
Rund 8.000 Teilnehmende diskutieren Sicherheitskonzepte, NIS-2 und Nachwuchsförderung beim 21. Kongress
Am 16. April 2026 hat der 21. Deutsche IT-Sicherheitskongress in Bonn rund 8.000 Fachleute zu aktuellen Herausforderungen der IT-Sicherheit zusammengebracht.
Fokus auf Künstliche Intelligenz und neue Risiken
Bonn. Im Mittelpunkt des Kongresses stand der zunehmende Bedarf an Sicherheitskonzepten für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Expertinnen und Experten diskutierten, wie sich KI-Systeme wie Chatbots oder KI-Agenten absichern lassen, wie Risiken frühzeitig erkannt werden können und welche regulatorischen Anforderungen zu berücksichtigen sind. KI wurde dabei als Schlüsseltechnologie der Digitalisierung eingeordnet, die sowohl in Wirtschaft als auch in Verwaltung neue Sicherheitsfragen aufwirft.
Plattform für Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft
Unter dem Motto „Cybernation Deutschland: gemeinsam, sicher, digital“ hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft eingeladen. Neben KI-Themen befassten sich die Teilnehmenden mit quantensicherer Kryptografie, Zero-Trust-Architekturen, sicheren digitalen Identitäten sowie der Umsetzung regulatorischer Vorgaben wie der NIS-2-Richtlinie.
Dobrindt betont Rolle des BSI
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt unterstrich die Bedeutung der Behörde für die Cybersicherheit. „In Zeiten wachsender Unsicherheiten müssen wir resilienter werden. Zur Gefahrenerkennung und -abwehr im Cyberraum braucht es das BSI. Es ist essenziell für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft – als Schutzpatron, Ansprechpartner und helfende Hand“, sagte Dobrindt.
Mensch im Mittelpunkt der Sicherheitsarchitektur
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der stärkeren Einbindung menschlichen Verhaltens in Sicherheitskonzepte. Ziel ist es, IT-Sicherheit nutzerzentriert zu gestalten und Menschen nicht nur als Risikofaktor, sondern als aktiven Bestandteil der Sicherheitsarchitektur zu begreifen. Damit soll die Wirksamkeit technischer Schutzmaßnahmen ergänzt werden.
Plattner: IT-Sicherheit als Grundlage der Digitalisierung
BSI-Präsidentin Claudia Plattner hob die Bedeutung des Kongresses für den fachlichen Austausch hervor. „Die Digitalisierung ist zum Dreh- und Angelpunkt unserer sich massiv verändernden Welt geworden – und dabei gilt: Digitalisierung geht nicht ohne IT-Sicherheit und umgekehrt“, erklärte sie. Der Kongress habe sich als zentrales Austauschformat für eine ganzheitliche Betrachtung der IT-Sicherheit etabliert.
Best Student Award würdigt Nachwuchs
Seit 25 Jahren wird im Rahmen des Kongresses der „Best Student Award“ verliehen. In diesem Jahr zeichnete das BSI Yasin Bachiri aus, der mit seinem Beitrag zu Cybersicherheitsrisiken generativer KI-Modelle überzeugte. BSI-Vizepräsident Thomas Caspers betonte: „Nachwuchsförderung hat bei uns im BSI eine große Bedeutung und lange Tradition.“
Digitale Inhalte weiter abrufbar
Eine Anmeldung zur Kongress-Plattform ist noch bis zum 15. Mai 2026 möglich. Dort stehen alle Fachvorträge und Diskussionen des Kongresses vom 17. April bis zum 15. Mai 2026 zur Verfügung.









