Rund 75 Stauhelfende unterstützen wieder Reisende auf Niedersachsens Autobahnen
Hannover (pm/redk). Mit Beginn der Osterferien sind die Motorradstaffeln der Johanniter-Unfall-Hilfe wieder auf Niedersachsens Autobahnen im Einsatz. Rund 75 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer unterstützen Autofahrende bei Staus, Pannen und Notfällen. Innenministerin Daniela Behrens würdigte zum Saisonauftakt in Hannover das langjährige Engagement der Stauhelfenden als wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit.
Pünktlich zum Start der reisestarken Osterferien hat die Johanniter-Unfall-Hilfe ihre Motorradstaffeln in die Saison 2026 geschickt. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind insbesondere in Zeiten hohen Verkehrsaufkommens auf den Autobahnen unterwegs, um Reisende bei Staus, Unfällen oder Pannen zu unterstützen. Insgesamt rund 75 Johanniterinnen und Johanniter werden bis zum Ende der Herbstferien mit 20 Motorrädern im Einsatz sein.
Die offizielle Saisoneröffnung fand am Montag, 23. März, im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Hannover-Laatzen statt. Neben den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern nahmen auch Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens, Stefan Radmacher aus dem Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen sowie Michael Weber, Sprecher des geschäftsführenden Vorstands des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, an der Veranstaltung teil.
Unterstützung in angespannten Verkehrssituationen
Angesichts dichter Verkehrsströme rund um Ferienbeginn und Feiertage leisten die Johanniter-Motorradstaffeln einen wichtigen Beitrag zur Entlastung auf den Straßen. Die Einsatzkräfte sind von den Standorten Ahlhorn, Hannover, Hildesheim, Northeim, Salzgitter, Bremen und Schwarmstedt aus unterwegs. Ihre Einsatzgebiete erstrecken sich entlang der Autobahnen A 1, A 2, A 7 sowie rund um das Autobahnkreuz Hannover und weiter bis zu den Autobahnen A 27, A 28 und A 29.
Innenministerin Daniela Behrens hob die besondere Bedeutung des Ehrenamts hervor: „Seit mehr als einem Vierteljahrhundert leisten die ehrenamtlichen Stauhelferinnen und Stauhelfer der Johanniter-Unfall-Hilfe einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit auf unseren Straßen.“ Gerade in Situationen mit Stress und Unsicherheit sorgten sie durch besonnenes Auftreten, Unterstützung und Appelle zur gegenseitigen Rücksichtnahme für mehr Gelassenheit und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.
Qualifikation, Ausrüstung und Kooperationen
Stefan Radmacher verwies auf die steigenden Anforderungen an die ehrenamtlichen Kräfte. Der Verkehr nehme an Komplexität zu, gleichzeitig stiegen Einsatzzahlen und Einsatzzeiten. Um darauf vorbereitet zu sein, investiere die Johanniter-Unfall-Hilfe jährlich rund 100.000 Euro in moderne Ausrüstung für Mensch und Maschine sowie in die rettungsdienstliche Ausstattung. Eine enge Vernetzung innerhalb der Organisation sowie die verlässliche Zusammenarbeit mit Polizei und ADAC seien dabei entscheidend.
Ein wichtiger Partner ist seit 2012 der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Michael Weber betonte die gemeinsame Zielsetzung: „Der ADAC und die Johanniter verbindet ein gemeinsames Ziel: Menschen auf unseren Straßen zu helfen und für mehr Sicherheit im Verkehr zu sorgen.“ Während der ADAC bei Pannen und Unfällen unterstütze, seien die Johanniter-Stauhelfer dort im Einsatz, wo viele Menschen gleichzeitig Hilfe benötigten.
Zahlen und Leistungen aus dem Vorjahr
Im Jahr 2025 absolvierten die Johanniter-Motorradstaffeln 564 Einsatztage und leisteten dabei 7.172 ehrenamtliche Stunden. In 1.122 Fällen unterstützten sie Reisende in Problem- oder Notsituationen. Die 20 eingesetzten Motorräder legten dabei insgesamt mehr als 148.000 Kilometer zurück.
Zu den Aufgaben der Stauhelfenden gehören Erste-Hilfe-Leistungen, die Absicherung von Unfallstellen, die Organisation von Abschleppdiensten sowie Hinweise zu Umleitungen. Auch die Unterstützung bei der Bildung von Rettungsgassen zählt zum Einsatzspektrum. In der Vergangenheit halfen die Ehrenamtlichen zudem mit Erfrischungen oder Spielzeug, um insbesondere Familien in langen Stausituationen zu entlasten.
Nach einer Andacht und einem Segensgebet für die Einsatzkräfte schloss sich zum Saisonauftakt eine gemeinsame Trainingseinheit unter Anleitung eines ADAC-Instruktors an – als Vorbereitung auf die kommenden Monate auf Niedersachsens Autobahnen.










