Start Blaulicht Drohnen im Fokus: Polizei Niedersachsen startet landesweite Aufklärungskampagne

Drohnen im Fokus: Polizei Niedersachsen startet landesweite Aufklärungskampagne

Drohne der Polizei
Symbolbild/Themenfoto: Drohne der Polizei - © Carl-Marcus Müller / LGHNews

Social-Media-Initiative informiert ab 5. Februar 2026 über sicheren und verantwortungsvollen Drohneneinsatz

Hannover (pm/redk). Der Umgang mit Drohnen rückt in Niedersachsen stärker in den Fokus der Sicherheitsbehörden. Angesichts zunehmender Drohnennutzung im Freizeit- und Profibereich startet die Polizei Niedersachsen am 5. Februar 2026 eine landesweite Social-Media-Kampagne. Ziel ist es, über rechtliche Vorgaben, Risiken und sicherheitsrelevante Aspekte aufzuklären und damit einen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit zu leisten.

Gemeinsame Initiative mehrerer Behörden

Die Aufklärungskampagne wird vom Landeskriminalamt Niedersachsen gemeinsam mit der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit unbemannten Luftfahrtsystemen, umgangssprachlich Drohnen. Dabei werden bewusst auch Themen aufgegriffen, die nicht ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich der Polizei fallen.

Zahl der gemeldeten Drohnensichtungen steigt

Auch in Niedersachsen wurden in den vergangenen Monaten wiederholt vermeintliche Drohnensichtungen gemeldet. Bis zum 30. Januar 2026 sind der Polizei Niedersachsen in diesem Jahr 55 Vorfälle mit unbekannten Flugobjekten oder auffälligen Positionslichtern bekannt geworden. Im gesamten Jahr 2025 registrierte die Polizei 435 entsprechende Vorfälle. In einzelnen Fällen ist bislang nicht eindeutig geklärt, ob es sich tatsächlich um Drohnen oder um andere Luftfahrzeuge handelt. Die Ermittlungen dauern an.

Risiken durch technische Leistungsfähigkeit

Mit der zunehmenden Verbreitung von Drohnen und ihren wachsenden technischen Möglichkeiten, insbesondere in Bezug auf Flughöhe und Reichweite, steigt das Risiko von Fehlverhalten, gefährlichen Situationen und gezielten Störungen. Besonders sensibel sind Bereiche über großen Menschenansammlungen, sicherheitsrelevante Veranstaltungen sowie die Nähe von Sicherheits-, Militär- und Kritischen Infrastrukturen.

Hinweise auf hybride Bedrohungen

Neben der privaten Nutzung häufen sich nach Angaben der Polizei Sachverhalte, bei denen aufgrund von Qualität und Flugverhalten von hochprofessioneller oder sogar militärischer Drohnentechnik auszugehen ist. Diese Beobachtungen stehen im Zusammenhang mit sogenannten hybriden Bedrohungen, bei denen fremdstaatliche Akteure zivile und militärische Mittel einsetzen, um gesellschaftliche und politische Strukturen zu beeinflussen. Niedersachsen ist aufgrund seiner geografischen Lage mit Nordseezugang sowie der hohen Dichte an Bundeswehrstandorten, Rüstungsbetrieben, Kritischen Infrastrukturen und sensibler Verkehrsinfrastruktur besonders betroffen.

Appell an verantwortungsbewusstes Handeln

LKA-Präsident Thorsten Massinger betont die Bedeutung eines regelkonformen Umgangs mit Drohnen:
„Drohnen bieten verschiedene Möglichkeiten – von kommerziellen Luftaufnahmen bis zum kreativen Hobbyflug. Ihr Einsatz erfordert jedoch einen verantwortungsvollen Umgang. Wer die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt und auf dieser Grundlage umsichtig handelt, leistet einen sinnvollen Beitrag für ein besseres Miteinander.“

Sechs Monate Information auf Social Media

Die Kampagne richtet sich insbesondere an private und nebenberufliche Drohnennutzende. Vermittelt werden alltagstaugliche Tipps zum sicheren und legalen Fliegen, Hinweise zu Flugverbotszonen sowie zum richtigen Verhalten in der Nähe von Menschenansammlungen und Kritischen Infrastrukturen. Über einen Zeitraum von sechs Monaten veröffentlicht das LKA Niedersachsen regelmäßig Inhalte auf seinen Social-Media-Kanälen. Ziel ist es, das Wissen über Vorschriften und mögliche Konsequenzen bei Verstößen zu erhöhen, den verantwortungsvollen Drohneneinsatz zu fördern und sicherheitsrelevante Vorfälle präventiv zu verhindern.

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