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Messenger-Nachrichten: Jeder fünfte Nutzer fühlt sich häufig überfordert

KI-generiertes Symbolbild zur Nachrichtenflut / Handy / Messengerdienste
Symbolbild: Nachrichtenflut auf dem Smartphone / Messenger / Handy - LGHNews / ki-generiert

Viele haben ein schlechtes Gewissen bei späten Antworten

Berlin – (KI/redaktionell geprüft). Die Menge privater Messenger-Nachrichten wird vielen Menschen in Deutschland zumindest zeitweise zu viel. In einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom gaben 20 Prozent der Messenger-Nutzerinnen und -Nutzer an, sich häufig davon überfordert zu fühlen. Weitere 52 Prozent erleben das manchmal oder selten.

Insgesamt nutzen laut der Umfrage 87 Prozent der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren zumindest gelegentlich privat Messenger-Apps wie WhatsApp, Signal, Telegram oder Threema. Die Angaben zur Überforderung und zum Antwortverhalten beziehen sich auf die befragten Nutzerinnen und Nutzer dieser Dienste.

Ältere berichten häufiger von Überforderung

Unter den Messenger-Nutzerinnen und -Nutzern ab 65 Jahren kennen 78 Prozent das Gefühl, dass ihnen die Nachrichtenmenge zu viel wird. Bei 28 Prozent tritt dies häufig auf. Unter den 16- bis 29-Jährigen berichten insgesamt 68 Prozent davon; 16 Prozent fühlen sich häufig überfordert.

Die Nachrichtenflut wirkt sich auch auf das Antworten aus: 69 Prozent aller befragten Messenger-Nutzerinnen und -Nutzer lassen Nachrichten zumindest gelegentlich länger unbeantwortet, weil es ihnen zu viel wird. Zwölf Prozent passiert das häufig, weiteren 57 Prozent manchmal oder selten.

Schnelle Kommunikation erzeugt auch Antwortdruck

Eine ausstehende Antwort beschäftigt viele auch dann, wenn sie gerade nicht reagieren können. 73 Prozent haben zumindest gelegentlich ein schlechtes Gewissen, wenn sie eine Nachricht nicht sofort beantworten. Elf Prozent kennen dieses Gefühl häufig, weitere 62 Prozent manchmal oder selten.

Drei Viertel der Befragten entschuldigen sich zumindest gelegentlich für verspätete Antworten. 20 Prozent tun dies häufig, weitere 55 Prozent manchmal oder selten.

„Messenger machen Kommunikation schnell und unkompliziert. Für viele sind sie der wichtigste Kanal, um im Alltag Kontakte zu halten, Verabredungen zu organisieren und Absprachen zu treffen“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom. „Gleichzeitig kann daraus leicht das Gefühl entstehen, ständig erreichbar sein und unmittelbar reagieren zu müssen – selbst wenn gerade die Zeit oder der Kopf dafür fehlt. Dabei zeigt sich aber: Viele setzen sich selbst stärker unter Antwortdruck, als sie es von anderen erwarten.“

Verständnis für andere hat Grenzen

Wenn andere nicht sofort reagieren, zeigen 87 Prozent der Messenger-Nutzerinnen und -Nutzer zumindest gelegentlich Verständnis. Allerdings gilt das nicht durchgehend: 21 Prozent haben häufig Verständnis, weitere 66 Prozent nur manchmal oder selten.

Sehr lange Wartezeiten auf Antworten von Freundinnen oder Freunden können nach den Angaben der Befragten auch dazu beitragen, einen Kontakt auslaufen zu lassen oder abzubrechen. Für neun Prozent ist dies häufig ein Grund, für weitere 60 Prozent manchmal oder selten. Die Ergebnisse beschreiben damit unterschiedliche Häufigkeiten und bedeuten nicht, dass eine einzelne verspätete Antwort regelmäßig zum Kontaktabbruch führt.

Telefonische Befragung von 1.006 Personen

Bitkom Research befragte im Auftrag des Digitalverbands 1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 875 Menschen, die privat Messenger-Apps nutzen. Die telefonischen Interviews fanden zwischen der 28. und der 32. Kalenderwoche 2026 statt. Nach Angaben des Verbands ist die Gesamtumfrage repräsentativ.

Gefragt wurde nach der privaten Nutzung von Messenger-Apps sowie danach, wie häufig verschiedene Aussagen zu Messengerchats auf die Befragten zutreffen.

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