
120 Nachwuchsforschende präsentieren 75 Projekte am Campus Linden der Hochschule Hannover
Hannover (pm/redk). Beim Jugend forscht Regionalwettbewerb Hannover haben 120 Nachwuchsforschende aus Stadt und Region am 18. Februar ihre Projekte am Campus Linden der Hochschule Hannover vorgestellt. 19 Teilnehmende mit 13 Projekten qualifizierten sich für den Landeswettbewerb Niedersachsen.

Bereits zum 61. Mal wird Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb Jugend forscht ausgerichtet. Am Mittwoch, 18. Februar, kamen 120 junge Forschende zum Regionalwettbewerb Hannover an der Hochschule Hannover zusammen. Insgesamt gingen 31 Projekte in der Sparte Jugend forscht für 15 bis 21 Jährige sowie 44 Projekte in der Sparte Jugend forscht junior bis 14 Jahre an den Start.
Erstmals richteten enercity, die Region Hannover und die Hochschule Hannover den Regionalwettbewerb gemeinsam aus.
“Für enercity ist es ein Anliegen, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Neugier und ihren Forschergeist zu entfalten, gerade wenn es um Zukunftsthemen wie Energie und Nachhaltigkeit geht. Die vorgestellten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Energie und Ideen in der nächsten Generation stecken. Fortschritt und echte Lösungen für die Herausforderungen von morgen entstehen nur, wenn wir bereits heute Talente fördern und ihnen eine Bühne geben. Genau deshalb unterstützen wir Jugend forscht“, erklärt Jan Trense, Geschäftsführer enercity Netz.
13 Projekte erreichen den Landeswettbewerb Niedersachsen
Im Rahmen der Feierstunde am 20. Februar wurden die Siegerinnen und Sieger ausgezeichnet. 19 Teilnehmende mit 13 Projekten erhielten neben Geld und Sachpreisen auch die Qualifikation für den Landeswettbewerb Niedersachsen.
„Es war beeindruckend zu erleben, mit welcher inhaltlichen Bandbreite und Ernsthaftigkeit sich die Teilnehmenden den drängenden Zukunftsfragen unserer Zeit widmen. Von technologischen Innovationen über Nachhaltigkeit bis hin zu gesellschaftlichen Herausforderungen zeigen die Projekte eine bemerkenswerte Vielfalt und Innovationskraft. Genau diese Offenheit und dieser Mut zum Forschen machen Jugend forscht so wertvoll. Für uns als Hochschule Hannover ist es daher eine große Freude, diesen Wettbewerb zu unterstützen und den jungen Wissenschaftsgeist an unserem Campus erleben zu dürfen“, skizziert Prof. Dr. Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover.
Landwirtschaft trotz Wassermangel
Im Fachgebiet Biologie bei Jugend forscht junior überzeugten unter anderem Thomas Lütke Entrup und Henri Loos von der St.-Ursula-Schule Hannover. In ihrem Projekt „Landwirtschaft trotz Wassermangel – dank Hydrogel?“ untersuchten sie, ob Hydrogele die Wasserspeicherfähigkeit von Böden verbessern und so Pflanzenwachstum unter Trockenbedingungen fördern können.
Dazu stellten sie Hydrogele aus Gelatine, Agar und dem Cellulosederivat HEC her und prüften Umweltverträglichkeit sowie Wirkung. Mit dem HEC Hydrogel ließ sich das Wachstum von Kresse bei sehr geringer Bewässerung um etwa zehn Prozent steigern.
Effizienteres Recycling von Lithium Ionen Batterien
In der Sparte Jugend forscht setzten sich Kseniia Skrynnyk und Anna Ilyushonak vom Gymnasium Schillerschule Hannover im Fachgebiet Chemie durch. Ihr Projekt „LiClair: Ausfällung von reinem Lithiumcarbonat im Recycling von Lithium Ionen Batterien“ widmet sich einer zentralen Herausforderung nachhaltiger Energieversorgung.
Untersucht wurde, wie aus im Recyclingprozess entstehendem Lithiumsulfat möglichst reines Lithiumcarbonat ausgefällt werden kann. Analysiert wurden Reaktionszeit, Kupferverunreinigungen und Kristallisationskeime im Hinblick auf Ausbeute und Reinheit. Mithilfe von AAS und XRD Analysen bestimmten die Schülerinnen die Produktqualität und identifizierten geeignete Bedingungen für besonders reines Lithiumcarbonat.
Lösungen für die Herausforderungen von morgen
Weitere prämierte Projekte befassten sich unter anderem mit effizienterem Fliegen, der optimalen Kühlung von Getränken oder der Verbreitung infektiöser Partikel in öffentlichen Verkehrsmitteln.
„Die Region Hannover gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern des Jugend-forscht-Regionalwettbewerbs zu ihren herausragenden Leistungen! Aber nicht nur die ausgezeichneten Projekte beweisen, wie viel innovatives Potenzial in unserer Region steckt – wir freuen uns besonders, dass so viele junge Menschen mit Begeisterung an Lösungen für die Herausforderungen von morgen arbeiten. Den Siegern wünschen wir viel Erfolg beim Landeswettbewerb!“, erklärt Alexander Skubowius, Fachbereichsleiter Wirtschafts und Beschäftigungsförderung der Region Hannover.
Für die qualifizierten Teams der Sparte Jugend forscht geht es vom 16. bis 18. März in Clausthal-Zellerfeld um die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Herzogenaurach. Die Siegerinnen und Sieger aus Jugend forscht junior präsentieren ihre Projekte vom 9. bis 11. April beim Landeswettbewerb in Einbeck.









