Start Hannover und Region IGS Langenhagen wird Teil des neuen Unterstützungsprogramms

IGS Langenhagen wird Teil des neuen Unterstützungsprogramms

Eine Gemeinschaftsleistung für mehr individuelle Unterstützung: Startklar und die Ausbildungslotsen gehen ab sofort Hand in Hand.
Eine Gemeinschaftsleistung für mehr individuelle Unterstützung: Startklar und die Ausbildungslotsen gehen ab sofort Hand in Hand. - Foto: Region Hannover/Borschel.

Ausbildungslotsen und „Startklar“ begleiten Jugendliche künftig gemeinsam

Hannover/Region/Langenhagen – (KI/redaktionell geprüft). Die Leibniz IGS Langenhagen gehört zu den sechs Schulen, die neu in das Ausbildungslotsen-Programm der Region Hannover aufgenommen werden. Seit dem 1. August arbeiten an insgesamt 18 Schulen die Ausbildungslotsen gemeinsam mit dem Projekt „Startklar“ des Jobcenters Region Hannover, um Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf gezielter zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit soll insbesondere dort ansetzen, wo Jugendliche neben der Berufsorientierung zunächst weitere Unterstützung benötigen. Während die Ausbildungslotsen bei der beruflichen Orientierung, bei Bewerbungen und der Suche nach Praktikums- oder Ausbildungsplätzen helfen, kümmert sich „Startklar“ um soziale und psychische Herausforderungen sowie weitere Belastungen, die den Einstieg in den Beruf erschweren können.

Für die Ausweitung des Ausbildungslosen-Programms stellt die Region Hannover nach eigenen Angaben zusätzlich 200.000 Euro bereit. Dadurch werden sechs weitere Schulen aufgenommen. Neben der Leibniz IGS Langenhagen gehören dazu unter anderem die IGS Seelze und die KGS Laatzen.

An der IGS Langenhagen kommen zwei Angebote zusammen

An den sechs neuen Schulen und an zwölf der 27 Bestandsschulen sind die Ausbildungslotsen seit August jeweils zur Hälfte in beiden Projekten tätig. Dadurch soll die Unterstützung enger miteinander verzahnt werden.

Für Jugendliche bedeutet das nach dem Konzept der Region Hannover, dass soziale Stabilisierung und Berufsorientierung nicht voneinander getrennt betrachtet werden. Statt einer Übergabe zwischen verschiedenen Ansprechpersonen soll möglichst eine durchgängige Begleitung entstehen.

Das Projekt „Startklar“ richtet sich an Jugendliche, die beispielsweise mit sozialen Schwierigkeiten, psychischen Belastungen oder familiären Problemen zu kämpfen haben. Vorgesehen sind unter anderem sozialpädagogische Begleitung, Elternarbeit und die Vermittlung in passende Hilfsangebote.

Die Ausbildungslotsen übernehmen anschließend beziehungsweise parallel die berufliche Orientierung. Dazu gehören Bewerbungstrainings, die Vermittlung von Praktika und Kontakte zu Unternehmen, Berufsbildenden Schulen und Kammern.

Berufsorientierung direkt an der Schule

Die Ausbildungslotsen sind kontinuierlich an den beteiligten Schulen präsent. Sie bieten Gruppenangebote für Klassen und Kleingruppen an und unterstützen Jugendliche individuell bei der Suche nach passenden beruflichen Perspektiven.

Zum Angebot gehören außerdem Berufsorientierungs-Checks in Vorabgangs- und Abgangsklassen. Dabei soll sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler nach dem Schulabschluss eine Anschlussperspektive haben.

Ein individueller Berufswegefahrplan soll Jugendlichen zusätzlich als Orientierung für ihre weitere berufliche Entwicklung dienen.

Nach Angaben der Region Hannover profitieren bereits jährlich mehr als 9.000 Jugendliche von den Ausbildungslotsen. Mit der Erweiterung sollen nun sechs weitere Schulen in das Angebot einbezogen werden.

Region investiert zusätzlich 200.000 Euro

Die sechs neuen Schulen wurden nach Angaben der Region Hannover gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Region Hannover ausgewählt. Berücksichtigt wurden unter anderem der Anteil der Leistungsbeziehenden nach SGB II sowie ein konkreter Unterstützungsbedarf bei der Berufsorientierung.

Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz erklärt: „Bildung ist der Schlüssel für die Fachkräfte von morgen – und damit für die Wirtschaftskraft unserer Region. Mit dieser Kooperation holen wir Jugendliche dort ab, wo sie stehen. Ob sie erst einmal soziale Unterstützung brauchen oder direkt in die Berufsorientierung einsteigen können – am Ende geht es darum, dass jede und jeder eine passende Perspektive findet. Das ist nicht nur eine Investition in ihre Zukunft, sondern auch in die unserer Region.“

Das Jobcenter Region Hannover finanziert „Startklar“ nach Angaben der Region mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. Geschäftsführerin Ana Paula Büsse sagt: „Als Jobcenter Region Hannover ist es unser Ziel, dass möglichst alle Jugendliche in der Region Hannover einen Berufsabschluss erwerben. Denn eine qualifizierte Berufsausbildung bietet die besten Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben, ohne Abhängigkeit von Sozialleistungen. Mit „Startklar“ wollen wir die Jugendlichen so früh wie möglich individueller erreichen und unterstützen. Im Idealfall sind sie die dringend benötigten Fachkräfte von morgen und brauchen nie einen Antrag auf Grundsicherungsgeld zu stellen brauchen.“

Auch die Agentur für Arbeit Hannover beteiligt sich an der Zusammenarbeit. Heike Döpke, Vorsitzende der Geschäftsführung, betont die Bedeutung einer guten Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf: „Der Fachkräftebedarf ist Demografie bedingt weiterhin eine große Herausforderung am Arbeitsmarkt. Nur mit guter Ausbildung gelingt es einem Teil diese Lücke zu füllen. Umso wichtiger ist es, dass wir die jungen Menschen in unseren Schulen, gut auf eine zukunftsfähige Ausbildung vorbereiten und ihnen helfen eine gute Wahl treffen zu können. Dazu trägt die Berufsberatung in enger Zusammenarbeit mit den Lotsen und der Schule bei.“

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