Staatliche Anerkennung bringt Planungssicherheit, neue Perspektiven und stärkt die Region
Bad Gandersheim (pm/redk). Bad Gandersheim ist offiziell als Luftkurort staatlich anerkannt. Mit der Übergabe der Urkunde an Bürgermeister Niklas Kielhorn ist der Wechsel vom bisherigen Status als Soleheilbad hin zu einer zukunftsorientierten Neuausrichtung des Gesundheitstourismus vollzogen. Die Anerkennung bestätigt die Bedeutung der Stadt als attraktiver Erholungs- und Tourismusstandort im Harzvorland und schafft neue Chancen für Gäste, Wirtschaft und Bürgerschaft.
Staatliche Anerkennung offiziell übergeben
Die Urkunde zur staatlichen Anerkennung als Luftkurort wurde am heutigen Dienstag von Niedersachsens Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier an Bürgermeister Niklas Kielhorn überreicht. Der entsprechende Bescheid war bereits am 21. Januar 2026 erteilt worden. Mit dem neuen Prädikat ist Bad Gandersheim nun der 16. staatlich anerkannte Luftkurort in Niedersachsen.
Von der Kurtradition zur Neuausrichtung
Bad Gandersheim blickt auf eine lange Kurgeschichte zurück. Bereits im April 1967 wurde die Stadt erstmals als Soleheilbad staatlich anerkannt, zuletzt erfolgte 2010 eine Reprädikatisierung. Im Juni 2025 beschloss der Stadtrat jedoch, das Prädikat Soleheilbad aufzugeben und stattdessen die Anerkennung als Luftkurort anzustreben. Hintergrund waren veränderte Anforderungen an den Gesundheitstourismus sowie der Wunsch nach einer realistischen und nachhaltigen Positionierung.
Die fachliche Prüfung der erforderlichen Unterlagen erfolgte im Oktober 2025, eine Ortsbegehung schloss sich im Dezember an. Dabei wurde festgestellt, dass nahezu alle prüfrelevanten Kriterien erfüllt sind oder kurzfristig nachgearbeitet werden können. Insbesondere Klima, Landschaft und touristische Infrastruktur überzeugten die Prüfer.
Zitate zur Entscheidung und Bedeutung
Matthias Wunderling-Weilbier betont: „Der Schritt vom Soleheilbad zum Luftkurort ist Ausdruck einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Entscheidung. Bad Gandersheim richtet seinen Gesundheitstourismus neu aus und baut auf seine Stärken – das Klima, die Landschaft und seine große kulturelle Strahlkraft.“
Auch Bürgermeister Niklas Kielhorn hebt die Tragweite hervor: „Der Abschied vom Heilbad-Status war für uns kein leichter Schritt – er hat viele Gespräche, Abwägungen und Mut erfordert. Umso dankbarer bin ich für die enge und vertrauensvolle Begleitung durch das Niedersächsische Wirtschaftsministerium. Gemeinsam haben wir einen Weg gefunden, der Bad Gandersheim neue Perspektiven eröffnet. Das Prädikat Luftkurort ist für uns mehr als ein Titel: Es ist ein starkes Zeichen für Aufbruch, für die Weiterentwicklung unserer Stadt und für die Lebensqualität der Menschen, die hier leben und uns besuchen.“
Was bleibt – und was sich ändert
Für Bürgerinnen, Bürger und Gäste bleibt vieles unverändert. Das bisherige Anerkennungsgebiet behält seine Gültigkeit, ebenso die Möglichkeit der Sonntagsöffnung nach dem Niedersächsischen Ladenöffnungszeitengesetz. Auch der traditionsreiche Namensbestandteil „Bad“ bleibt erhalten, da die Stadt über mehr als zwanzig Jahre hinweg als Heilbad anerkannt war.
Gleichzeitig eröffnet das neue Prädikat neue Spielräume in der touristischen Vermarktung. Der Fokus liegt künftig stärker auf naturnaher Erholung, gesundem Klima sowie Aktivangeboten wie Wandern und Radfahren. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, kulturelle Veranstaltungen und das vielfältige Freizeitangebot bleiben zentrale Säulen der touristischen Attraktivität.
Bedeutung für Region und Zukunft
Mit der Anerkennung als Luftkurort stellt sich Bad Gandersheim strategisch neu auf. Das Prädikat schafft Planungssicherheit für Investitionen, stärkt den Tourismus und unterstützt die lokale Wirtschaft. Wunderling-Weilbier fasst zusammen: „Bad Gandersheim hat eine lange Tradition als Kurstandort. Mit der Anerkennung als Luftkurort stellt sich die Stadt nun realistisch und zugleich optimistisch für die Zukunft auf. Das schafft Planungssicherheit und eröffnet neue Chancen für den Tourismus.“










