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Unwetter legt Region Hannover und Umland lahm: Mehr als 1.200 Feuerwehreinsätze nach Starkregen

Feuerwehreinsatz; Unwetterartige Regenfälle führten teils zu heftigen Überflutungen
Symbolbild: Unwetterartige Regenfälle führten teils zu heftigen Überflutungen. - © Carl-Marcus Müller

Feuerwehren in Hannover, Langenhagen im Dauereinsatz – Rund 900 Einsätze allein in der Landeshauptstadt

Hannover/Langenhagen/Lehrte. Heftiger Starkregen, Gewitter und Hagel haben am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag für einen Großeinsatz der Feuerwehren in der Region Hannover gesorgt. Innerhalb weniger Minuten liefen Keller, Tiefgaragen und Unterführungen voll. Nach Abschluss aller Maßnahmen zieht die Feuerwehr Hannover Bilanz: Rund 900 wetterbedingte Einsätze wurden in der Landeshauptstadt registriert, in Stadt und Region Hannover waren es insgesamt rund 1.200 Einsätze.

Rund 23 Stunden im Dauereinsatz

Das Unwetter setzte am Montag gegen 21:30 Uhr mit außergewöhnlich starken Regenfällen ein. Innerhalb kürzester Zeit gingen zahlreiche Notrufe in der Regionsleitstelle Hannover ein. Zeitweise waren die Notrufleitungen stark ausgelastet, sodass die Einsätze nach Dringlichkeit priorisiert werden mussten.

Während der Nacht arbeiteten die Einsatzkräfte zunächst rund 715 Schadenslagen im Stadtgebiet Hannover ab. Auch am Dienstag gingen weitere Hilfeersuchen ein. Erst nach rund 23 Stunden konnten die letzten Einsatzstellen verlassen werden. Die endgültige Bilanz der Feuerwehr Hannover beläuft sich auf rund 900 wetterbedingte Einsätze in der Landeshauptstadt. Feuerwehrkräfte in Stadt und Region rückten insgesamt rund 1.200 Mal aus.

300 Einsatzkräfte und alle Ortsfeuerwehren im Einsatz

Die Bewältigung der Unwetterlage gelang nur durch den gemeinsamen Einsatz der Berufsfeuerwehr sowie sämtlicher 17 Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Hannover. Rund 300 Einsatzkräfte waren im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.

Die meisten Alarmierungen betrafen vollgelaufene Keller, Tiefgaragen und Aufzugsschächte. Hinzu kamen überflutete Straßen und Unterführungen. Besonders betroffen war der Osten Hannovers, wo große Wassermengen mit leistungsstarken Pumpen beseitigt werden mussten. Außerdem entfernten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste.

Langenhagen: Einsatzkräfte bis in den Dienstag gefordert

Auch Langenhagen wurde von Starkregen, Hagel und Gewittern erheblich getroffen. Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume sorgten bis tief in die Nacht und teilweise noch am Dienstag für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren.

Bürgermeister Mirko Heuer würdigte das Engagement der Einsatzkräfte: „Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die gestern Abend, in der Nacht und auch heute noch mit großem Engagement für die Menschen in Langenhagen im Einsatz waren. Auch viele Ehrenamtliche haben ihre Freizeit und ihre Nachtruhe geopfert, um anderen zu helfen. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient unseren größten Respekt und unsere Anerkennung.“

Die Stadt empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern, die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes sowie die Warn-App NINA und Cell Broadcast zu nutzen, um frühzeitig über Unwetter informiert zu werden.

Wetterextreme stellen Einsatzkräfte vor große Herausforderungen

Starkregen zählt mit zu den gefährlichsten Wetterereignissen, weil innerhalb weniger Minuten enorme Wassermengen niedergehen können. Selbst leistungsfähige Kanalisationen stoßen dabei an ihre Grenzen. Die Feuerwehren empfehlen, amtliche Warnungen über die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes sowie NINA und Cell Broadcast zu nutzen und gefährdete Kellerbereiche möglichst frühzeitig gegen eindringendes Wasser zu sichern.

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