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DRK fordert 24 Stunden Erste-Hilfe-Unterricht pro Schuljahr

Themenfoto: Schulsanitätsdienst des Gutenberg-Gymnasiums in Mainz bei einer Übung zum Welt-Erste-Hilfe-Tag.
Themenfoto: Schulsanitätsdienst des Gutenberg-Gymnasiums in Mainz bei einer Übung zum Welt-Erste-Hilfe-Tag. - Quelle: DRK / Marcus Steinbruecker

Kinder sollen Wiederbelebung sowie Gesundheits- und Krisenkompetenz verbindlich lernen

Berlin – (KI/redaktionell geprüft). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Jugendrotkreuz (JRK) fordern anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tags am 12. September 2026 eine stärkere Verankerung von Erste Hilfe und Wiederbelebung im Schulunterricht. Nach einem gemeinsamen Positionspapier sollen entsprechende Kompetenzen verbindlich in die Bildungspläne aller Bundesländer aufgenommen werden – mit einem Mindestumfang von 24 Unterrichtsstunden pro Schuljahr.

Dabei soll es nach den Vorstellungen von DRK und JRK nicht allein um klassische Erste Hilfe gehen. Vorgesehen sind auch Gesundheitskompetenz sowie Fähigkeiten zur Krisen- und Katastrophenvorsorge. Die Inhalte sollen in bestehende schulische Lernstrukturen integriert werden.

Die Organisationen vertreten die Position, dass diese Fähigkeiten ähnlich selbstverständlich vermittelt werden sollten wie andere grundlegende schulische Kompetenzen.

Wiederbelebung soll frühzeitig vermittelt werden

Einen besonderen Stellenwert räumen DRK und JRK der Laienreanimation ein. Kinder und Jugendliche sollen früh lernen, wie sie bei einem medizinischen Notfall reagieren und mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen können.

DRK-Präsident Hermann Gröhe erklärt: „Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weiterhin zu den häufigsten Todesursachen in der Gesellschaft. Die ersten Minuten bei einem Notfall entscheiden über Leben und Tod. Je mehr Menschen – auch schon Kinder – wissen, wie sie in so einer Lage handeln können, desto mehr Leben werden täglich gerettet.“

Nach Auffassung des DRK könnte eine breitere Ausbildung in Wiederbelebung die Zahl der Menschen erhöhen, die noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Hilfe leisten können.

DRK-Bundesarzt Bernd Böttiger beziffert das mögliche Potenzial deutlich: „Je früher und selbstverständlicher junge Menschen Erste Hilfe lernen, desto sicherer können sie das Gelernte abrufen. Jährlich könnten mindestens 10.000 Menschenleben zusätzlich gerettet werden,wenn alle Menschen die Grundlagen der Laienreanimation beherrschen würden.“

Die Angabe von mindestens 10.000 zusätzlich rettbaren Menschenleben stammt aus der Mitteilung des DRK. Eine wissenschaftliche Originalquelle für diese Berechnung ist im vorliegenden Material nicht angegeben.

Erste Hilfe als fester Bestandteil der Schulzeit

Die Forderung nach mindestens 24 Unterrichtsstunden pro Schuljahr geht über einzelne Projekttage oder gelegentliche Erste-Hilfe-Kurse hinaus. Gesundheits-, Resilienz- und Lebensrettungskompetenzen sollen nach dem Willen der Organisationen dauerhaft Bestandteil schulischer Bildung werden.

Damit verbinden DRK und JRK auch das Ziel, junge Menschen auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten. Neben praktischen Fähigkeiten sollen Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft gestärkt werden, anderen Menschen in Notsituationen zu helfen.

„Kinder und Jugendliche frühzeitig in Erster Hilfe zu schulen, ermöglicht ihnen, in Notsituationen sicher zu handeln, und stärkt zentrale Werte wie Empathie, Fürsorge und Zivilcourage. Erste Hilfe soll zur Selbstverständlichkeit werden und junge Menschen dazu befähigen, Leben zu retten sowie in Krisen verantwortungsvoll zu handeln“, sagt JRK-Bundesleiter Marcel Bösel.

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