Start Hannover und Region INTERSCHUTZ 2026: Bundesinnenminister informiert sich über neue Technik und internationale Hilfe

INTERSCHUTZ 2026: Bundesinnenminister informiert sich über neue Technik und internationale Hilfe

Minister Dobrindt besucht THW-Stand bei Interschutz.
Minister Dobrindt besucht THW-Stand bei Interschutz. - Quelle: THW/Philip Ziemek

Dobrindt besucht THW-Stand auf der Interschutz 2026 in Hannover

Hannover. Kurz nach der Eröffnung der Fachmesse Interschutz 2026 hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt den Messestand des Technischen Hilfswerks (THW) in Hannover besucht. In Halle 17 präsentiert das THW moderne Einsatztechnik und aktuelle Forschungsprojekte, die im Rahmen des „Pakts für den Bevölkerungsschutz“ finanziert werden. Der Besuch unterstreicht die Bedeutung technologischer Innovationen für die Zukunft des Bevölkerungsschutzes.

Rundgang nach Messeeröffnung

Nach der offiziellen Eröffnung der Interschutz machte sich Alexander Dobrindt ein Bild vom Messeauftritt des Technisches Hilfswerk. Auf einer mehr als 600 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche in Halle 17, Stand B42, zeigt das THW neue Entwicklungen aus Sicherheitsforschung und Einsatzpraxis.

Der Bundesinnenminister hob dabei die langfristige Bedeutung staatlicher Investitionen hervor: „Mit dem ‚Pakt für den Bevölkerungsschutz‘ investieren wir bis 2029 allein zehn Milliarden Euro in Ausstattung, Ausbildung und Ausbau des Bevölkerungsschutzes. Bei der Ausstattung sind wir auf Innovationen und modernste Technologien angewiesen, wie sie eindrucksvoll auf der Interschutz vorgestellt werden. Die Interschutz bringt wichtige Partner der großen Gemeinschaftsaufgabe Bevölkerungsschutz an einem Ort zusammen. Was hier präsentiert wird, ist weit mehr als die Technik von morgen, es ist die Grundlage unserer Resilienz von morgen.“

Neue Technologien für den Einsatzalltag

Im Mittelpunkt des Rundgangs standen technische Entwicklungen, die die Einsatzfähigkeit des THW künftig stärken sollen. Über dem Stand ist eine starrflügelige Drohne zu sehen, die senkrecht starten und landen kann. Sie eignet sich besonders für Einsätze auf engem Raum und erweitert die Aufklärungsmöglichkeiten der Einsatzkräfte.

Darüber hinaus stellt das THW Forschungsprojekte zur Personenortung mit Künstlicher Intelligenz sowie zur Stromerzeugung mittels Dual-Fuel-Brennstoffzelle (RESCUE) vor. Ergänzt wird der Messeauftritt durch den Transportroboter ROMATRIS und den Erkundungs-Kleinroboter SMURF, die vor allem bei gefährlichen oder schwer zugänglichen Lagen eingesetzt werden können.

Europäische Zusammenarbeit und Ukraine-Hilfe

Ein weiterer Schwerpunkt des THW-Auftritts ist die internationale Kooperation. In den vergangenen vier Jahren hat das THW eine enge Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Zivilschutz aufgebaut. Auf dem Messestand berichten Vertreter des ukrainischen Zivilschutzes über ihre Erfahrungen aus einem Land im Krieg.

Seit 2022 hat das THW Hilfsgüter, Fahrzeuge und Baumaschinen im Wert von rund 180 Millionen Euro an die Ukraine geliefert. Dazu zählen auch 20-Fuß-Werkstattcontainer, die für Reparatur- und Wartungsarbeiten genutzt werden. In Halle 26, Stand K21, zeigt das THW einen vollständig ausgestatteten Container. Zehn dieser mobilen Werkstätten mit Montagekran wurden bereits an den ukrainischen Grenzschutz und frontnahe Regionen übergeben. Weitere Container sollen folgen. Zwei Einheiten gingen zudem an die Auslandseinheit „Standing Engineering Capacity“ (SEC) des THW.

Infrastrukturtechnik und Nachwuchsarbeit

Ebenfalls in Halle 26 präsentiert das THW auf einer 130 Quadratmeter großen Fläche Ausstattung der Fachgruppe Infrastruktur. Zu sehen sind unter anderem ein Mannschaftstransportwagen sowie ein neuer Tandem-Anhänger mit mobiler Werkstatt.

THW-Vizepräsident Dierk Hansen ordnet den Messeauftritt so ein:
„Auf der Interschutz 2026 zeigt das THW anschaulich, wie wir die Zivilschutztüchtigkeit mit neuer Ausstattung, zeitgemäßer Ausbildung und modernen Unterkünften weiter steigern. Außerdem stellen wir neue, spannende Projekte aus der Sicherheitsforschung vor. Die THW-Jugend e. V. präsentiert das Projekt ‚360° Krisenfest‘, das in interaktiven 360-Grad-Videos spielerisch vermittelt, wie man sich in Notlagen verhält. Ein Oldtimer-Einsatzfahrzeug schlägt den Bogen zur THW-Geschichte.“

Der Besuch des Bundesinnenministers unterstreicht die Rolle des THW als zentrale Säule im deutschen Bevölkerungsschutz. Die auf der Interschutz gezeigten Innovationen verdeutlichen, wie stark Technik, Forschung und internationale Zusammenarbeit inzwischen miteinander verzahnt sind – sowohl für den Zivilschutz im Inland als auch für humanitäre Hilfe im Ausland.

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