
Feuer bricht in schwer zugänglichem Innenhof aus – mehrere Gebäude betroffen – 52 ehrenamtliche Kräfte im Einsatz
Langenhagen/Godshorn. Am Mittwoch, den 27. Mai 2026, hat ein Brand im Gewerbegebiet Godshorn einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. In einem von mehreren Gebäuden umschlossenen Innenhof entwickelte sich ein Feuer, das sich aufgrund der baulichen Situation rasch ausbreitete und erhebliche Schäden verursachte.
Alarmierung und schnelle Ausweitung des Einsatzes
Die Ortsfeuerwehr Godshorn wurde um 17:49 Uhr zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung im Dachbereich eines Gewerbebetriebs alarmiert. Noch während der Anfahrt gingen weitere Notrufe ein. Daraufhin erhöhte die Regionsleitstelle Hannover das Einsatzstichwort von „B1“ auf „B2“ („B1“ =Kleinbrand, z. B. Müllcontainer, PKW-Brand / „B2“ =mittlerer Brandeinsatz, z. B. unklare Rauchentwicklung, Zimmerbrand, o. ä.).
Zusätzlich rückten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Engelbostel, Langenhagen und Schulenburg sowie der Einsatzleitwagen 2 der Stadtfeuerwehr Langenhagen aus. Auch Rettungsdienst und Polizei wurden eingebunden.
Brandherd erst nach intensiver Erkundung gefunden
Beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich eine massive Rauchentwicklung im Bereich eines größeren Gebäudekomplexes. Offene Flammen waren zunächst nicht erkennbar. Erst nach einer umfassenden Erkundung konnte der Ursprung des Feuers lokalisiert werden.
Der Brand befand sich in einem Innenhof, der von drei Seiten umbaut und nur schwer erreichbar war. Umgeben war dieser Bereich von einer großen Lagerhalle, einer kleineren Halle mit Werkstattnutzung, einem Veranstaltungszentrum sowie einem früheren Bürogebäude, das inzwischen als Wohnhaus genutzt wird.
Schäden an mehreren Gebäudeteilen
Durch die Enge und die baulichen Verbindungen griff das Feuer auf verschiedene Gebäudeteile über. An der großen Lagerhalle wurden Fassadenteile durch Hitzeeinwirkung beschädigt. In dem ehemaligen Bürogebäude kam es in mehreren Wohnungen zu leichter bis starker Rauchentwicklung, teilweise auch zu deutlichen Brandschäden.
Das Veranstaltungszentrum ist infolge des Brandes derzeit nicht nutzbar. Die genaue Ausdehnung der Sachschäden kann die Feuerwehr nach eigenen Angaben noch nicht beziffern.
Technisch anspruchsvolle Brandbekämpfung
Eine der größten Herausforderungen bestand darin, den Brandherd innerhalb der verwinkelten Gebäudestruktur eindeutig zu lokalisieren. Zeitweise arbeiteten bis zu drei Trupps gleichzeitig unter Atemschutz an der Brandbekämpfung.
Da sich das Feuer auch in schwer zugänglichen Bereichen der Dachkonstruktion ausgebreitet hatte, setzten die Einsatzkräfte sogenannte Fognails ein. Dabei handelt es sich um spezielle Löschlanzen, die durch Dächer oder Wandverkleidungen getrieben werden, um Wasser oder Löschschaum gezielt in verdeckte Brand- und Glutnester einzubringen. Auf diese Weise lassen sich Brände in Zwischendecken oder Dachräumen bekämpfen, ohne größere Gebäudeteile öffnen zu müssen.
Im weiteren Verlauf wurde der betroffene Dachbereich zusätzlich mit Schaum geflutet. Anschließend belüfteten die Einsatzkräfte die Gebäude und kontrollierten das Dach mit Wärmebildkameras auf verbliebene Glutnester.
Keine Verletzten – Unterbringung organisiert
Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Eine Menschenrettung war nicht erforderlich. Ein Teil der Bewohner konnte nach Abschluss der Maßnahmen in die Wohnungen zurückkehren. Für weitere Betroffene wurden Unterbringungsmöglichkeiten organisiert.
Insgesamt waren 52 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Für die Feuerwehr endete der Einsatz gegen 22:00 Uhr. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Brände in innenliegenden und schwer zugänglichen Bereichen gelten als besonders einsatzintensiv, da sie häufig erst spät lokalisiert werden können. Für Anwohner und Gewerbetreibende bedeuten solche Lagen nicht nur Sachschäden, sondern oft auch vorübergehende Nutzungseinschränkungen.









