Mehr als 220 Einsatzkräfte helfen bei Wasserförderung, Logistik und Technik
Bonn. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt derzeit bundesweit die Feuerwehren bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden. Mehr als 220 THW-Kräfte waren allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden im Einsatz. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Versorgung mit Löschwasser, die Kraftstofflogistik und die technische Unterstützung an den Brandstellen.
THW mit Spezialtechnik an mehreren Einsatzorten
Die Einsatzmöglichkeiten des THW sind vielfältig. Die Helferinnen und Helfer stellen unter anderem Schlauchsysteme für die Löschwasserversorgung bereit und übernehmen die Kraftstoffversorgung von Einsatzfahrzeugen und Geräten. Leistungsfähige Beleuchtungsanlagen kommen außerdem zum Einsatz, wenn Brandstellen ausgeleuchtet werden müssen.
In einigen Regionen erkunden THW-Kräfte die Einsatzgebiete zudem mithilfe von Drohnen. Die Luftaufnahmen liefern den Einsatzleitungen wichtige Informationen über die Lage vor Ort und können die Koordinierung der Löschmaßnahmen unterstützen.
THW-Präsidentin Sabine Lackner würdigte den Einsatz der Ehrenamtlichen: „Ich bin sehr stolz auf unsere Ehrenamtlichen, die im Einsatz gegen das Feuer sowohl ein großes Ausmaß an Fachkompetenzen, als auch ein beeindruckendes Maß an Solidarität und Belastbarkeit zeigen.“
Hürtgenwald: Unterstützung bei rund 30 Hektar großem Waldbrand
Ein Schwerpunkt der aktuellen Einsätze liegt im Hürtgenwald nahe Düren in Nordrhein-Westfalen. Dort unterstützt das THW mit mehreren Ortsverbänden die Feuerwehr bei der Bekämpfung eines Waldbrandes, der sich derzeit auf eine Fläche von rund 30 Hektar erstreckt.
Neben der Versorgung mit Wasser und Kraftstoff übernehmen die THW-Kräfte dort auch Aufgaben in der Fachberatung und bei der Führungsunterstützung. Damit helfen sie den Einsatzleitungen unter anderem bei der Organisation und Koordination der umfangreichen Löscharbeiten.
Wasserförderung über 2,5 Kilometer bei Plauen
Auch südlich von Plauen in Sachsen ist das THW im Einsatz. Dort haben die Helferinnen und Helfer eine rund 2,5 Kilometer lange Wasserförderstrecke aufgebaut, um die Feuerwehr bei der Bekämpfung eines etwa sieben Hektar großen Brandes zu unterstützen.
Über die Strecke können bis zu 2.000 Liter Löschwasser pro Minute transportiert werden. Der Einsatz leistungsfähiger Pumpen ist insbesondere wegen des teilweise schwer zugänglichen Geländes mit steilen Abhängen erforderlich.
Bundesweite Unterstützung der Feuerwehren
Die aktuellen Einsätze zeigen, welche unterschiedlichen Aufgaben das THW bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden übernehmen kann. Die bundesweit eingesetzten Kräfte unterstützen die Feuerwehren vor allem dort, wo spezielle Technik, umfangreiche Logistik oder zusätzliche Führungs- und Unterstützungsleistungen benötigt werden.










