
KI-Plattform soll schnellere Ansagen bei Störungen ermöglichen
Hannover. Eine Melodie von Fury in the Slaughterhouse begleitet künftig die Fahrgäste der ÜSTRA: Ab dem 5. November führt das Verkehrsunternehmen eine neue Klanggestaltung ein, die auf dem Motiv des Songs „Won’t forget these days“ basiert. Die Tonfolge soll bei Durchsagen und Hinweisen in Bussen, Stadtbahnen und an Stationen sowie in der Hotline und der übrigen Markenkommunikation zu hören sein.

mit den furys im ohr durch die region – © carl-marcus müller / lghnews
Mit der Umstellung verbindet die ÜSTRA auch eine technische Erneuerung ihrer Fahrgastinformation. Eine KI-basierte Plattform soll es ermöglichen, Informationen schneller und gezielter an Haltestellen und in Fahrzeuge zu übermitteln. Grundlage ist die Stimme einer realen professionellen Sprecherin.
Weniger Vorlauf für Informationen bei Störungen
Bisher mussten nach Angaben des Unternehmens sämtliche Sonderansagen im Tonstudio produziert werden. Das verursachte Kosten und erforderte Vorlaufzeit. Die neue Plattform soll die Voraussetzungen schaffen, situationsbezogene Informationen künftig auch automatisiert bereitzustellen.
Die ÜSTRA verweist dabei auf ihre regelmäßigen Kundenbefragungen: Fahrgäste erwarteten insbesondere bei Störungen aktuelle und präzise Informationen. Einheitliche, leicht wiedererkennbare Töne sollen außerdem die Orientierung erleichtern. Menschen mit Seheinschränkungen wurden deshalb nach Unternehmensangaben eng in die Entwicklung eingebunden.
Die Vorstandsvorsitzende Elke van Zadel erklärt: „Der neue Corporate Sound ist mehr als ein Musikprojekt und weit mehr als eine notwendige akustische Vereinheitlichung von ÜSTRA, regiobus und GVH. Er bildet die Grundlage für eine zukunftsweisende und kundenzentrierte Fahrgastinformation. Dass wir diese Modernisierung gemeinsam mit Fury in the Slaughterhouse umsetzen konnten, macht das Ergebnis gleichzeitig vertraut und unverwechselbar hannöversch.“
Gemeinsamer Klang für zusammengeführte Marken
Anlass für die Überarbeitung waren der Gemeinschaftsbetrieb von ÜSTRA und regiobus sowie die Zusammenführung der Marken mit dem Verkehrsverbund GVH. In diesem Zuge mussten zahlreiche Ansagen angepasst und unterschiedliche Hinweistöne vereinheitlicht werden. Einige der bisherigen Töne stammen laut ÜSTRA noch aus den 1980er Jahren.
Für das Motiv aus „Won’t forget these days“ sprachen aus Sicht des Unternehmens der Bekanntheitsgrad, der Wiedererkennungswert und die Verbindung der Band zur Region Hannover. Die ÜSTRA begründet die Wahl zudem mit dem Thema des Songs: gemeinschaftliche Erlebnisse und Erinnerungen. Die Band habe auf die Kooperationsidee unmittelbar positiv reagiert.
Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit Jung von Matt MUSIC. Die Agentur setzte sich in einer Ausschreibung durch und erarbeitete mit der internen Projektgruppe innerhalb weniger Monate die neue Klanggestaltung.
Werkstattkonzert auf dem Betriebshof Leinhausen
Zum Auftakt spielte Fury in the Slaughterhouse am Vorabend der Einführung ein etwa 45-minütiges Konzert auf dem ÜSTRA-Betriebshof Leinhausen. Die neue Tonfolge soll nun über die Lautsprecher in fast 800 Fahrzeugen sowie an mehr als 200 Haltestellen und Stationen zu hören sein.
Für die Band stehen auch größere Auftritte in Hannover an: Anlässlich ihres 40-jährigen Bühnenjubiläums sind am 5. und 6. November 2027 Konzerte in der ZAG-Arena vorgesehen.
Text mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.









