Unwettergefahr durch Glatteis in Niedersachsen und Bremen

Schnee/Winterdienst/Glatteis/Schneefall
Symbolbild: Schnee/Winterdienst/Glatteis/Schneefall - Foto: Carl-Marcus Müller / LGHNews

Deutscher Wetterdienst meldet Schnee, gefrierenden Regen und Sturm an der Küste

Offenbach (redk). Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gelangt unter dem Einfluss eines Zwischenhochs derzeit eine kalte bis sehr kalte Luftmasse nach Niedersachsen und Bremen. In der Nacht zum Montag greift von Westen ein Tiefausläufer über. Dieser führt zu einer deutlichen Milderung der Temperaturen, gleichzeitig steigt die Gefahr durch gefrierenden Regen und verbreitetes Glatteis erheblich an.

Wind: Starke bis stürmische Böen im Küstenbereich

Der DWD berichtet, dass in der ersten Nachthälfte zum Montag auf den Inseln und im direkten Küstenumfeld Windböen um 55 km/h (Bft 7) aus Südost auftreten. Auf den Inseln sind vereinzelt stürmische Böen bis 65 km/h (Bft 8) möglich. Im Verlauf des Montagvormittags lässt der Wind wieder nach.

Frost, Schnee und Glätte: Unwetterartige Entwicklungen erwartet

Nach DWD-Angaben herrscht heute auf den Inseln und im Emsland leichter Dauerfrost um -3 Grad, im übrigen Landesgebiet mäßiger Dauerfrost bis etwa -6 Grad. In der Nacht zum Montag sinken die Temperaturen verbreitet auf -7 bis -14 Grad, mit den tiefsten Werten im Osten.

Der Wetterdienst warnt vor verbreiteter Glätte durch überfrierende Nässe oder Reif, im Westen und Südwesten teils auch durch gefrierenden Nebel. In der zweiten Nachthälfte zum Montag setzt im Westen Schneefall ein (1 bis 3 cm, lokal bis 5 cm), der in den Frühstunden in gefrierenden Regen übergeht. Dabei ist mit unwetterartigem Glatteis zu rechnen, das sich im Tagesverlauf ostwärts ausbreitet.

Nebel: Teilweise stark eingeschränkte Sicht

Bevorzugt im Süden und Westen tritt laut DWD Nebel auf, stellenweise mit Sichtweiten unter 150 Metern. Gebietsweise kann sich der Nebel bis in den Nachmittag halten.

Vorhersage für heute (DWD)

Der Deutsche Wetterdienst meldet für heute teils heiteres Wetter, im Westen und Süden bis zum Mittag teils neblig-trüb, überwiegend trocken. Die Höchsttemperaturen liegen an der See um -2 Grad, im Binnenland zwischen -3 und -7 Grad. Zunächst schwacher Wind, später an der Nordsee mäßig bis frisch aus Südost.

In der Nacht zum Montag nimmt die Bewölkung von Westen her zu, an der Nordseeküste setzt Schneefall ein. Die Temperaturen sinken auf -4 bis -11 Grad, an der Küste nimmt der Südostwind deutlich zu.

Vorhersage für Montag (DWD)

Am Montag bleibt es nach DWD-Prognose meist bedeckt. Von Westen her breitet sich Schneefall ostwärts aus, der in gefrierenden Regen übergeht. Es besteht erhebliche Glatteisgefahr. Im Westen geht der Niederschlag später in Regen über, die Glätte taut dort ab. Die Höchstwerte liegen zwischen -1 Grad im Nordosten und +5 Grad im Südwesten. An der See zeitweise starker bis stürmischer Südostwind.

In der Nacht zum Dienstag fällt verbreitet Regen, im Osten zunächst noch gefrierend. Die Temperaturen liegen zwischen +4 Grad im Westen und um 0 Grad im Osten, örtlich weiterhin Glatteisgefahr.

Ausblick auf Dienstag

Für Dienstag erwartet der DWD überwiegend bedecktes und trübes Wetter mit zeitweisem leichtem Regen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 3 und 7 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen, an der Küste zeitweise etwas stärker. In der Nacht zum Mittwoch setzt von Westen her anhaltender Regen ein, bei Tiefstwerten zwischen 1 und 4 Grad.

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