Zahlreiche Kontrollen, Betriebsschließungen und Ermittlungsverfahren zur Kriminalitätsbekämpfung
Hannover (pm/redk). Mit einem umfassenden Schwerpunkteinsatz zur Bekämpfung von Gewaltkriminalität und Drogenhandel hat die Polizeidirektion Hannover in der Nacht von Samstag, 17. Januar, auf Sonntag, 18. Januar 2026, die Sicherheit in der Innenstadt erhöht. Einsatzkräfte kontrollierten zahlreiche Personen und Betriebe, untersagten den Betrieb mehrerer Einrichtungen und leiteten eine Vielzahl von Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Nach Angaben der Polizei waren Kräfte der Polizeistation Raschplatz sowie der Polizeiinspektion Besondere Dienste im gesamten Innenstadtbereich präsent. Ziel des Einsatzes war neben der Strafverfolgung auch die Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung.
Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im öffentlichen Raum
Bereits gegen 20:00 Uhr stellten Einsatzkräfte in der Andreaestraße einen 28-jährigen Mann fest, der in der Fußgängerzone einen Joint konsumierte. Aufgrund eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz wurde ein Verfahren eingeleitet und ein Platzverweis ausgesprochen.
Ein weiterer Schwerpunkt ergab sich gegen 23:15 Uhr in der Bahnhofstraße. Dort beleidigte ein 24-Jähriger eine 24-jährige Polizeikommissarin sowie einen 28-jährigen Polizeikommissar. Bei der anschließenden Identitätsfeststellung leistete der polizeibekannte Mann erheblichen Widerstand und sperrte sich aktiv gegen die Maßnahmen. Die Einsatzkräfte brachten ihn zu Boden und fesselten ihn. Eine Begleitperson solidarisierte sich mit dem Beschuldigten und griff unterstützende Polizeikräfte an. Auch im Polizeigewahrsam leistete der 24-Jährige erneut Widerstand. Die eingesetzten Beamtinnen und Beamten blieben unverletzt. Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen Widerstands und Beleidigung eingeleitet. Er wurde einem Haftrichter zur Prüfung eines beschleunigten Verfahrens vorgeführt.
Am Kröpcke stellten die Einsatzkräfte bei einer 19-Jährigen ein Pfefferspray sicher. Der Besitz stellt einen Verstoß gegen die Waffenverbotszone dar. Zudem wurde ein 16-Jähriger mit zwei Vapes angetroffen, die nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten vernichtet wurden.
Körperverletzungsdelikt vor Diskothek
Gegen 02:10 Uhr kam es vor einer Diskothek in der Rundestraße zu einer Auseinandersetzung. Nach bisherigen Erkenntnissen schlugen und traten drei bis vier unbekannte Täter auf einen 24-jährigen Mann ein. Er blieb offenbar unverletzt. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.
Kontrollen im Gaststätten- und Gewerbebereich
Ein weiterer Fokus des Einsatzes lag auf der Kontrolle von Betrieben. In der Augustenstraße überprüften Einsatzkräfte zwischen 18:15 Uhr und 19:00 Uhr eine Spielhalle. Dabei stellten sie Verstöße gegen die Spielverordnung durch das gleichzeitige Bespielen mehrerer Geräte sowie den Verdacht des Betriebs ohne erforderliche Genehmigung fest. Gegen den 50-jährigen Betreiber wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.
In der Goethestraße kontrollierte die Polizei gegen 22:20 Uhr ein Café. Hierbei wurden unter anderem eine verschlossene Haupteingangstür als Verstoß gegen das Niedersächsische Gaststättengesetz, fehlende Spielerüberprüfungen sowie die unerlaubte Vermittlung von Sportwetten festgestellt. Ein 44-jähriger Betreiber muss sich nun wegen mehrerer Verstöße verantworten.
Gegen 02:35 Uhr untersagten die Einsatzkräfte zudem den weiteren Betrieb eines Clubs in der Reitwallstraße, der trotz einer bestehenden Nutzungsuntersagung der Landeshauptstadt Hannover geöffnet hatte. Gegen den 32-jährigen Betreiber wurde ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen die Niedersächsische Bauordnung eingeleitet.
Verkehrssicherheit im Fokus
Auch die Verkehrssicherheit war Bestandteil des Einsatzes. Gegen 21:40 Uhr stoppten Polizeikräfte in der Bahnhofstraße einen 23-jährigen E-Scooter-Fahrer ohne Versicherungsschutz. Zudem ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,18 Promille. In den frühen Morgenstunden, gegen 02:15 Uhr, wurde im Bereich Lister Meile/Rundestraße ein 27-jähriger E-Scooter-Fahrer unter dem Einfluss von THC und Ecstasy festgestellt. Beide Fahrer zeigten deutliche Ausfallerscheinungen. Es wurden Blutproben entnommen und Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.
Umfangreiche Einsatzbilanz
Insgesamt führten die Einsatzkräfte 151 Identitätsfeststellungen durch und durchsuchten 88 Personen. Dabei stellten sie unter anderem Kokain, Crack, zwei Mobiltelefone, einen Laptop sowie ein Reizstoffsprühgerät sicher. Zudem wurden 13 Platzverweise ausgesprochen und zwei Betriebe, eine Spielhalle und eine Diskothek, geschlossen. Die eingeleiteten Ermittlungsverfahren betreffen unter anderem Körperverletzungsdelikte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigungen, Trunkenheit im Verkehr sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und die Spielverordnung.










