
Nur jeder Fünfte sichert regelmäßig Daten – einfache Backups schützen vor Technikdefekten und Cyberangriffen
Bonn (pm/redk). „Ob Familienfotos, Kontakte oder Dokumente – auf unseren Computern, Smartphones und Tablets sind unzählige wichtige Daten gespeichert. Erleidet das Gerät einen technischen Defekt, gehen diese jedoch verloren. Dasselbe kann im Falle eines Cyberangriffs oder durch menschliche Fehler der Nutzenden geschehen. Daher lohnt es sich, die Daten mithilfe eines Backups zu sichern“, erklärt Marie Menke, Expertin für Verbraucherschutz beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Nach Angaben des BSI zählen technische Defekte, Schadsoftware, Ransomware-Angriffe und versehentliches Löschen zu den häufigsten Ursachen für Datenverluste. Ohne aktuelle Sicherung lassen sich viele Inhalte nicht oder nur mit großem Aufwand wiederherstellen.
Cloud oder externe Festplatte – mehrere Wege zum Backup
Grundsätzlich stehen Verbraucherinnen und Verbrauchern zwei gängige Möglichkeiten zur Datensicherung zur Verfügung: Cloud-Backups oder physische Speichermedien wie externe Festplatten. Beide Varianten haben Vorteile und lassen sich auch miteinander kombinieren.
Wer seine Daten in der Cloud speichert, sollte auf einen seriösen Anbieter achten. Eine kurze Recherche über Suchmaschinen, Kundenbewertungen und Sicherheitsstandards kann bereits helfen, die Vertrauenswürdigkeit einzuschätzen. Wichtig ist zudem, sichere Passwörter und – wenn möglich – eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen.
Bei physischen Speichermedien empfiehlt das BSI, diese nicht am selben Ort aufzubewahren wie das gesicherte Gerät. Eine externe Festplatte sollte beispielsweise getrennt vom Computer gelagert werden. So bleibt die Datensicherung auch bei Einbruch, Brand oder Wasserschaden erhalten.
Backups einfach in den Alltag integrieren
Viele Betriebssysteme bieten automatische Backup-Funktionen, die regelmäßig im Hintergrund laufen. Damit wird das Thema Datensicherung zur Routine und gerät nicht in Vergessenheit. Wichtig ist, die Sicherungen gelegentlich zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie aktuell und vollständig sind.
Besonders sinnvoll ist die sogenannte 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten, auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, davon eine Kopie an einem anderen Ort. Diese Strategie erhöht die Ausfallsicherheit deutlich.
BSI bietet praktische Anleitungen
Um den Einstieg zu erleichtern, stellt das BSI umfangreiche Informationen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verfügung. Diese zeigen, wie Sicherheitskopien auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen erstellt werden können – vom Smartphone bis zum PC.
Der World Backup Day am 31. März soll daran erinnern, dass Datensicherung ein zentraler Bestandteil digitaler Vorsorge ist. Wer heute ein Backup erstellt, schützt sich morgen vor Datenverlust, Stress und möglichen finanziellen Schäden.
Weitere Hinweise und praktische Anleitungen zur Datensicherung stellt das BSI online bereit.









