Start Hannover und Region Neuer Gründungsimpuls für Hannover: „zebra“ stärkt Unternehmergeist an zwei Hochschulen

Neuer Gründungsimpuls für Hannover: „zebra“ stärkt Unternehmergeist an zwei Hochschulen

Auftakt für das zebra: Gemeinsames Gründungszentrum von TiHo und HsH stellt sich vor
Auftakt für das zebra: Gemeinsames Gründungszentrum von TiHo und HsH stellt sich vor. - Foto: TiHo Hannover

Gemeinsames Zentrum von Hochschule Hannover und TiHo vernetzt Forschung, Lehre und Start-ups

Am 10. April 2026 haben die Hochschule Hannover und die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover in Hannover das gemeinsame Gründungszentrum „zebra“ offiziell gestartet, gefördert mit 2,12 Millionen Euro.

Gemeinsames Gründungszentrum für Hannover

Hannover. Mit dem neuen Gründungszentrum zebra bündeln zwei der größten Hochschulen Hannovers ihre Kompetenzen, um Gründungen aus Wissenschaft und Studium gezielt voranzubringen. Das gemeinsame Projekt der Hochschule Hannover und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover wird mit 2,12 Millionen Euro gefördert und soll bis 2030 unternehmerisches Denken nachhaltig an beiden Einrichtungen verankern.

auftakt für das zebra: gemeinsames gründungszentrum von tiho und hsh stellt sich vor.
auftakt für das zebra: gemeinsames gründungszentrum von tiho und hsh stellt sich vor. – foto: tiho hannover

Startschuss für hochschulübergreifende Zusammenarbeit

Am 10. April 2026 fiel der offizielle Startschuss für zebra – das „Zentrum für Entrepreneurship, Business, Research und Academia“. Ziel ist es, Studierende, Forschende und Alumni für unternehmerisches Handeln zu sensibilisieren, sie zu qualifizieren und aktiv bei der Gründung eigener Unternehmen oder Start-ups zu begleiten. Dabei werden die komplementären Stärken beider Hochschulen zusammengeführt: Die Hochschule Hannover bringt ihre langjährige Expertise im Bereich Entrepreneurship ein, während die TiHo ihre ausgeprägte Forschungskompetenz beisteuert.

Förderung durch Land Niedersachsen und VolkswagenStiftung

Finanziert wird das Projekt durch das Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung im Rahmen des Programms zukunft.niedersachsen. Insgesamt stehen 2,12 Millionen Euro zur Verfügung, um Strukturen für Gründungen aus der Wissenschaft aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Gesellschaftlich relevante Forschung im Fokus

TiHo-Präsident Professor Dr. Klaus Osterrieder betont die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums: „Mit dem Projekt zebra wollen wir aktiv Talente fördern und für Ausgründungen vorbereiten. Dabei bringen wir die Stärken unserer Hochschuleinrichtungen zusammen, um Forschende – seien es Studierende, Alumni oder angestellte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – mit den richtigen Experten für Entrepreneurship und Transfer zusammenzubringen.“ Besonders in der Tiermedizin bearbeite die TiHo Themen von hoher gesellschaftlicher Relevanz, etwa nachhaltige Nahrungsmittelproduktion, die Transformation der Landwirtschaft, klinische Medizin sowie die Nutzung von Patientendaten für die Forschung. Leitbild sei dabei das One-Welfare-Prinzip, also das Wohlergehen von Mensch, Tier und Umwelt.

Rückenwind für Innovation und Start-ups

Auch HsH-Präsident Professor Dr. Josef von Helden sieht in zebra einen wichtigen Impuls: „Diese Kooperation ist für uns ein echter Gewinn. Unterschiedliche Stärken kommen hier auf ideale Weise zusammen und eröffnen neue Wege für Ausgründungen aus der Forschung.“ Das gemeinsame Zentrum verbessere die Rahmenbedingungen für innovative Gründungsvorhaben und stärke langfristig den Gründungsgeist an der Hochschule Hannover.

Unterstützung kommt auch aus der Landespolitik. Staatssekretär Professor Dr. Joachim Schachtner erklärt: „Wenn wir Niedersachsen als Innovationsstandort stärken wollen, müssen wir den Mut zur Gründung früh fördern. Hochschulen spielen dabei eine Schlüsselrolle.“

Drei Säulen unter einem Dach

Das inhaltliche Konzept für zebra wurde von Professor Dr. Michael Pees (TiHo) und Professor Dr. Christian Lehmann (HsH) entwickelt. Es basiert auf drei Säulen: Gründungssensibilisierung und -qualifizierung, individuelles Gründungscoaching für Hochschulangehörige und Alumni sowie die Begleitung von Spin-offs aus der Forschung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Chancengleichheit sowie Gender- und Diversitätsaspekten. Umgesetzt wird das Projekt von einem fünfköpfigen Team bis 2030.

Projektleiterin Mahnaz Stavropoulos verweist auch auf die symbolische Bedeutung des Namens: Das Zebra stehe für Eigenständigkeit und Gemeinschaft – und dafür, lieber nachhaltig zu handeln als im Wettbewerb zu stehen.

Teil einer landesweiten Förderlinie

zebra ist eines von sieben Vorhaben, die im Rahmen der Strukturlinie „Profil- und Hochschulstrukturentwicklungen“ gefördert werden. Insgesamt stellen Land Niedersachsen und VolkswagenStiftung rund 15 Millionen Euro bereit, um Gründungsaktivitäten an Hochschulen langfristig auf ein neues Qualitätsniveau zu heben.

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