
Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival für junge Menschen startet im Juni zum zehnten Mal
Hannover (pm/redk). Mit einer Auftakt Pressekonferenz im Leinesaal des Leineschlosses ist am Montag offiziell der Startschuss für die IdeenExpo 2026 gefallen. Vom 20. bis 28. Juni 2026 wird das Messegelände Hannover erneut zum Treffpunkt für junge Menschen, Unternehmen, Hochschulen, Wissenschaft und Politik. Die IdeenExpo geht in diesem Jahr in ihre zehnte Ausgabe.
Die Veranstalter setzen dabei einen klaren Schwerpunkt auf Orientierung in Zeiten des Wandels, Innovationen sowie die Sicherung des Fachkräftenachwuchses.
Jubiläum mit Signalwirkung
Dr. Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH, hob die Bedeutung der zehnten Ausgabe hervor. „Mit der zehnten IdeenExpo feiern wir nicht nur ein Jubiläum, sondern ein starkes Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Hochschulen. Zehn IdeenExpos stehen für Kontinuität, Verlässlichkeit und für ein gemeinsames Ziel: jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen. In Zeiten tiefgreifender technologischer Umbrüche und wirtschaftlicher Unsicherheiten ist Orientierung wichtiger denn je. Die IdeenExpo bietet genau diesen Raum – praxisnah, erlebbar und ohne erhobenen Zeigefinger. Hier entdecken junge Menschen, was in ihnen steckt, gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, schaffen sich ihre eigenen Erfolgserlebnisse – und dies alles mit einer Begeisterung, die ansteckend wirkt und den besonderen Spirit der IdeenExpo vom ersten Tag an ausmacht.“
Starkes Bekenntnis aus der Landespolitik
Auch aus der Politik kam deutliche Unterstützung. Niedersachsens Wissenschafts und Kulturminister Falko Mohrs betonte die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung.
„Die IdeenExpo ist weit mehr als eine Veranstaltung. Sie ist ein starkes Signal an junge Menschen: Eure Zukunft ist uns wichtig. Niedersachsen lebt als Wissenschafts und Innovationsstandort von Neugier, Können und Gestaltungswillen. Genau das macht die IdeenExpo erlebbar: Sie bringt Wirtschaft, Hochschulen und Politik mit Schülerinnen und Schülern in direkten Austausch und zeigt die Vielfalt von Studien und Ausbildungswegen. Das ist gelebte Zukunftspolitik.“
Studie zeigt hohen Orientierungsbedarf
Die Relevanz der IdeenExpo wird durch aktuelle Ergebnisse einer Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach unter 15 bis 25 Jährigen zur Berufsorientierung und MINT Affinität unterstrichen.
Demnach erwarten mehr als 80 Prozent der Befragten, dass sich die Berufswelt in den kommenden zwei Jahrzehnten gravierend verändern wird. Gleichzeitig empfinden viele junge Menschen ihre berufliche Zukunft als schwer vorhersehbar und wünschen sich konkrete Orientierung.
Zwar erkennen 63 Prozent die besondere Bedeutung von Naturwissenschaften und Technik für die Zukunft, jedoch können sich nur 14 Prozent vorstellen, in diesen Bereichen beruflich tätig zu werden. Auffällig ist zudem, dass der militärische Bereich inzwischen von 38 Prozent der Befragten als Berufsfeld mit guten Zukunftsperspektiven eingeschätzt wird und damit erstmals unter den zehn attraktivsten Feldern rangiert.
Auch die Raumfahrt gewinnt an Bedeutung. Rund 23 Prozent der jungen Menschen interessieren sich aktuell für diese Branche, mehr als für den klassischen Maschinenbau sowie deutlich mehr als für Chemie oder Physik.
IdeenExpo setzt auf Inspiration und Praxisnähe
Fast die Hälfte der Befragten verbindet Veranstaltungen wie die IdeenExpo mit Inspiration und konkreter Unterstützung bei der Berufswahl. 48 Prozent möchten neue Berufsfelder entdecken, 47 Prozent wünschen sich mehr Informationen zu Ausbildungs und Studienwegen. 36 Prozent hoffen sogar, bereits Praktikums oder Ausbildungsplätze zu finden.
„Genau hier setzt die IdeenExpo an: als Ort, wo es echte Einblicke gibt, wo ausprobiert und experimentiert wird, wo persönliche Gespräche mit jungen Auszubildenden an den Ständen stattfinden, die sich vor wenigen Jahren womöglich in genau der gleichen Situation befanden wie die jugendlichen Besucherinnen und Besucher der IdeenExpo heute“, sagte Dr. Volker Schmidt. „Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Besucher und Aussteller – auch das gehört zu den Erfolgsgeheimnissen der IdeenExpo.“
Aussteller sehen IdeenExpo als Investition in die Zukunft
Auch die beteiligten Unternehmen messen der IdeenExpo große Bedeutung bei. Stanislava Plachá, Human Resources Senior Vice President beim Automobilzulieferer ZF, erklärte: „Für uns als Unternehmen ist die frühzeitige Ansprache junger Talente entscheidend. Wir müssen in Deutschland junge Menschen fördern, die Verantwortung übernehmen und Innovation mitgestalten wollen. Die IdeenExpo ermöglicht es uns allen, Technologien und Berufsbilder nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen. Dieser direkte Kontakt schafft Begeisterung und Vertrauen – und zeigt, dass Nachwuchsförderung eine strategische Investition in die Zukunft ist.“
Vom Messebesuch zur Karriere
Wie nachhaltig die Wirkung der IdeenExpo sein kann, zeigt das Beispiel der Hannoveranerin Muriel Groß. Sie besuchte die Messe bereits als Schülerin, probierte interaktive Angebote wie einen Fahrsimulator aus und kam mit Auszubildenden ins Gespräch.
Heute ist die 21 Jährige selbst Teil des ZF Teams auf der IdeenExpo und studiert dual. „Schülerinnen und Schüler können auf der IdeenExpo erleben, wie spannend Technik sein kann. Mir haben damals die Gespräche an den Ständen verdeutlicht, welche Möglichkeiten es im Berufsleben gibt. Der Austausch mit Auszubildenden und Studierenden hat mir einen authentischen Ausblick auf das gegeben, was nach der Schule alles erreichbar ist. Diese Erfahrungen haben mich geprägt“, sagte sie.
IdeenExpo 2026 in Zahlen
Für die Jubiläumsausgabe sind erneut große Dimensionen geplant. Vorgesehen sind mehr als 330 Aussteller, über 800 Mitmach Exponate in 14 Themenbereichen, mehr als 900 Workshops sowie eine Veranstaltungsfläche von über 100.000 Quadratmetern.
Mit interaktiven Exponaten, Workshops, Bühnenshows und Konzerten will die IdeenExpo auch 2026 einen umfassenden Erlebnisraum für Berufsorientierung, Innovation und Zukunftsfragen bieten. Der Eintritt ist kostenfrei.









