
Stadt lädt vom 16. bis 27. März zu Gesprächen, Vorträgen, Filmabend und Familienangeboten ein
Langenhagen (pm/redk). Mit zahlreichen Veranstaltungen beteiligt sich die Stadt Langenhagen auch 2026 an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Vom 16. bis 27. März laden Stadtverwaltung und lokale Initiativen dazu ein, sich mit Rassismus auseinanderzusetzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und ein Zeichen für Vielfalt und Respekt zu setzen.
„Rassismuskritische Arbeit gelingt am besten, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen – offen, mutig und auf Augenhöhe. Die Aktionswochen zeigen, wie viele Menschen in Langenhagen sich engagieren, Verantwortung übernehmen und gemeinsam für ein wertschätzendes Miteinander einstehen“, betont Justyna Scharlé, Beauftragte für Integration und Chancengleichheit.
Auftakt mit Kinderangebot und Filmabend
Den Auftakt am Montag, 16. März, bildet zunächst ein Angebot für Kinder im Grundschulalter. Das Kamishibai Erzähltheater „Die Farbe der Haut mit allen Sinnen“ lädt dazu ein, Vielfalt spielerisch zu entdecken und erste Impulse zu diesem Thema mitzunehmen.
Am Abend folgt im Kino Cinemotion Langenhagen die Filmvorführung „Queen of Katwe“. Der Film erzählt die wahre Geschichte eines Mädchens aus Uganda, das mit Mut, Talent und Unterstützung seinen eigenen Weg findet.
Im Anschluss gibt der Verein Kuyamba Kinderhilfe Uganda Einblicke in seine Arbeit vor Ort. Vorgestellt werden unter anderem Bildungspatenschaften und Projekte, die Familien langfristig unterstützen. Besucher können zudem landestypischen ugandischen Tee probieren.
„Unsere Arbeit zeigt, wie viel Kraft in echter Unterstützung steckt. Jeder kleine Beitrag kann ein Leben verändern – und genau das möchten wir an diesem Abend erfahrbar machen“, erläutert Denis Stehr, der zu den Mitgründern des Vereins zählt.
Austausch im Elterncafé und digitales Zeitzeugengespräch
Am Dienstag, 17. März, lädt das Mehr Generationen Haus zum Elterncafé unter dem Titel „Stark von Anfang an – gemeinsam durch die ersten Jahre“ ein. Stadtteilmutter Sarah Rhayem und Diversity Trainerin Jerosolima Lopez bieten Eltern Raum für Austausch und Fragen rund um den Familienalltag.
Ein besonderer Programmpunkt folgt am Mittwoch mit einem digitalen Zeitzeugengespräch mit Dr. Michaela Vidláková, Überlebende des Konzentrationslagers Theresienstadt. Sie berichtet über ihre persönlichen Erfahrungen und die Bedeutung von Erinnerungsarbeit.
„Frau Vidláková zuzuhören, ist zutiefst bewegend und berührt auf eine eindringliche Weise“, berichtet Annika Eskera von der VHS Langenhagen.
Vortrag zu Sinti und Roma sowie Tablequiz
Am Donnerstag, 19. März, stehen zwei Veranstaltungen auf dem Programm. In der Volkshochschule lädt der Beirat für Integration und Chancengleichheit zu einem Vortrag der Business Coach und Trainerin Frédérique Anthierens ein. Thema sind Geschichte und Lebensrealität von Sinti und Roma.
„Welche Bilder haben wir im Kopf, wenn wir an Sinti und Roma denken – und woher kommen sie eigentlich? Der Vortrag lädt dazu ein, verbreitete Mythen zu hinterfragen und einen differenzierten Blick auf die Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma in der Gesellschaft zu werfen“, erklärt Anthierens.
Parallel findet im Mehr Generationen Haus das Tablequiz „Bunt gewinnt!“ statt. Teilnehmende können ihr Wissen testen und sich zugleich über Vielfalt austauschen.
„Beim Tablequiz freuen wir uns auf alle Menschen, die neugierig sind und Lust haben, Vielfalt auf spielerische Weise zu erleben. Wenn wir miteinander lachen, rätseln und ins Gespräch kommen, entsteht genau das Miteinander, das für mich gelebte Vielfalt ausmacht“, sagt Christine Pfeuffer, Leiterin des Mehr Generationen Hauses.
Familienangebote und Abschluss im Jugendtreff
Am Samstag, 21. März, richtet sich das Programm besonders an Familien. In der Stadtbibliothek gibt es ein Bilderbuchkino mit Bastelangeboten. Gleichzeitig informiert der Beirat für Integration und Chancengleichheit mit einem Stand auf dem Marktplatz über seine Arbeit.
In der darauffolgenden Woche setzt das Angebot „Babys in der Bibliothek“ einen weiteren Schwerpunkt für junge Familien.
Den Abschluss bildet am Freitag, 27. März, der Jugendtreff Wiesenau mit der Veranstaltung „Komm, setz dich! … an unseren Tisch gegen Rassismus“. Bei Snacks und offenen Gesprächen können Jugendliche über Diskriminierungserfahrungen sprechen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
„Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig Engagement in Langenhagen ist – und wie viele Menschen bereit sind, sich aktiv für ein respektvolles, solidarisches Zusammenleben einzusetzen“, fasst das 15 köpfige Organisationsteam aus verschiedenen Einrichtungen zusammen.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Flyer und Plakate liegen im Eingangsbereich des Rathauses sowie bei den Kooperationspartnern aus.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt Langenhagen unter https://www.langenhagen.de/wochen-gegen-rassismus









