Start Hannover und Region Österreich-Modell treibt Spritpreise nach oben: Tanken seit April deutlich teurer

Österreich-Modell treibt Spritpreise nach oben: Tanken seit April deutlich teurer

Zapfsäule Tankstelle
Symbolbild Tankstelle / Zapfsäule - Quelle: Pixabay

ADAC-Auswertung zeigt höheres Preisniveau, starke Mittagssprünge und breite Ablehnung unter Autofahrern

Seit dem 1. April 2026 liegen die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen auf einem deutlich höheren Niveau, nachdem das sogenannte Österreich-Modell eingeführt wurde, wie eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt.

Deutlich höheres Preisniveau seit Regeländerung

München. Nach Angaben des ADAC ist das grundsätzliche Preisniveau für Benzin und Diesel seit Einführung der neuen Regelung gestiegen. Ein Vergleich von Ölpreis und Euro-Dollar-Wechselkurs zwischen März 2026 (freie Preisgestaltung) und April 2026 (Österreich-Modell) zeigt, dass Mineralölkonzerne einen hohen Risikoaufschlag einkalkulieren. Ursache ist die neue Vorgabe, dass pro Tag nur noch eine Preiserhöhung erlaubt ist, während Preissenkungen beliebig oft erfolgen dürfen.

kraftstoffpreise im tagesverlauf nach 19 tagen österreich-modell.
kraftstoffpreise im tagesverlauf nach 19 tagen österreich-modell. – quelle: adac

Starker Preissprung um 12 Uhr

Die Analyse von mehr als 14.000 Tankstellen in den ersten zweieinhalb Aprilwochen zeigt einen klaren Tagesverlauf: Um 12 Uhr steigen die Preise sprunghaft an. Super E10 verteuert sich im Schnitt um gut neun Cent je Liter, Diesel sogar um 10,5 Cent. Anschließend sinken die Preise nur langsam bis zum frühen Abend. Der günstigste Zeitpunkt zum Tanken liegt kurz vor 12 Uhr, wenn die Preise rund 2,7 Cent unter dem Tagesdurchschnitt liegen.

Kürzere günstige Zeitfenster

Im Vergleich zum früheren Modell mit freier Preisgestaltung sind die Zeiträume, in denen Autofahrer unter dem Tagesdurchschnitt tanken können, deutlich kürzer geworden. Zwar lassen sich Preise weiterhin planen, im Durchschnitt war Tanken zuvor jedoch günstiger. Der ADAC hatte bereits vor Einführung des Modells davor gewarnt, dass eingeschränkte Preisanpassungen zu höheren Risikoaufschlägen führen könnten.

Klare Ablehnung unter Autofahrern

Auch die Autofahrer selbst bewerten das Österreich-Modell überwiegend negativ. Laut einer ADAC-Umfrage begrüßen lediglich 21 Prozent der Befragten die neue Regelung, während 42 Prozent sie ablehnen. Gleichzeitig ist die Bekanntheit hoch: 95 Prozent der Befragten gaben an, über die neuen Preisregeln informiert zu sein.

Preisvergleich weiter möglich

Für einen schnellen Überblick über aktuelle Kraftstoffpreise verweist der ADAC auf die Smartphone-App ADAC Drive, die nahezu alle Tankstellen in Deutschland abbildet. Weitere Informationen zum Kraftstoffmarkt stellt der ADAC online zur Verfügung.

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