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Lehrte: Sieben Feuerwehreinsätze an einem Tag – Brand in E-Lok sorgt für Sperrung

Feuerwehr und Rettungsdienst am Abend im Bereich des MegaHub in Bereitstellung
Feuerwehr und Rettungsdienst am Abend im Bereich des MegaHub in Bereitstellung. - Foto: Feuerwehr Lehrte

Von Türöffnung bis Bahn-Einsatz: Stadtfeuerwehr Lehrte am 24. Juni 2026 stark gefordert

Lehrte. Die Stadtfeuerwehr Lehrte musste am Mittwoch, 24. Juni 2026, zu insgesamt sieben Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken. Neben technischen Hilfeleistungen und Fehlalarmen beschäftigte vor allem ein Brand in einer E-Lok nahe des MegaHubs die Einsatzkräfte. Der Vorfall führte zeitweise zu Einschränkungen im Güterverkehr auf der Schiene.

Einsatzbeginn in der Nacht: Hilfe nach Sturz

Bereits um 2:27 Uhr begann der arbeitsreiche Tag für die Feuerwehr. Die Ortsfeuerwehr Ahlten wurde in den Sonnenweg gerufen, nachdem eine ältere Dame in ihrer Wohnung gestürzt war. Da sie die Haustür nicht mehr selbst öffnen konnte, verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zur Wohnung und betreuten die Frau bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Gefahrgut-Einsatz am Rangierbahnhof

In den frühen Morgenstunden folgte um 3:58 Uhr ein größerer Einsatz auf dem Rangierbahnhof Lehrte. Mehrere Ortsfeuerwehren arbeiteten dort gemeinsam mit dem Gefahrgutzug der Region Hannover Ost. Zu diesem Einsatz wurde bereits gesondert berichtet.

Küchenqualm löst Brandmeldeanlage aus

Am Nachmittag um 14:38 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Aligse, Steinwedel und Lehrte in die Straße Am Schwarzen Kamp alarmiert. In einem dort ansässigen Betrieb hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Ursache war schnell gefunden: Dampf aus einem Konvektomaten in der Küche hatte den Alarm ausgelöst. Ein Feuer lag nicht vor, ein Eingreifen war nicht erforderlich.

Müllbrand und Fehlalarm im Bahngebiet

Kurz darauf, um 17:01 Uhr, rückte die Ortsfeuerwehr Lehrte in den Aligser Weg aus. Am Bahndamm brannten mehrere Müllsäcke in einem Gebüsch. Die Flammen konnten mit einem Strahlrohr rasch gelöscht werden.

Nur acht Minuten später folgte der nächste Alarm in die Peiner Heerstraße. Eine Anruferin hatte dort Rauch aus einem Bahnhäuschen gemeldet. Trotz intensiver Suche fanden die Einsatzkräfte keine Brandstelle. Später stellte sich heraus, dass die Rauchentwicklung von dem bereits gelöschten Müllbrand stammte und die Einsatzstelle falsch verortet worden war.

Brand in E-Lok nahe MegaHub

Der aufwendigste Einsatz des Tages folgte um 18:31 Uhr. Die Ortsfeuerwehren Ahlten und Lehrte wurden zu einer gemeldeten brennenden E-Lok im Gleisbereich nahe des MegaHubs am Eisenbahnlängsweg gerufen. Nach ersten Erkenntnissen war es bei der Inbetriebnahme der Lok vermutlich zu einem Kurzschluss gekommen, der ein Feuer im Inneren ausgelöst hatte.

Beim Öffnen der Lok war noch Rauch feststellbar, offene Flammen jedoch nicht mehr. Vermutlich waren diese bereits erloschen, da der Lokführer die Türen vor dem Verlassen geschlossen hatte und somit Sauerstoff fehlte. Die Feuerwehr kontrollierte die Lok umfassend mit Wärmebildkameras, zusätzlich kam eine Drohne zum Einsatz. Nachdem keine Glutnester mehr festgestellt wurden, übergaben die Einsatzkräfte die Lok an den Notfallmanager der Bahn.

Während des Einsatzes war der Güterverkehr auf den betroffenen Gleisen vorübergehend gesperrt. Einschränkungen für den Personenverkehr gab es nicht. Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen nicht vor.

Letzter Einsatz auf der A2 ohne Feststellung

Um 21:02 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Lehrte ein letztes Mal alarmiert. Gemeldet war ein brennender Pkw auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Lehrte und Lehrte Ost in Fahrtrichtung Berlin. Trotz intensiver Suche konnte kein Fahrzeugbrand festgestellt werden, der Einsatz wurde daraufhin abgebrochen.

Einordnung

Sieben Einsätze an einem Tag zeigen, wie vielfältig die Aufgaben der Feuerwehr im Alltag sind – von medizinischer Hilfe über Brandschutz bis hin zu Einsätzen im Bahnbereich. Gerade Fehlalarme und parallele Einsätze erfordern eine hohe Einsatzbereitschaft und gute Koordination der ehrenamtlichen Kräfte.

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