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Etwas mehr Parkraum für Schulenburg: Überarbeitete Planung schafft 27 Stellplätze in der Fichtenstraße

Straßenbau
Symbolbild: Straßenbau / Asphaltierungsarbeiten - © Müller/LGHNews

Stadt Langenhagen setzt politischen Beschluss um und verbindet Verkehrssicherheit mit tragfähigem Kompromiss

Langenhagen (pm/redk). Die Stadt Langenhagen hat die Ausbauplanung für die Fichtenstraße im Ortsteil Schulenburg erneut angepasst und damit die Grundlage für 27 öffentliche Stellplätze geschaffen. Durch eine gezielte Überarbeitung der Ausführungsplanung konnte die ursprünglich reduzierte Stellplatzanzahl deutlich erhöht werden. Die Bauarbeiten beginnen planmäßig am 7. April 2026.

Überarbeitete Planung bringt etwas mehr Stellplätze

Im Zuge der Ausführungsplanung für den Ausbau der Fichtenstraße hatte eine technische Prüfung zunächst ergeben, dass lediglich 20 öffentliche Stellplätze regelkonform umsetzbar seien. Grund dafür waren Vorgaben aus geltenden Regelwerken, unter anderem zu Sicherheitsabständen, Grundstückszufahrten und erforderlichen Fahrgeometrien. Diese Vorgaben sind insbesondere im Hinblick auf Verkehrssicherheit und die Durchfahrbarkeit für Rettungsfahrzeuge verbindlich.

Die nun vorliegende überarbeitete Planung ermöglicht es, insgesamt 27 Stellplätze im öffentlichen Straßenraum zu realisieren. Damit wird die politisch beschlossene Zielgröße so weit wie möglich erreicht.

Initiative zur Nachschärfung der Planung

Auf Initiative von Bürgermeister Mirko Heuer wurde das beauftragte Planungsbüro gebeten, die Planung nochmals kritisch zu überprüfen und bestehende Spielräume innerhalb der technischen Vorgaben konsequent auszuschöpfen. Ziel war es, die Zahl der Stellplätze möglichst nah an den politischen Beschluss heranzuführen, ohne Abstriche bei der Verkehrssicherheit zu machen.

Im Ergebnis gelang es dem Planungsbüro, durch eine präzisere Ausarbeitung der Fahrgeometrien und eine optimierte Anordnung der Parkflächen sieben zusätzliche Stellplätze regelkonform in die Planung zu integrieren. Die neue Lösung stellt sicher, dass das Stellplatzangebot dauerhaft nutzbar und rechtlich zulässig bleibt.

Bürgermeister betont Verantwortung und Kompromiss

Bürgermeister Mirko Heuer bewertet das Ergebnis als verantwortungsvollen Ausgleich zwischen unterschiedlichen Anforderungen:
„Wir haben hier bewusst noch einmal nachgeschärft und das Planungsbüro in die Pflicht genommen, alle Spielräume auszureizen. Das Ergebnis ist sicher nicht die planerisch perfekte Lösung, aber unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein sehr tragfähiger und verantwortungsvoller Kompromiss. Entscheidend ist, dass wir auf Grundlage des politischen Beschlusses die höchstmögliche Anzahl an Stellplätzen schaffen und gleichzeitig die notwendige Verkehrssicherheit gewährleisten.“

Klarstellung zur öffentlichen Diskussion

Die Stadt Langenhagen weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass die in der öffentlichen Diskussion vereinzelt genannte Zahl von rund 50 Stellplätzen auch informelles Parken umfasst. Diese Form des Parkens entspricht nach heutigen Maßstäben nicht den Anforderungen an Verkehrssicherheit und notwendige Durchfahrtsbreiten.

Insbesondere für Rettungsfahrzeuge, Entsorgungsfahrzeuge und den allgemeinen Verkehrsfluss sind klar definierte Fahrbahnbreiten und Abstände zwingend erforderlich. Informelles Parken kann diese Anforderungen nicht erfüllen und stellt daher keine belastbare Grundlage für eine rechtssichere Planung dar.

Ziele des Ausbaus bleiben unverändert

Der Baubeginn für den Ausbau der Fichtenstraße ist weiterhin für den 7. April 2026 vorgesehen. Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit im Ortsteil Schulenburg nachhaltig zu verbessern, die Aufenthaltsqualität im Straßenraum zu erhöhen und die Fichtenstraße insgesamt zukunftsfähig zu gestalten.

Neben der Neuordnung des ruhenden Verkehrs sollen klare Strukturen geschaffen werden, die sowohl den Anwohnerinnen und Anwohnern als auch dem Durchgangsverkehr zugutekommen. Die Stadt sieht in der überarbeiteten Planung eine ausgewogene Lösung, die den politischen Vorgaben ebenso gerecht wird wie den technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Redaktioneller Hinweis

Als informelles Parken wird das Abstellen von Fahrzeugen außerhalb offiziell ausgewiesener und regelkonformer Stellplätze bezeichnet, etwa auf Fahrbahnrändern, in Einfahrtsbereichen oder auf nicht dafür vorgesehenen Flächen. Diese Parkweise ist häufig nicht rechtssicher, kann die Verkehrssicherheit beeinträchtigen und notwendige Durchfahrtsbreiten, insbesondere für Rettungsfahrzeuge, einschränken.

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