Start Blaulicht Schwerer Unfall in Garbsen: Zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt

Schwerer Unfall in Garbsen: Zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt

Verkehrsunfalldienst
Symbolbild: Verkehrsunfalldienst / Unfall - © Müller/LGHNews

Kollision an Kreuzung „Auf der Horst“ und Schönebecker Allee sorgt für Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften

Garbsen (pm/redk). Ein schwerer Verkehrsunfall hat in der Nacht zu Samstag in Garbsen zwei lebensgefährlich Verletzte gefordert. An einer Kreuzung kollidierten ein Rover MINI und ein Mercedes-Benz, nachdem der mutmaßliche Unfallverursacher eine rote Ampel missachtet hatte. Neben den beiden Schwerstverletzten wurden vier weitere Personen leicht verletzt. Die Polizei Hannover ermittelt zum genauen Unfallhergang.

Unfall in der Nacht zum Samstag

Der Verkehrsunfall ereignete sich in der Nacht von Freitag, 20. März 2026, auf Samstag, 21. März 2026, gegen 01:15 Uhr im Stadtgebiet von Garbsen. Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war ein 18-jähriger Fahrer mit einem Rover MINI auf der Straße „Auf der Horst“ in Richtung Ortskern unterwegs. Mit im Fahrzeug saßen ein 16-jähriger Beifahrer sowie eine ebenfalls 16-jährige Mitfahrerin.

Zur gleichen Zeit befuhr ein 41-jähriger Mann mit einem Mercedes-Benz die Schönebecker Allee in Richtung Planetenring. In seinem Fahrzeug befanden sich zudem ein 36-jähriger Beifahrer und eine 30-jährige Mitfahrerin.

Rotlicht missachtet – folgenschwere Kollision

Im Kreuzungsbereich der Straße „Auf der Horst“ mit der Schönebecker Allee kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Nach Angaben der Polizei missachtete der Fahrer des Rover MINI das für ihn geltende rote Ampelsignal und stieß mit dem bevorrechtigten Mercedes-Benz zusammen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden der 18-jährige Fahrer des Rover sowie sein 16-jähriger Beifahrer lebensgefährlich verletzt. Die beiden weiteren Insassen der beteiligten Fahrzeuge erlitten nach ersten Erkenntnissen leichte Verletzungen.

Polizei trifft zufällig zuerst ein

Besonders bemerkenswert: Ein Streifenwagen der Polizei Hannover befand sich zufällig in der Nähe und traf noch vor Eingang eines Notrufs an der Unfallstelle ein. Die eingesetzten Beamten leiteten umgehend erste Maßnahmen ein und alarmierten weitere Rettungskräfte.

Die lebensgefährlich verletzten jungen Männer wurden nach der Erstversorgung vor Ort in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch die übrigen vier Fahrzeuginsassen benötigten medizinische Behandlung und wurden mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser transportiert.

Sachschäden an Infrastruktur

Neben den erheblichen Schäden an den beiden Fahrzeugen wurden durch den Unfall auch Teile der Verkehrsinfrastruktur beschädigt. Im unmittelbaren Bereich der Kreuzung wurden ein Ampelmast sowie ein Verteilerkasten in Mitleidenschaft gezogen. Die Reparaturarbeiten könnten nach Einschätzung der Polizei Auswirkungen auf den Verkehr und die Signaltechnik an der Kreuzung haben.

Stundenlange Spurensicherung

Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat noch in der Nacht umfangreiche Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Dazu wurden mehrere Stunden lang intensive Spurensicherungsmaßnahmen an der Unfallstelle durchgeführt. Der Kreuzungsbereich war währenddessen teilweise gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen führte.

Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf die genaue Unfallursache, mögliche weitere Verkehrsverstöße sowie die Eigentumsverhältnisse des unfallverursachenden Fahrzeugs. Auch die Höhe des entstandenen Gesamtschadens war zunächst Gegenstand laufender Untersuchungen.

Appell der Polizei an Verkehrsteilnehmende

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahren von Rotlichtverstößen hin. Gerade in den Nachtstunden, wenn Straßen vermeintlich frei erscheinen, werde die Gefahr häufig unterschätzt. Kreuzungen gehörten weiterhin zu den unfallträchtigsten Bereichen im Straßenverkehr.

Verkehrsteilnehmende werden gebeten, Lichtsignalanlagen strikt zu beachten und ihre Geschwindigkeit stets den örtlichen Gegebenheiten anzupassen, um schwere Unfälle wie diesen zu vermeiden.

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