
EPL investiert 2,5 Millionen Euro in klimafreundliche Wärmeversorgung und bereitet Straßensanierung vor
Langenhagen (pm/redk). Die Energie Projektgesellschaft Langenhagen mbH startet am 13. April 2026 mit der Erweiterung des Wärmenetzes Hindenburgstraße. Ziel ist es, noch vor der geplanten grundhaften Sanierung der Straße durch die Stadt Langenhagen die Wärmeinfrastruktur auszubauen und damit einen wichtigen Baustein der kommunalen Wärmeplanung umzusetzen. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang November 2026 abgeschlossen sein, erste Kunden können bereits ab Mitte Oktober mit Wärme versorgt werden.
Wärmenetzausbau vor Straßensanierung
Die Energie Projektgesellschaft Langenhagen mbH (EPL) betreibt im östlichen Teil der Kernstadt Langenhagen das Wärmeversorgungsnetz „Hindenburgstraße“, das aus der Energiezentrale in der Friedrich-Ebert-Schule gespeist wird. Da die Stadt Langenhagen ab Frühjahr 2027 die Hindenburgstraße zwischen Kurt-Schumacher-Allee und Erich-Ollenhauer-Straße umfassend sanieren will, nutzt EPL das Zeitfenster davor gezielt für die Netzerweiterung.
Damit soll sichergestellt werden, dass die neu hergestellte Straße in den kommenden zehn Jahren nicht erneut für Leitungsarbeiten aufgebrochen werden muss. Gleichzeitig leistet EPL bereits jetzt einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung.
Bauzeit rund sechs Monate
Die Arbeiten beginnen am 13. April 2026 und erstrecken sich über eine Dauer von rund einem halben Jahr. EPL plant, das Fernwärmenetz von der Kurt-Schumacher-Allee entlang der Hindenburgstraße zu führen, die Erich-Ollenhauer-Straße offen zu queren und bis in den Oertzeweg zu verlängern. Die neue Trasse hat eine Länge von etwa 550 Metern.
Zum Einsatz kommen moderne Kunststoffmantelrohre. Entlang der Strecke werden zudem Abzweige für mehrere Hausanschlüsse vorgesehen. Die Gesamtfertigstellung der Baumaßnahme ist für Anfang November 2026 geplant.
Perspektive für zahlreiche Liegenschaften
Im Sanierungsbereich der Hindenburgstraße befinden sich mehrere größere Liegenschaften, deren bestehende Wärmeerzeugungsanlagen in den kommenden Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreichen oder bereits erreicht haben. Diese Gebäude könnten perspektivisch an die Nahwärmeversorgung der EPL angeschlossen werden.
Im Rahmen der Transformations- und Ausbauplanung für alle sechs Wärmenetze der EPL wurde das Erweiterungsgebiet Hindenburgstraße detailliert untersucht. Dabei wurde ein jährlicher Wärmebedarf von rund 3.000 Megawattstunden ermittelt. Für erste Liegenschaften entlang der Hindenburgstraße sowie im Bereich Luhe- und Oertzeweg haben Eigentümer bereits Interesse an einer zukunftsfähigen und klimaschonenden Wärmeversorgung bekundet.
Investition von rund 2,5 Millionen Euro
Die zu erwartenden Investitionskosten für die aktuelle Netzerweiterung belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Der weitere Ausbau des Wärmenetzes im Quartier ist in den kommenden Jahren vorgesehen und Teil einer langfristigen Strategie zur klimafreundlichen Energieversorgung in Langenhagen.
Ziel: vollständig regenerative Wärme bis 2035
Ein weiterer wichtiger Schritt steht bereits bevor: Die Wärmenetze im Bereich Hindenburgstraße und Stadtmitte mit der Energiezentrale Schildhof sollen im kommenden Jahr miteinander verbunden werden. Durch diesen Netzverbund kann die Leistungsfähigkeit beider Netze weiter gesteigert werden.
Schon heute liegt der Anteil regenerativer Energiequellen in der Energiezentrale Schildhof über dem gesetzlich definierten Zwischenziel von 30 Prozent bis zum Jahr 2030, wie es das Wärmeplanungsgesetz vorsieht. EPL arbeitet derzeit an einer umfassenden Transformationsplanung, um die Wärmeerzeugung schrittweise weiter auf erneuerbare Energien umzustellen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2035 eine vollständig regenerative Wärmeversorgung anbieten zu können.
Informationen für Interessierte
Eigentümerinnen und Eigentümer im betroffenen Gebiet, die Interesse an einem Nahwärmeanschluss haben, können sich jederzeit bei der EPL melden. Anfragen sind formlos per E-Mail an info@epl-energie.de möglich oder telefonisch unter 0511 22060/123 und /124.









