Start Hannover und Region Starkes Zeichen für Respekt: Run4Respect spendet Erlös an den Weißen Ring

Starkes Zeichen für Respekt: Run4Respect spendet Erlös an den Weißen Ring

Blaulichtorganisationen übergeben Erlös aus "Run4Respect" an den Weißen Ring in Hannover: (v.l.n.r.) Benjamin Häselbarth, Bereichsleiter Sondereinsatzdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Christoph Bahlmann, Direktor der Feuerwehr Hannover, Gwendolin von der Osten, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Hannover, Steffen Hörning, Landesvorsitzender vom Weißen Ring, und Stefanie Eichel, Geschäftsführerin der Agentur "eichels Event"
Blaulichtorganisationen übergeben Erlös aus "Run4Respect" an den Weißen Ring in Hannover: (v.l.n.r.) Benjamin Häselbarth, Bereichsleiter Sondereinsatzdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Christoph Bahlmann, Direktor der Feuerwehr Hannover, Gwendolin von der Osten, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Hannover, Steffen Hörning, Landesvorsitzender vom Weißen Ring, und Stefanie Eichel, Geschäftsführerin der Agentur "eichels Event". - Quelle: Polizeidirektion Hannover

Blaulichtorganisationen übergeben in Hannover rund 3.800 Euro zur Unterstützung von Gewaltopfern

Hannover (pm/redk). Mit einem gemeinsamen Zeichen gegen Gewalt und für gesellschaftlichen Zusammenhalt haben hannoversche Blaulichtorganisationen den Erlös des Aktionslaufs „Run4Respect“ an den Weißen Ring übergeben. Vertreter der Feuerwehr Hannover, der Johanniter-Unfall-Hilfe, der Polizeidirektion Hannover sowie der Agentur eichels Event überreichten am Dienstag, 31. März 2026, in der Landeshauptstadt rund 3.800 Euro an die Opferhilfsorganisation. Das Geld stammt aus dem erstmals im vergangenen Jahr durchgeführten Lauf, bei dem mehrere hundert Teilnehmende ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt an Einsatzkräften gesetzt hatten.

Erlös aus erstem Run4Respect offiziell übergeben

Bereits im Oktober 2025 hatten mehrere hundert Läuferinnen und Läufer in Hannover am „Run4Respect“ teilgenommen. Entlang der Strecke setzten sie ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für Solidarität mit angegriffenen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Nun folgte das nächste starke Signal: Der Erlös des Aktionslaufs in Höhe von exakt 3.788 Euro wurde am Dienstagnachmittag offiziell an den Weißer Ring übergeben.

Mit der Spende soll die wichtige Arbeit der Organisation unterstützt werden, die Opfer von Gewalt mit Beratung, Begleitung und konkreter Hilfeleistungen unterstützt – auch in der Region Hannover.

Feuerwehr und Rettungsdienste fordern Haltung und Respekt

Christoph Bahlmann, Direktor der Feuerwehr Hannover, betonte bei der Übergabe die Bedeutung der Aktion: „Es ist ein paradoxes und trauriges Phänomen, dass Rettungskräfte beim Helfen und Retten behindert oder gar angegriffen werden. Wir laufen nicht nur für die Fitness, sondern für eine Haltung. Respekt sollte kein Bonus sein, sondern die Grundvoraussetzung für unsere Arbeit. Dass wir heute diese Summe übergeben können, ist ein toller Erfolg der Gemeinschaft.“

Auch Michael Homann von der Johanniter-Unfall-Hilfe hob die gesellschaftliche Verantwortung hervor: „Im Rettungsdienst erleben unsere Mitarbeitenden tagtäglich Situationen, in denen Emotionen hochkochen, doch das darf nicht in Aggression umschlagen. Der ‚Run4Respect‘ verbindet sportlichen Ehrgeiz mit einer klaren Botschaft für Respekt und Mitgefühl. Wir sind stolz darauf, Teil dieser Allianz zu sein und durch den Erlös die wichtige Arbeit des Weißen Rings zu stärken.“

Alarmierende Zahlen zu Gewalt gegen Einsatzkräfte

Hintergrund des Engagements ist eine besorgniserregende Entwicklung. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für das Jahr 2025 einen neuen Höchststand bei Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte in der Region Hannover aus. Insgesamt wurden 1.129 Fälle registriert, nachdem die Zahlen bereits seit 2021 mit 938 Fällen kontinuierlich gestiegen waren.

Auch bei Feuerwehr und Rettungsdiensten zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Zahl der registrierten Gewalttaten stieg in der Region Hannover von 68 Fällen im Jahr 2024 auf 98 Fälle im Jahr 2025. Dabei handelt es sich überwiegend um Widerstandshandlungen, tätliche Angriffe, Körperverletzungen und Bedrohungen. Einsatzkräfte geraten damit immer häufiger während ihrer lebenswichtigen Arbeit ins Visier von Gewalt.

Polizei sieht Rückhalt in der Bevölkerung

Gwendolin von der Osten, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Hannover, unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Laufs:
„Gewalt gegen diejenigen, die jeden Tag für die Sicherheit unserer Gesellschaft den Kopf hinhalten, ist absolut inakzeptabel. Als Polizei schützen wir das Recht auf körperliche Unversehrtheit – dieses Recht gilt selbstverständlich auch für unsere Kolleginnen und Kollegen. Der ‚Run4Respect‘ macht dieses Problem sichtbar und zeigt unseren Kolleginnen und Kollegen, dass der Rückhalt in der Bevölkerung groß ist. Mit der Spende an den Weißen Ring schließt sich der Kreis: Wir unterstützen damit direkt die professionelle Hilfe für Opfer von Gewalt.“

Nächster Run4Respect bereits angekündigt

Organisiert wurde der Lauf von der Agentur eichels Event. Geschäftsführerin Stefanie Eichel kündigte bereits die Fortsetzung an: „Für uns als Veranstalter ist der ‚Run4Respect‘ eine Herzensangelegenheit, um denjenigen den Rücken zu stärken, die täglich für unsere Sicherheit und Gesundheit im Einsatz sind. Die beeindruckenden Teilnehmerzahlen und die heutige Spendensumme motivieren uns enorm für die Zukunft: Wir freuen uns darauf, am 25. August 2026 gemeinsam mit der Stadtgesellschaft das nächste lautstarke Signal für Respekt und gegen Gewalt zu setzen.“

Der Run4Respect soll damit auch künftig Aufmerksamkeit schaffen, Haltung zeigen und konkrete Hilfe ermöglichen – für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften und für die Unterstützung von Opfern von Gewalt.

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