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Niedersachsen: Feuerwehrkräfte kehren nach Waldbrandeinsatz aus Spanien zurück

Einsatz in Spanien beendet: Feuerwehrleute aus Niedersachsen kehren bereits zurück
Einsatz in Spanien beendet: Feuerwehrleute aus Niedersachsen kehren bereits zurück. - Foto: Bernd Günther

Neun Einsatzkräfte aus Niedersachsen unterstützten internationale Löscharbeiten in der Region Kastilien und León

Hannover/Celle. Nach ihrem Einsatz bei den schweren Waldbränden in Spanien sind neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen nach Deutschland zurückgekehrt. Gemeinsam mit Kräften aus Nordrhein-Westfalen unterstützten sie mehrere Tage lang die Brandbekämpfung im Nordwesten Spaniens. Am Donnerstag, 06.08.2026, wurden sie am Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle erwartet.

Unterstützung im Rahmen des EU-Katastrophenschutzes

Spanien hatte über das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union (UCPM) internationale Hilfe angefordert, um die großflächigen Waldbrände einzudämmen.

Die niedersächsischen Feuerwehrkräfte schlossen sich einer Waldbrand-Einheit aus Nordrhein-Westfalen an. Zum Einsatz kamen zwei Tanklöschfahrzeuge des Typs CCFM 3000 sowie ein Mannschaftstransportwagen. Insgesamt bestand die deutsche Einheit aus 56 Einsatzkräften, darunter neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen.

Erste Einsätze direkt nach der Ankunft

Die Einheit erreichte am 01.08.2026 die Region Veguellina in der Provinz León. Ein Teil der Feuerwehrleute erhielt unmittelbar nach der Ankunft den ersten Einsatzauftrag. Bereits auf dem Weg zum eigentlichen Einsatzort löschten die Kräfte ein kleineres Feuer.

Anschließend unterstützten sie die örtlichen Feuerwehren bei der Bekämpfung eines größeren Waldbrandes und halfen dabei, die weitere Ausbreitung der Flammen einzudämmen.

Waldbrand in schwierigem Gelände bekämpft

Am 02.08.2026 wurde die Einheit südlich von Moraeda in der Region Kastilien und León beim Waldbrand „El Bierzo“ eingesetzt.

Dort verlegten die Feuerwehrleute eine rund 800 Meter lange Schlauchleitung über einen Höhenunterschied von 180 Metern, um Spotfeuer in unwegsamem Gelände zu bekämpfen. Außerdem führten sie Nachlöscharbeiten durch, unterstützten die Einsatzleitung als Beobachtungsposten („Lookout“) und halfen einer serbischen Waldbrand-Einheit mit einem Einsatzfahrzeug.

Während des Einsatzes war die deutsche Einheit im Ort Vega de Espinareda im Westen Spaniens untergebracht.

Behrens dankte den Einsatzkräften

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens würdigte den Einsatz der Feuerwehrleute: „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften für ihren starken und engagierten Einsatz im Kampf gegen das Feuer. Sie alle haben einen hervorragenden Job gemacht. Selbstverständlich haben wir die spanischen Feuerwehren in dieser Ausnahmesituation mit unseren speziell für diese Einsätze geschulten Feuerwehrleuten und den entsprechenden Fahrzeugen unterstützt. Dieser Einsatz ist ein weiterer Beleg für die enge Vernetzung und Zusammenarbeit im Katastrophenschutz auf europäischer Ebene: Auch hier hat er sich wieder ausgezahlt und bewährt. Brände in einer solch verheerenden Größenordnung, Vielzahl und Dauer können nur gemeinschaftlich bekämpft werden. All denen, die in Spanien und anderen Teilen Südeuropas noch immer gegen die Flammen kämpfen, wünsche ich weiter alles Gute und viel Erfolg!“

Spezialisierte Waldbrand-Einheiten aus Niedersachsen

In Niedersachsen sind vier spezialisierte Waldbrand-Einheiten (Ground Forest Firefighting using Vehicles – GFFF-V) stationiert. Sie sind auf Vegetationsbrände spezialisiert und in den Landkreisen Celle/Heidekreis, Göttingen/Goslar, Uelzen/Gifhorn sowie Lüneburg/Lüchow-Dannenberg beheimatet.

Der Einsatz in Spanien wurde von Feuerwehrkräften der Einheit aus den Landkreisen Celle und Heidekreis übernommen.

Mit den GFFF-V-Einheiten beteiligt sich Niedersachsen regelmäßig an internationalen Hilfseinsätzen im Rahmen des europäischen Katastrophenschutzes. Die speziell ausgebildeten Feuerwehrkräfte unterstützen andere Staaten bei großflächigen Vegetationsbränden, wenn nationale Einsatzkräfte allein an ihre Grenzen stoßen. Der Einsatz in Spanien verdeutlichte erneut die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Bekämpfung großer Waldbrände.

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