
Kostenfreies Angebot alarmiert festgelegte Gruppen und übermittelt den Standort
Berlin – (KI/redaktionell geprüft). Feuerwehrangehörige sollen in bedrohlichen Situationen künftig leichter Unterstützung anfordern können: GroupAlarm und das Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) stellen eine kostenfreie Softwarelösung bereit, mit der sich eine zuvor festgelegte Gruppe alarmieren lässt. Nach Angaben der Anbieter kann dabei neben der Identität der betroffenen Person auch deren Standort übermittelt werden.
Die Anwendung richtet sich an Feuerwehrangehörige, die im Dienst mit Gewalt oder aggressivem Verhalten konfrontiert werden. Die Initiatoren nennen neben dem klassischen Einsatzgeschehen auch Brandsicherheitswachen, öffentliche Veranstaltungen und andere Tätigkeiten, bei denen kritische Situationen entstehen können.
Unterstützung anfordern, wenn ein Anruf nicht möglich ist
Die Software soll insbesondere dann eine zusätzliche Möglichkeit zur Alarmierung bieten, wenn Betroffene nicht selbst telefonieren können. Statt eines Anrufs lässt sich nach Darstellung der Anbieter eine vorher definierte Gruppe informieren. Dabei kann es sich beispielsweise um die eigenen Kameradinnen und Kameraden handeln.
Die Benachrichtigung soll deutlich machen, wer Hilfe benötigt und wo sich die Person befindet. Auf dieser Grundlage können die Empfängerinnen und Empfänger Unterstützung organisieren. Welche konkreten Schritte zum Auslösen eines Alarms erforderlich sind, erläutern die Anbieter in ihrer Vorstellung nicht.
DFV-Präsident Karl-Heinz Banse bewertete die Anwendung bei einer Präsentation als Ergänzung zu den bisherigen Bemühungen gegen Gewalt an Einsatzkräften: „Unsere Bemühungen zeigen auch hier Wirkung. Nicht nur die öffentliche Diskussion, Forderungen und Sensibilisierung, nicht nur die Verschärfung des Strafrahmens – hier steht ein wirkungsvolles Tool für alle unsere engagierten Frauen und Männer im täglichen Dienst zur Verfügung.“
Nutzung auch im persönlichen Umfeld vorgesehen
Neben der dienstlichen Verwendung soll die Anwendung nach Angaben der Initiatoren auch für persönliche Notfallsituationen im privaten Umfeld eingesetzt werden können. Das Angebot bezieht damit auch Angehörige der Einsatzkräfte ein.
Hanno Heeskens, Geschäftsführer von GroupAlarm beziehungsweise der cubos Internet GmbH, erklärte dazu: „Über den Verband bieten wir allen Einsatzkräften und ihren Angehörigen ab sofort einen echten Mehrwert für den Alltag.“
Die Initiatoren verstehen das Angebot als praktischen Beitrag zum Umgang mit Bedrohungen. Sie verweisen auf Studien und Erfahrungsberichte zu Übergriffen auf Einsatzkräfte. Konkrete Untersuchungen oder Zahlen, anhand derer sich die Entwicklung nachvollziehen ließe, benennen sie dabei nicht.
Die Software wird nach Angaben der Anbieter kostenfrei bereitgestellt. Informationen zur Anwendung sind auf der GroupAlarm-Seite „Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte“ veröffentlicht.









