Grundschule Beuthener Straße: Neuer Ausweichstandort nach Brand ab Sommer 2027 geplant

Bei einer Besichtigung vor Ort mit Feuerwehrleitung, Oberbürgermeister und Dezernent sowie der Schulleitung wurde das Ausmaß der Gebäudeschäden nach dem Brand in der Beuthener Straße erst richtig sichtbar.
Bei einer Besichtigung vor Ort mit Feuerwehrleitung, Oberbürgermeister und Dezernent sowie der Schulleitung wurde das Ausmaß der Gebäudeschäden nach dem Brand in der Beuthener Straße erst richtig sichtbar. (Archivbild) - © Bernd Günther

Modulbau in der Erythropelstraße soll Schulbetrieb langfristig absichern

Hannover (pm/redk). Nach dem verheerenden Brand an der Grundschule Beuthener Straße schafft die Stadt eine tragfähige Perspektive für die kommenden Jahre. In der Erythropelstraße, nur wenige hundert Meter vom bisherigen Standort entfernt, soll ein moderner Ausweichstandort entstehen. Der Einzug ist für den Sommer 2027 vorgesehen, der laufende Schulbetrieb bleibt bis dahin gesichert.

Hannover. Nach dem schweren Brand an der Grundschule Beuthener Straße treibt die Stadt die Planungen für einen neuen Ausweichstandort zügig voran. In der Erythropelstraße, rund 500 Meter Luftlinie vom bisherigen Schulgelände entfernt, soll ein neues Schulgebäude in Modulbauweise entstehen. Der Bezug ist ab Sommer 2027 geplant.

Eilverfahren für schnellen Ersatzstandort

Die Stadt bringt das Projekt im Eilverfahren auf den Weg, um verlässliche Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre zu schaffen. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen den Kindern der Grundschule Beuthener Straße so schnell wie möglich wieder einen verlässlichen, wohnortnahen Lernort bieten – und gleichzeitig Planungssicherheit für Eltern, Schulen und Lehrkräfte schaffen“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay.

Das geplante Gebäude soll ausreichend Platz für den Unterricht sowie für Ganztagsangebote bieten. Auch eine Mensa ist vorgesehen. Sportflächen sollen perspektivisch weiterhin am Standort Beuthener Straße genutzt werden.

Nachhaltiger Modulbau mit Mehrfachnutzung

Nach ersten Schätzungen rechnet die Stadt mit Kosten von rund 25 Millionen Euro. Dabei wird bewusst auf eine nachhaltige Bauweise gesetzt. „Der Modulbau soll über 15 Jahre auch für weitere sanierungsbedürftige Schulen als Ausweichstandort genutzt werden können“, erklärt Stadtbaurat Thomas Vielhaber.

Unterstützung aus dem Bildungsbereich

Auch Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender betont die Bedeutung der Lösung: „Mit dieser Lösung schafft die Stadt für die Schüler*innen der Grundschule Beuthener Straße eine nachhaltige Perspektive im vertrauten Umfeld. Ein besonderer Dank richtet sich an die beteiligten Schulen, die uns mit ihrer konstruktiven und engagierten Zusammenarbeit unterstützt haben.“

Sanierung und Erweiterung am ursprünglichen Standort

Am Schulgebäude an der Beuthener Straße haben die Abrissarbeiten bereits begonnen. Durch den Brand und das eingesetzte Löschwasser wurden unter anderem Aula, Hauptflur und Sanitärbereiche stark beschädigt. Die Stadt nutzt die Gelegenheit, das ohnehin sanierungsbedürftige Gebäude vollständig zu erneuern und zu erweitern. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis mindestens 2031 andauern.

Übergangslösungen bis zum Neubau

Derzeit ist die Grundschule Beuthener Straße an der Käthe-Paulus-Schule in Bemerode untergebracht. „Wir haben uns hier sehr gut eingelebt und wurden von Anfang an herzlich aufgenommen. Der Übergang nach dem Brand war für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Dass er so gut gelungen ist, zeigt wie stark unsere Schulgemeinschaft ist“, sagt Schulleiter Martin Preisigke.

Diese Lösung ist jedoch zeitlich begrenzt, da die Käthe-Paulus-Schule als wachsende Schule ab Sommer 2026 selbst zusätzliche Klassen aufnehmen wird. Zur Entlastung wechselt zum kommenden Schuljahr der vierte Jahrgang der Grundschule Beuthener Straße an die nahegelegene Grundschule Kronsberg. Die Schülerbeförderung wird weiterhin organisiert.

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