„Open Call“ für die letzte freie Fläche von „Art Underground“ hat die Künstlerin Etaja für sich entschieden
Viertes Teilstück des 4.000 Quadratmeter großen Bodenkunstwerks am Raschplatz steht fest
Hannover. Das hannoversche Bodenkunstwerk „Art Underground“ auf dem Raschplatz geht seiner Fertigstellung entgegen. Die Künstlerin Etaja hat den „Open Call“ für das letzte noch freie Teilstück gewonnen und soll ihren Entwurf voraussichtlich im September umsetzen.
Neun Entwürfe für die letzte Fläche
Der Wettbewerb richtete sich an Künstlerinnen und Künstler aus der hannoverschen Street-Art-Szene. Insgesamt gingen neun Entwürfe ein, die anschließend von einer fünfköpfigen Jury bewertet wurden.
Überzeugt hat Etajas Konzept vor allem durch sein florales und organisches Motiv. Nach Einschätzung der Jury fügen sich Farbgebung und geometrische Elemente gut in das bereits bestehende Gesamtkunstwerk ein. Gleichzeitig sei der Entwurf künstlerisch frei und gegenständlich und erweitere das Projekt um eine zweite weibliche Perspektive.
Etaja soll ihr Motiv voraussichtlich im September auf der letzten freien Fläche am Raschplatz umsetzen.
„Ich freue mich sehr über die Auswahl meines Entwurfs und hoffe das Bodenkunstwerk am Raschplatz mit meiner Idee würdig zu erweitern und zu vollenden“, sagt die Künstlerin.
Etaja seit Jahren künstlerisch aktiv
Etaja arbeitet seit 2016 als freischaffende Künstlerin und hat seit 2025 ein Atelier in der hannoverschen Nordstadt. In diesem Frühjahr präsentierte sie die Einzelausstellung „Florensische Beweisstücke“ in der Atelierkate Bremen. Zuvor verbrachte sie einen Monat als Artist-in-Residence im KUD Mreža Art Studio im slowenischen Ljubljana.

2025 gewann sie den ersten Platz beim Atelierkate Kunstpreis in Bremen. Im selben Jahr war ihr Porträt in der NDR-Sendung „DAS!“ zu sehen. Weitere Einzelausstellungen zeigte sie 2024 im Gartensaal des Neuen Rathauses mit „Haltung“ und 2022 im Kulturzentrum Pavillon unter dem Titel „Ein Tag, ein Bild, ein Lebensweg“.
Die Künstlerin verfügt über einen Bachelorabschluss in Visueller Kommunikation von der Hochschule Hannover sowie einen Bachelor in Sozialwissenschaften von der Leibniz Universität Hannover. Außerdem hat sie einen Masterabschluss in Design & Medien der Hochschule Hannover.
Vier Künstler, ein großes Werk
Mit der Ergänzung durch Etaja wird das rund 4.000 Quadratmeter große „Art Underground“ am Raschplatz komplettiert. Die bereits gestalteten Bereiche stammen von internationalen Künstlern: DELTA aus den Niederlanden arbeitet mit einer geometrischen und architektonischen Bildsprache. Dendyden, in Russland geboren und heute in Berlin ansässig, setzt auf 3D-Illusionen und perspektivische Effekte. IOTA aus Belgien ergänzt das Gesamtbild mit organischen Formen und dynamischen Linien.
Das Kunstprojekt soll zudem in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden. Für 2027 und 2028 ist eine jährliche Auffrischung vorgesehen. Zusätzlich soll 2026 die „CRASH PIPE“ von Florentina Holzinger angekauft werden.
Finanziert beziehungsweise gefördert wird das Projekt von der Sparkasse Hannover als Hauptsponsorin und Anliegerin am Raschplatz sowie von der Ricarda und Udo Niedergerke Stiftung und den Merkur Spielbanken.
Jury bewertet die Entwürfe
Den ausgewählten Entwurf bewertete eine Jury mit fünf Mitgliedern. Dazu gehörten Friederike Kohn, Projektreferentin der SHannoverStiftung und der Stiftung Kulturregion Hannover, Tim Gerstenberger von der Landeshauptstadt Hannover, Stabsstelle Smart City I Strategien und Projekte, sowie Johanna Adam, Kuratorin des Sprengel Museums Hannover.
Ebenfalls beteiligt waren die freischaffende Künstlerin und Mit-Initiatorin des Projektraums „Die Tanke“, Sofia Baronner, sowie Marta Tomaszewska vom Raschplatzkino Hannover und urbane Aktivistin.
Weitere Informationen zu Etaja gibt es unter www.etaja.com.










