Bundespolizei verstärkt Präsenz in Bahnhöfen, Zügen und an Flughäfen
In Niedersachsen, Bremen und Hamburg hat die Bundespolizei am Mittwoch einen großangelegten Fahndungstag durchgeführt. Im Mittelpunkt standen stark frequentierte Verkehrsknotenpunkte sowie der grenzüberschreitende Verkehr.
Hannover. Nach Angaben der Bundespolizeidirektion Hannover waren zwischen 8 und 22 Uhr mehr als 800 uniformierte und zivile Einsatzkräfte im Einsatz. Kontrolliert wurden insbesondere Hauptbahnhöfe, Flughäfen sowie der Nah- und Fernverkehr. Ziel war es, gegen Gewalt- und Eigentumskriminalität sowie gegen illegale Migration vorzugehen und zugleich präventiv präsent zu sein.
7.951 Personen und Sachen kontrolliert
Im Verlauf des Fahndungstages kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 7.951 Personen und Sachen, mit einem Schwerpunkt an den Flughäfen. Zudem wurden 55 Aufenthaltsermittlungen durchgeführt und vier Haftbefehle vollstreckt. Die Polizei sprach zwölf Platzverweise aus und registrierte fünf Verstöße gegen Allgemeinverfügungen. An der deutsch-niederländischen Grenze kam es zu zwei Zurückweisungen. Insgesamt wurden 75 Strafanzeigen gefertigt, darunter vier wegen Körperverletzungsdelikten.
Super-Recogniser der Bundespolizei im Einsatz
Neben regulären Kontrollen kamen auch sogenannte Super-Recogniser der Bundespolizei zum Einsatz, die gezielt nach tatverdächtigen oder bereits bekannten Personen suchten. Zusätzlich führten die Beamtinnen und Beamten zahlreiche Zugstreifen durch, um die subjektive Sicherheit der Reisenden zu erhöhen.
Exemplarische Fälle
Im Personentunnel des Hauptbahnhofs Hannover nahmen Bundespolizisten eine 31-jährige Frau fest, gegen die ein Haftbefehl der Berliner Justiz wegen Diebstahls vorlag. Da sie eine Geldstrafe von 1.000 Euro nicht bezahlen konnte, wurde sie in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.
Bei einer Kontrolle in einem Regionalexpress zwischen Wolfsburg und Braunschweig stellten Einsatzkräfte einen offenen Haftbefehl wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz fest. Auch hier folgte die Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt.
In einem ICE von Berlin nach Hannover wurde zudem ein 49-jähriger Mann vorläufig festgenommen, um ein beschleunigtes Strafverfahren einzuleiten.
Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol, zog ein positives Fazit: „Mit dem heutigen direktionsübergreifenden Fahndungstag bin ich sehr zufrieden! Wir haben wieder ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit gesetzt – mit unserer flächendeckenden Präsenz in den drei Bundesländern und unserem konsequenten Vorgehen gegenüber Straftätern und Ordnungsstörern! Von den Reisenden in den Bahnhöfen, an den Flughäfen und in den Zügen haben wir zudem sehr positive Rückmeldungen zu unserem erhöhten Präsenz erhalten.“
Die Bundespolizei kündigte an, auch künftig an Bahnhöfen, in Zügen und an weiteren neuralgischen Punkten verstärkt präsent zu bleiben. Die Maßnahmen sollen fortgesetzt werden.










