Start Welt ADAC Staubilanz 2025: Mehr Staustunden trotz geringerer Stauzahl

ADAC Staubilanz 2025: Mehr Staustunden trotz geringerer Stauzahl

Grafik: ADAC Staubilanz 2025: Autofahrer standen länger - trotz weniger Staus / Sieben Prozent mehr Staustunden auf deutschen Autobahnen als im Vorjahr / Juli und Oktober staureichste Monate
ADAC Staubilanz 2025: Staudauer und Länge im Wochenverlauf. - Quelle: ADAC

Autofahrer standen länger im Stau, Juli und Oktober besonders belastet

München (pm/redk). Autofahrer haben im Jahr 2025 auf Deutschlands Autobahnen deutlich mehr Zeit im Stau verbracht. Das geht aus der aktuellen ADAC Staubilanz 2025 hervor. Zwar ist die Zahl der registrierten Staus im Vergleich zum Vorjahr gesunken, gleichzeitig stieg jedoch die Gesamtzahl der Staustunden spürbar an. Besonders in den Sommer- und Herbstmonaten kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Weniger Staus, aber längere Wartezeiten

Nach Angaben des ADAC sank die Zahl der erfassten Staus 2025 auf rund 496.000, nachdem es im Jahr 2024 noch 516.000 waren. Dennoch nahm die Belastung für Verkehrsteilnehmer zu: Die Staustunden stiegen um rund sieben Prozent von 448.000 auf insgesamt 478.000 Stunden. Auch die Gesamtlänge der Staus erhöhte sich leicht und lag bei 866.000 Kilometern, nach 859.000 Kilometern im Vorjahr.

Nordrhein-Westfalen am stärksten betroffen

Bundesweit entfielen die meisten Staustunden auf Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 35 Prozent. Es folgen Bayern mit 13 Prozent und Baden-Württemberg mit 10 Prozent. Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichnete der ADAC in Hamburg und Schleswig-Holstein mit jeweils rund 30 Prozent mehr Staustunden als 2024. In Rheinland-Pfalz stieg die Stauzeit um 19 Prozent.

adac staubilanz 2025: autofahrer standen länger - trotz weniger staus / sieben prozent mehr staustunden auf deutschen autobahnen als im vorjahr / juli und oktober staureichste monate
adac staubilanz 2025: bundesländer im vergleich. – quelle: adac

Juli und Oktober staureichste Monate

Im Jahresverlauf zeigte sich eine deutliche Konzentration der Staus auf die Reise- und Übergangsmonate. Während es im Januar mit rund 25.500 Staustunden vergleichsweise ruhig blieb, verdoppelte sich die Zahl im Juli auf knapp 50.000 Stunden. Damit war der Juli der staureichste Monat des Jahres, gefolgt vom Oktober mit knapp 49.000 Staustunden.

Auch bei den Staukilometern bestätigte sich dieses Bild. Im Januar wurden infolge eines Wintereinbruchs rund 65.000 Staukilometer registriert. Von April bis November lag die Staukilometerzahl durchgehend über 75.000. Die höchsten Werte wurden im Juli mit 87.000 und im Oktober mit 85.000 Staukilometern erreicht.

Typisches Wochenmuster und einzelne Spitzentage

Im Wochenverlauf zeigte sich auch 2025 das bekannte Muster. Die meisten Staustunden fielen auf Mittwoch und Donnerstag. Montags und freitags war das Stauaufkommen deutlich geringer, am niedrigsten lag es im Durchschnitt an den Wochenenden. Besonders staureiche Tage waren der 9. Januar mit einer Gesamtstaulänge von 6.300 Kilometern infolge eines Wintereinbruchs, der 28. Mai als Tag vor Christi Himmelfahrt mit 5.700 Kilometern Stau sowie der 2. Oktober, der Tag vor dem Tag der Deutschen Einheit, mit 4.900 Kilometern Stau.

Ausblick auf 2026

Für das Jahr 2026 rechnet der ADAC mit einer moderaten Zunahme des Verkehrsaufkommens, die voraussichtlich auch zu mehr Staus führen wird. Zusätzlich werden umfangreiche Baumaßnahmen zur Sanierung und Modernisierung zahlreicher Autobahnbrücken weitere Verkehrsbehinderungen verursachen. Nach Einschätzung des ADAC sind diese Maßnahmen jedoch unverzichtbar, um das Autobahnnetz langfristig leistungsfähig und sicher zu halten.

Vorheriger ArtikelZukunftstag Niedersachsen 2026: Girls’Day und Boys’Day öffnen neue Berufsperspektiven
Nächster ArtikelDachstuhlbrand in Immensen: Rund 80 Einsatzkräfte bei winterlichen Bedingungen im Einsatz