Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal gefordert
Hannover. Gleich zwei größere Wasserrettungseinsätze haben Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst am Samstag in Hannover beschäftigt. Während eine zunächst vermisste Schwimmerin an den Dreiecksteichen in Ricklingen schnell und unverletzt aufgefunden wurde, blieb die Suche nach einer möglicherweise vermissten Person am Maschteich im Stadtteil Mitte ohne Ergebnis.
Vermisste Schwimmerin löst Großeinsatz in Ricklingen aus
Der erste Einsatz begann um 12:15 Uhr im Bereich der Dreiecksteiche am Horst-Schweimler-Weg in Ricklingen. Ein Mann hatte seine Ehefrau als vermisst gemeldet, nachdem er sie beim gemeinsamen Schwimmen plötzlich aus den Augen verloren hatte.
Die Regionsleitstelle Hannover alarmierte daraufhin zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst sowie Spezialkräfte für die Wasserrettung. Am Ufer und auf dem Wasser wurden umgehend umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet.
Neben Booten kamen Feuerwehrtaucher und speziell ausgebildete Strömungsretter zum Einsatz. Auch der Polizeihubschrauber „Phönix“ unterstützte die Suche zeitweise aus der Luft.
Frau nach 20 Minuten wohlbehalten entdeckt
Bereits nach rund 20 Minuten konnte die vermisste Frau an einer anderen Stelle der Dreiecksteiche angetroffen werden. Sie war unverletzt und benötigte keine medizinische Versorgung.
Der Einsatz wurde nach etwa einer halben Stunde beendet. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG vor Ort.
Rollstuhl am Maschteich entdeckt – Person bleibt verschwunden
Noch während die ersten Maßnahmen liefen, wurde die Regionsleitstelle Hannover um 13:00 Uhr über einen weiteren möglichen Notfall informiert. Anlass war ein Fund am Maschteich im hannoverschen Stadtteil Mitte.
Polizeibeamte hatten dort einen verlassenen Rollstuhl sowie Kleidungsstücke unmittelbar am Ufer entdeckt. Der Rollstuhl stand mit den Reifen direkt an der Wasserkante. Eine dazugehörige Person konnte jedoch nicht festgestellt werden.
Aufgrund der unklaren Situation löste die Leitstelle erneut einen Großalarm für die Wasserrettungseinheiten aus.
Suchkette, Hubschrauber und Drohnen im Einsatz
Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst durchsuchten daraufhin den Bereich rund um den Maschteich intensiv. Wegen der geringen Wassertiefe bildeten die Wasserretter eine Suchkette und kontrollierten das Gewässer systematisch.
Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch den Polizeihubschrauber „Phönix“ sowie Drohnen, die zur Lageerkundung und zur Suche entlang der Uferbereiche eingesetzt wurden.
Trotz der umfangreichen Maßnahmen konnte weder im Wasser noch im Umfeld des Teiches eine vermisste Person gefunden werden.
Einsatz nach einer Stunde beendet
Nach rund einer Stunde wurde die Suche ohne Ergebnis eingestellt. Die Polizei Hannover hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Auch bei diesem Einsatz waren rund 40 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG beteiligt.
Einordnung
Wasserrettungseinsätze zählen zu den zeitkritischsten Alarmierungen für die Einsatzkräfte. Bereits bei einem Verdacht auf eine Person in Not werden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet, da jede Minute entscheidend sein kann. Entsprechend groß war die Zahl der eingesetzten Spezialkräfte bei beiden Einsätzen am Samstag.










