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Antarktisforschung: NVL lädt zum Vortrag in Langenhagen

Über 200 Meter Sedimente: Mitglieder des Forschungsteams SWAIS2C freuen sich über das gewonnene Klimaarchiv der Vergangenheit.
Über 200 Meter Sedimente: Mitglieder des Forschungsteams SWAIS2C freuen sich über das gewonnene Klimaarchiv der Vergangenheit. - Quelle: NVL / Foto: Ana Tovey SWAIS2C

Dr. Arne Ulfers erläutert, was Sedimentkerne über die Klimageschichte verraten

Langenhagen – (KI/redaktionell geprüft). Was lässt sich aus dem Meeresboden über die Zukunft des westantarktischen Eisschilds erfahren? Darüber berichtet Dr. Arne Ulfers vom Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) am Dienstag, 27. Oktober, bei der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL). Der kostenfreie Vortrag findet von 19 bis etwa 20.30 Uhr im Naturinformationszentrum (NIL) im Wasserturm statt. Eine telefonische Anmeldung ist bis Dienstag, 20. Oktober, erforderlich.

Unter dem Titel „Was uns der Boden über das Klima erzählt“ stellt Ulfers eine Forschungsexpedition in die Westantarktis vor. Dabei geht es um die Frage, wie stabil der dortige Eisschild bei einer Erwärmung um zwei Grad Celsius bleibt. Nach Angaben der Veranstalter hätte das Eis der Westantarktis das Potenzial, den globalen Meeresspiegel um bis zu fünf Meter steigen zu lassen. Die Zahl beschreibt ein mögliches Potenzial, keinen angekündigten Anstieg innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Bohrungen erschließen die Vergangenheit des Eisschilds

Im Mittelpunkt steht das internationale Forschungsprojekt SWAIS2C. Nach Darstellung der NVL wurde dafür ein rund 700 Meter tiefes Loch durch das Ross-Schelfeis und in den darunterliegenden Meeresboden gebohrt. Auf diesem Weg konnten mehr als 200 Meter Sedimentkerne gewonnen und geophysikalische Messungen im Bohrloch vorgenommen werden.

Die Sedimentschichten geben Aufschluss über frühere Umwelt- und Klimabedingungen. Forschende untersuchen damit auch Zeiträume, in denen es wärmer war als heute. Aus diesen Befunden wollen sie Rückschlüsse darauf ziehen, wie sich die Westantarktis unter künftig wärmeren Bedingungen entwickeln könnte.

Ulfers erläutert außerdem den Weg der Expedition von der Forschungsstation Scott Base bis zum rund 1.000 Kilometer entfernten Forschungscamp im Eis. Der Vortrag verbindet damit die wissenschaftlichen Fragestellungen mit Einblicken in die Reise und die Forschungsarbeit vor Ort.

Anmeldung ausschließlich telefonisch

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet die NVL um Anmeldung bei Michael Smykalla. Diese ist ausschließlich telefonisch unter 7 24 42 60 und nur bis Dienstag, 20. Oktober, möglich. Spätere Anmeldungen können nach Angaben der Veranstalter nicht berücksichtigt werden.

Der Eintritt ist frei. Spenden zur Unterstützung der Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit der NVL sind willkommen.

Veranstaltungsinfos auf einen Blick

  • Vortrag: „Was uns der Boden über das Klima erzählt“
  • Referent: Dr. Arne Ulfers, Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik
  • Datum: Dienstag, 27. Oktober
  • Zeit: 19 bis etwa 20.30 Uhr
  • Ort: Naturinformationszentrum im Wasserturm, Eichenpark, Stadtparkallee 39, 30853 Langenhagen
  • Teilnahme: Kostenfrei, begrenzte Teilnehmerzahl
  • Anmeldung: Bis Dienstag, 20. Oktober, ausschließlich telefonisch bei Michael Smykalla unter 7 24 42 60
  • Hinweis: Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt; Spenden sind willkommen.
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