Neue Personenunterführung, zusätzlicher Bahnsteig und mehr Kapazität für den Bahnverkehr geplant
Hannover (pm/redk). Der Ausbau des Hauptbahnhofs Hannover nimmt konkrete Formen an, so teilt es die Deutsche Bahn AG mit. Die Vorplanung für die Erweiterung des zentralen Bahnknotens ist abgeschlossen. Mit zusätzlichen Bahnsteigen, einer neuen Personenunterführung und Anpassungen an der Infrastruktur soll der Bahnhof künftig mehr Kapazität bieten und besser auf den Deutschland Takt vorbereitet werden.
Zweite Personenquerung und neuer Bahnsteig geplant
Im Mittelpunkt der Planungen stehen mehrere bauliche Maßnahmen, die sowohl den Fahrgastfluss verbessern als auch den Bahnverkehr leistungsfähiger machen sollen.
Geplant ist unter anderem eine neue Personenunterführung an der Lister Meile. Diese zusätzliche Querung soll für kürzere Umstiegszeiten sorgen und die Wege zwischen den Bahnsteigen verkürzen.
Außerdem ist der Bau eines neuen Mittelbahnsteigs mit den Gleisen 15 und 16 vorgesehen. Künftig sollen dort überwiegend S Bahnen in Richtung Lehrte halten. Dadurch entsteht auf den bestehenden Bahnsteigen mehr Platz für den Fernverkehr.
Anpassungen am Gleissystem und neues Stellwerk
Neben den baulichen Veränderungen für Fahrgäste sind auch umfangreiche Anpassungen an der Bahninfrastruktur geplant. Dazu zählt eine Überarbeitung des Spurplans im Bahnhof. Ziel ist es, die Kapazität zu erhöhen und höhere Einfahrgeschwindigkeiten für Züge zu ermöglichen.
Teil des Projekts ist außerdem die Planung eines neuen Stellwerks, das künftig den Bahnverkehr steuern soll.
Prüfung der Vorplanung durch Experten
Im nächsten Schritt wird die abgeschlossene Vorplanung umfassend geprüft. Diese Bewertung übernehmen sowohl Fachleute der Deutschen Bahn als auch das Eisenbahn Bundesamt. Erst danach folgen die weiteren Planungsschritte.
Parallel dazu untersucht die DB InfraGO zusätzliche Maßnahmen, um den steigenden Fahrgastzahlen im Hauptbahnhof Hannover gerecht zu werden.
Weitere Maßnahmen zur Lenkung der Fahrgastströme
Neben der neuen Unterführung an der Lister Meile wird geprüft, ob die bestehende Personenunterführung, die sogenannte Mall, erweitert werden kann. Zudem wird untersucht, ob zusätzliche Treppenanlagen zu den Bahnsteigen sinnvoll sind, um die Personenströme besser zu verteilen.
Für diese zusätzlichen Untersuchungen läuft derzeit ein eigenes Projekt. Die Vorplanung dafür soll voraussichtlich bis etwa 2029 dauern. Anschließend entscheidet das Unternehmen intern, ob die Maßnahmen umgesetzt werden.
Vorabmaßnahme in Hannover Burg geplant
Parallel zu den langfristigen Planungen laufen bereits erste vorbereitende Projekte im Bahnknoten Hannover. Dazu gehört die Optimierung der Überleitstelle im Bereich Hannover Burg.
Diese Anlage ermöglicht es Zügen, zwischen zwei Gleisen derselben oder einer benachbarten Strecke zu wechseln. Für die vertiefte Planungsphase sind die finanziellen Mittel bereits freigegeben. Eine Ausschreibung soll kurzfristig erfolgen, sodass der Auftragnehmer voraussichtlich Ende 2026 mit den Arbeiten beginnen kann.
Geplant ist unter anderem der Einbau größerer Weichen. Dadurch können Züge in diesem Bereich künftig mit höherer Geschwindigkeit fahren. Gleichzeitig erhöht sich die Betriebsstabilität, weil bei Störungen flexibler auf andere Gleise ausgewichen werden kann.










