Start Hannover und Region Zeckensaison 2026: FSME- und Borreliose-Risiko steigt in ganz Deutschland

Zeckensaison 2026: FSME- und Borreliose-Risiko steigt in ganz Deutschland

Zecke
Zeckengefahr in Parks und Gärten. - Foto: Matthias Falk

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit warnt zum Start der Saison – neue Risikogebiete ausgewiesen, Impfung empfohlen

Köln (pm/redk). Mit den steigenden Temperaturen beginnt in ganz Deutschland die Zeckensaison. Wer sich jetzt im Freien aufhält – im Park, im Garten oder im Wald –, setzt sich wieder einem erhöhten Risiko für Zeckenstiche aus. Diese können Krankheiten wie FSME und Borreliose übertragen. Nach Angaben des Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit sind Zecken längst kein Problem einzelner Regionen mehr.

Zecken kommen bundesweit vor – Risiko auch außerhalb von Risikogebieten

Zecken sind heute in allen Teilen Deutschlands verbreitet. Ein Stich kann ausreichen, um Krankheitserreger zu übertragen. Besonders betroffen sind Menschen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig im Grünen aufhalten – etwa bei der Gartenarbeit, beim Spaziergang oder beim Sport im Freien.

FSME: Impfung bleibt der einzige wirksame Schutz

FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, wird durch Viren verursacht und kann schwere Verläufe haben. Möglich sind Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks. Eine gezielte Behandlung existiert nicht. Schutz bietet ausschließlich eine Impfung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für Menschen in ausgewiesenen Risikogebieten sowie für Personen mit erhöhter Zeckenexposition, etwa in Forst- und Landwirtschaft oder bei Reisen in Risikoregionen im In- und Ausland.

Die Zahl der FSME-Risikogebiete wächst weiter. Neu ausgewiesen wurden 2026 der Landkreis Nordsachsen in Sachsen sowie der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Grundsätzlich gilt jedoch: Zecken sind überall verbreitet, ein Stich ist auch außerhalb dieser Gebiete möglich.

Borreliose und Zeckenschutz: Vorsorge im Alltag entscheidend

Deutlich häufiger als FSME ist die Lyme-Borreliose. Die bakterielle Infektion kann zunächst grippeähnliche Symptome oder eine typische Wanderröte verursachen, später auch Gelenke, Nerven oder das Herz betreffen. Eine Impfung gibt es nicht – umso wichtiger sind Prävention und frühes Erkennen.

Empfohlen werden lange, geschlossene Kleidung, feste Schuhe und das gründliche Absuchen von Haut und Kleidung nach Aufenthalten im Freien. Zecken halten sich vor allem in Gras, Gebüsch und Unterholz auf – sie fallen nicht von Bäumen.

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst schnell entfernt werden, etwa mit einer Pinzette oder Zeckenkarte. Bei Borreliose kann rasches Entfernen das Infektionsrisiko senken. Bei FSME ist das nicht der Fall, da die Viren bereits zu Beginn des Stichs übertragen werden können.

Wer seinen Impfstatus überprüft und Schutzmaßnahmen konsequent umsetzt, kann die warme Jahreszeit dennoch unbeschwert genießen. Gerade für Familien, Outdoor-Sportler und Beschäftigte im Grünen bleibt das Thema Zeckenschutz auch 2026 von hoher Bedeutung.

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