AVILUS liefert zwei Testsysteme – Erprobung soll unbemannte Rettungseinsätze vorbereiten
Bonn/Ismaning. Die Bundeswehr treibt die Entwicklung unbemannter Luftfahrzeuge für den medizinischen Einsatz voran. Mit einem Innovationsprojekt beauftragte sie die AVILUS GmbH mit der Bereitstellung von zwei Testmustern der Rettungsdrohne „Grille“. Ziel ist es, den unbemannten Patiententransport unter realistischen Bedingungen zu erproben und das System an die Anforderungen der Streitkräfte anzupassen.
Der Vertrag zwischen der Bundeswehr und der AVILUS GmbH wurde Anfang April 2026 geschlossen. Das Projekt trägt den Titel „Unbemannter qualifizierter Patiententransport Luft“ und soll die Entwicklung luftgestützter, unbemannter Fähigkeiten für medizinische Evakuierungen und logistische Einsätze voranbringen.
Flugerprobung und Ausbildung geplant
Im Rahmen des Projekts stellt AVILUS zwei fliegende unbemannte Systeme zur Verfügung. Darüber hinaus umfasst der Auftrag Flugversuche sowie die Ausbildung von Soldatinnen und Soldaten im Umgang mit der Rettungsdrohne.
Zum Auftakt des Programms ist zunächst eine Ausbildungsphase vorgesehen. Anschließend folgen umfangreiche Flugerprobungen gemeinsam mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, das System gezielt an die Anforderungen der Streitkräfte anzupassen und in bestehende Rettungsabläufe zu integrieren.
Fokus auf moderne Rettungsketten
Nach Angaben der Projektbeteiligten soll die Erprobung nicht nur die technische Weiterentwicklung der Drohne unterstützen. Ziel ist es auch, unbemannte Systeme so weiterzuentwickeln, dass sie künftig Bestandteil einer durchgängigen Rettungskette werden können.
Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, betont: „Innovative Lösungen sind wichtiger denn je, um auch in Zukunft eine resiliente und leistungsfähige Rettungskette sicherzustellen.“
Auch AVILUS sieht in dem Auftrag einen wichtigen Entwicklungsschritt. CEO Niclas Bähr erklärte: „Wir sind stolz darauf, diesen Schritt gemeinsam mit der Bundeswehr zu gehen und einen Beitrag zur Zukunft und Resilienz der Rettungskette zu leisten.“
Einordnung
Mit dem Innovationsprojekt sammelt die Bundeswehr praktische Erfahrungen für den möglichen Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge im Sanitätsdienst. Die Testphase soll zeigen, wie sich Rettungsdrohnen künftig für den Transport von Patientinnen und Patienten sowie für logistische Aufgaben einsetzen lassen.











