Start Blaulicht Johanniter verstärken Unterstützung der Bundeswehr mit 100 Fahrzeugen für den Verwundetentransport

Johanniter verstärken Unterstützung der Bundeswehr mit 100 Fahrzeugen für den Verwundetentransport

Oliver Meermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe und Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr (v.l.n.r.) stellen gemeinsam die Verwundeten-Transportkomponente 100 der Johanniter vor.
Oliver Meermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe und Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr (v.l.n.r.) stellen gemeinsam die Verwundeten-Transportkomponente 100 der Johanniter vor. - Foto: Bundeswehr / R. Alpers

Neue Verwundeten-Transportkomponente stärkt gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge und zivil-militärische Zusammenarbeit

Berlin/Bonn (pm/redk). Die Johanniter-Unfall-Hilfe baut ihre Unterstützung für die gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge weiter aus. Gemeinsam mit dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr hat die Hilfsorganisation am Freitag in Bonn die neue Verwundeten-Transportkomponente 100 vorgestellt. Bundesweit stellen die Johanniter dafür 100 Krankentransportfahrzeuge für den qualifizierten Verwundetentransport zur Verfügung.

Vorstellung der Verwundeten-Transportkomponente in Bonn

Die Präsentation der sogenannten Verwundeten-Transportkomponente 100 (VTpK-JUH100) fand auf dem Gelände des Bundesministeriums der Verteidigung in Bonn statt. Aus Beständen ihrer Regionalverbände bringt die Johanniter-Unfall-Hilfe 100 Krankentransportfahrzeuge, mindestens vom Typ KTW A, in die neue Komponente ein. Die Fahrzeuge stehen sowohl für Einsätze innerhalb Deutschlands als auch – bei entsprechender Beauftragung – im Bündnisgebiet zur Verfügung.

Einsatz für Bundeswehr und Bevölkerungsschutz

Im Regelfall übernimmt die VTpK-JUH100 den Transport verwundeter Soldatinnen und Soldaten aus sogenannten HUBs, den Aufnahmezentren des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Deutschland. Von dort werden die Patientinnen und Patienten in Krankenhäuser oder andere geeignete medizinische Einrichtungen zur Weiterbehandlung gebracht. Darüber hinaus kann die Komponente auch im Zivil- und Bevölkerungsschutz eingesetzt werden, etwa bei Evakuierungen von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen in Großschadens- oder Krisenlagen.

Beitrag zur Sicherheit und Resilienz

„Mit der Verwundeten-Transportkomponente 100 leisten wir aus eigener Kraft einen sehr konkreten Beitrag zur Sicherheit und Resilienz unseres Landes“, sagte Oliver Meermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe, bei der Vorstellung in Bonn. „Wir zeigen damit, dass wir als Hilfsorganisation bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – partnerschaftlich, pragmatisch und im Einklang mit unseren humanitären Werten.“

Organisation und Personal

Die VTpK-JUH100 basiert auf Fahrzeugen und qualifiziertem Personal aus allen Regionalverbänden der Johanniter. Sie ist zunächst auf eine Einsatzdauer von bis zu drei Monaten ausgelegt. Das eingesetzte Personal rekrutiert sich überwiegend aus dem Ehrenamt. Vorbereitung und Einsätze werden zentral über das Johanniter-Bundeszentrum für Krisenmanagement koordiniert. Nach Angaben der Johanniter kommt es durch die Aufstellung der Komponente zu keinen Einschränkungen des örtlichen Bevölkerungsschutzes.

Bundeswehr betont Bedeutung der Zusammenarbeit

Auch die Bundeswehr misst der neuen Komponente eine hohe Bedeutung bei. „Die aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen machen deutlich: Landes- und Bündnisverteidigung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe“, erklärte Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr. „Deswegen ist eine funktionierende und belastbare zivil-militärische Zusammenarbeit notwendiger denn je. Die Verlässlichkeit ziviler Unterstützung in einem militärischen Verteidigungsszenario ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.“

Humanitäre Unabhängigkeit bleibt gewahrt

Mit der Verwundeten-Transportkomponente 100 unterstreicht die Johanniter-Unfall-Hilfe ihren Anspruch, einen aktiven Beitrag zur gesamtstaatlichen Vorsorge im militärischen wie im zivilen Kontext zu leisten. Zugleich betont die Organisation, dass ihre humanitäre Unabhängigkeit und Neutralität jederzeit gewahrt bleiben.

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