Start Hannover und Region Dachstuhlbrand in Redderse: Wohnhaus nach Feuer unbewohnbar

Dachstuhlbrand in Redderse: Wohnhaus nach Feuer unbewohnbar

Dachstuhlbrand Gehrden-Redderse
Mehr als 100 Feuerwehrwehrleute kämpfen gegen ausgedehnten Dachstuhlbrand in Gehrden-Redderse. - © Bernd Günther

Mehr als 110 Feuerwehrkräfte im Einsatz – Bewohner und Hunde retten sich ins Freie, Feuerwehr bringt zwei Papageien in Sicherheit

Redderse/Gehrden – (KI/redaktionell geprüft). Ein schwerer Dachstuhlbrand hat in Redderse, einem Stadtteil von Gehrden, einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Mehr als 110 Feuerwehrkräfte waren über mehrere Stunden im Einsatz. Ein Mann und eine Frau konnten sich zusammen mit ihren beiden Hunden unverletzt aus dem Einfamilienhaus retten. Feuerwehrkräfte brachten anschließend noch zwei Papageien aus dem brennenden Gebäude in Sicherheit. Das Haus wurde durch das Feuer erheblich beschädigt und ist nicht mehr bewohnbar.

Bewohner des Hauses und Nachbarn hatten, am Donnerstag, 24. September 2026 gegen kurz vor 21:00 Uhr, über den Notruf 112 gemeldet, dass Flammen aus dem Dach schlagen würden. Bereits während der Anfahrt waren die Flammen für die ersten Feuerwehrkräfte weithin sichtbar. Daraufhin wurde die Alarmstufe noch vor dem Eintreffen am Einsatzort erhöht.

Eingestürzte Dachteile verhindern Innenangriff

Während die Einsatzkräfte den Löschangriff vorbereiteten, retteten Feuerwehrleute zunächst die beiden Papageien aus dem brennenden Einfamilienhaus.

Anschließend wurde das Feuer mit Wasser aus mehreren Strahlrohren bekämpft. Auch über die Drehleiter gingen die Einsatzkräfte von oben gegen die Flammen vor. Dadurch konnten die zunächst sichtbaren Flammen niedergeschlagen werden.

Zu diesem Zeitpunkt waren Teile des Daches im Bereich des Firstes allerdings bereits eingestürzt. Wegen der dadurch entstandenen Gefahrenlage war ein Innenangriff im Dachgeschoss nicht mehr möglich.

Die Feuerwehr musste die Brandbekämpfung deshalb weitgehend von außen fortsetzen. Einsatztrupps versuchten, insbesondere die unter der Dachschräge verbliebenen Flammen zu erreichen und abzulöschen.

Lange Schlauchleitungen für die Wasserversorgung

Eine weitere Herausforderung war die Lage des Einfamilienhauses am Ortsrand. Die Feuerwehr stellte die Löschwasserversorgung über mehrere Hydranten sicher und verlegte dafür lange Schlauchleitungen bis zur Einsatzstelle. Zusätzlich wurden weitere spezielle Fahrzeuge angefordert.

Mit einer Drohne verschaffte sich die Einsatzleitung einen Überblick über das Brandgeschehen aus der Luft. Dadurch konnten auch Bereiche des Daches kontrolliert werden, die vom Boden aus nur eingeschränkt einsehbar waren.

Erst nach umfangreichen Löscharbeiten gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Abschließend setzte die Feuerwehr Löschschaum ein, um die verbliebenen Flammen zu ersticken.

Erhebliche statische Schäden am Gebäude

Während des Einsatzes musste das Einfamilienhaus durch ein Energieversorgungsunternehmen vom Stromnetz getrennt werden.

Bausachverständige untersuchten das Gebäude noch während des laufenden Einsatzes und stellten erhebliche statische Schäden fest. Das Wohnhaus ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.

Der Mann und die Frau mussten deshalb zunächst in einer Notunterkunft untergebracht werden. Verletzt wurde nach den vorliegenden Angaben niemand. Auch die beiden Hunde hatten das Gebäude gemeinsam mit ihren Haltern rechtzeitig verlassen.

Insgesamt waren mehr als 110 Feuerwehrkräfte aus sechs Stadtteilen und der südwestlichen Region mehrere Stunden lang im Einsatz.

Die Polizei war ebenfalls vor Ort. Sie übernahm die Absicherung der Einsatzstelle und die Ermittlungen zur Brandursache. Angaben dazu, wodurch das Feuer ausgelöst wurde, liegen bislang nicht vor.

Brandwache entdeckt erneut Flammen

Nach Abschluss der umfangreichen Löscharbeiten flammte das Feuer noch einmal auf. Zu diesem Zeitpunkt waren Feuerwehrkräfte bereits damit beschäftigt, ihre Fahrzeuge nach dem mehrstündigen Einsatz wieder einsatzbereit zu machen. Eine weiterhin vor Ort eingesetzte Brandwache bemerkte jedoch erneut zunehmenden Rauch und Flammen im weitgehend ausgebrannten Dachgeschoss.

Daraufhin wurde ein gerade wieder aufgerüstetes Löschfahrzeug zurück zur Einsatzstelle geschickt. Die Einsatzkräfte entfernten Teile der Dacheindeckung im betroffenen Bereich und löschten die darunterliegenden Glutnester gezielt mit Wasser. Das erneut aufgeflammte Feuer konnte nach kurzer Zeit gelöscht werden.

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