Schulausfall in der Region Hannover
Hannover/Region (pm/redk). Region Hannover. Wegen der angekündigten extremen Wetterlage fällt am Freitag, 9. Januar, der Präsenzunterricht an allen allgemeinbildenden Schulen in der gesamten Region Hannover einschließlich der Landeshauptstadt aus. Betroffen sind alle Klassenstufen von der ersten Klasse bis zum 13. Jahrgang. An den berufsbildenden Schulen findet Distanzunterricht statt. Über den Schulbetrieb ab Montag wird noch beraten.
Widrige Wetterbedingungen als Auslöser
Hintergrund der Entscheidung ist eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Neuschnee in der Nacht zu Freitag. In Verbindung mit zunehmendem Wind werden teils starke Schneeverwehungen erwartet. Zudem kann es verbreitet zu Glatteis kommen. Die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie des Schulpersonals steht im Vordergrund.
Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Auch der öffentliche Personennahverkehr kann von den Wetterbedingungen beeinträchtigt werden. Im Stadtbahnverkehr ist bei Extremwetter damit zu rechnen, dass einzelne Weichen trotz eingeschalteter Weichenheizungen einfrieren. Diese werden durch den Bereitschaftsdienst wieder gangbar gemacht, dennoch kann es zu Abweichungen vom Fahrplan kommen. Für die Aufrechterhaltung des Betriebs ist ein möglichst durchgehender Verkehr erforderlich, um ein Einschneien der Gleise oder das Vereisen der Fahrleitungen zu verhindern.
Der Busbetrieb hängt von der Befahrbarkeit der Straßen ab. Sollte eine sichere Nutzung der Straßen und Busanlagen nicht mehr möglich sein, kann der Betrieb eingestellt werden. Informationen dazu veröffentlicht die ÜSTRA zeitnah auf ihrer Internetseite und über ihre Social-Media-Kanäle.
Im Bereich der S-Bahn sind witterungsbedingte Ausfälle, etwa durch Weichenstörungen oder vereiste Oberleitungen, ebenfalls nicht ausgeschlossen. Bei starken Beeinträchtigungen kann es zu Streckensperrungen durch den Netzbetreiber kommen. Auch hierzu erfolgen aktuelle Hinweise online.
Schutzangebote für obdach- und wohnungslose Menschen
Der angekündigte Schneefall und die sinkenden Temperaturen stellen insbesondere obdach- und wohnungslose Menschen vor große Herausforderungen. In der Region Hannover stehen mehrere Tagesaufenthalte zur Verfügung, die Schutz vor der Witterung bieten und Möglichkeiten zum Aufwärmen schaffen. Teilweise werden auch Getränke und kleine Mahlzeiten angeboten. Dazu zählen unter anderem Einrichtungen der Caritas, der Diakonie, der SeWo, der ZBS sowie weitere Tagesaufenthalte in Hannover und dem Umland.
Zusätzlich bleiben die bekannten Anlaufstellen der Landeshauptstadt Hannover durchgehend geöffnet. Dazu gehören Übernachtungsmöglichkeiten wie die Notschlafstelle am alten Flughafen sowie Tagesaufenthalte. Menschen, die keine Unterbringung wünschen, können in U-Bahn-Stationen Unterschlupf finden. Eine Übernachtungsmöglichkeit wird durch die ÜSTRA in der Station Kröpcke angeboten, sobald die Außentemperatur unter drei Grad Celsius liegt.
Auch im Winter 2025/2026 sind die Kältebusse von Caritas, Johannitern und Maltesern im Einsatz. Sie fahren im Wechsel feste Standorte an, bieten warme Mahlzeiten sowie medizinische Basisversorgung und stehen beratend zur Seite, um bei Bedarf weiterführende Hilfe zu vermitteln.










