
Rettungsdienst, Bildung und moderne Einsatztechnik im Fokus der Weltleitmesse
Hannover. Vom 1. bis 6. Juni 2026 präsentieren die Johanniter-Unfall-Hilfe auf der INTERSCHUTZ in Hannover ihre Konzepte für einen modernen Bevölkerungsschutz. Auf mehr als 700 Quadratmetern informieren sie über Rettungsdienst, Ehrenamt, innovative Ausbildung und neue Einsatzszenarien.
Bevölkerungsschutz im Wandel
Auf der Weltleitmesse für Gefahrenabwehr und Sicherheit zeigen die Johanniter, wie sich Bevölkerungsschutz unter veränderten gesellschaftlichen und klimatischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln muss. Im Mittelpunkt stehen dabei Nachhaltigkeit, Klimaschutz sowie der Einsatz digitaler Technologien – etwa künstlicher Intelligenz in Leitstellen, Lagezentren oder direkt am Einsatzort.
Die Hilfsorganisation verbindet operative Einsatzerfahrung mit moderner Medizintechnik und nachhaltigen Konzepten. Ziel ist es, auch in komplexen Krisenlagen eine schnelle, koordinierte und verlässliche Hilfe sicherzustellen.
Klare Botschaft aus dem Bundesvorstand
Bundesvorstandsmitglied Oliver Meermann bringt den Anspruch der Johanniter auf den Punkt:
„Das Motto der Interschutz spiegelt, was uns bewegt. Es geht darum, unsere Zukunft zu sichern. Wir brauchen gute Lösungen und Schutzmaßnahmen, um auf künftige Krisen adäquat vorbereitet zu sein.“
Auch Uwe Beyes, Mitglied im Landesvorstand Niedersachsen/Bremen, betont die Bedeutung der Messe:
„Wir befinden uns derzeit in herausfordernden Zeiten. In diesem Rahmen gewinnt ein Schulterschluss zwischen den verschiedenen Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Zivilschutz mehr denn je an Bedeutung. Die Interschutz bildet dabei ein hervorragendes Forum, um nicht nur einen umfassenden Einblick in unser Engagement, unsere Ausstattung und unsere Kompetenzen zu geben. Sondern auch, um mit Interessierten, Engagierten und Entscheidungsträgern in einen Dialog zu kommen.“
Ausbildung, Studium und virtuelle Einsatzwelten
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aus- und Weiterbildung. Vorgestellt werden Fort- und Weiterbildungsangebote der Johanniter-Akademien im Bereich Bevölkerungsschutz sowie Studienmöglichkeiten der Akkon-Hochschule zur Gefahrenabwehr und internationalen Nothilfe. Innovative VR-Systeme veranschaulichen neue Lernumgebungen, die reale Einsatzsituationen simulieren.
Virtual-Reality-Anwendungen haben sich an den Johanniter-Akademien und der Akkon-Hochschule bereits als fester Bestandteil der Aus- und Fortbildung etabliert – sowohl für hauptamtliche Notfallsanitäter als auch für ehrenamtliche Helfende im Katastrophenschutz. Auf der Aktionsfläche können Besucher selbst mit VR-Brillen in virtuelle Einsatzszenarien eintauchen. Ergänzend bietet ein RTW-Simulator praxisnahe Einblicke in die Notfallversorgung und lebensrettende Maßnahmen.
Fahrzeuge, Technik und Einsatzszenarien
Eine umfangreiche Fahrzeugschau verdeutlicht die Bedeutung spezieller Einsatzmittel für die Gefahrenabwehr. Präsentiert werden unter anderem All-Terrain-Vehicles (ATV), Utility Task Vehicles (UTV) sowie ein Unimog-Krankentransportwagen (KTW). Diese Fahrzeuge sind besonders für Einsätze in unwegsamem Gelände oder bei Extremwetterlagen ausgelegt.
Hintergrund sind zunehmende Ereignisse wie Starkregen, Hochwasser, Sturm oder starker Schneefall, bei denen bestehende Einheiten im Bevölkerungsschutz zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Thematische Infopoints, digitale Inhalte auf Tablets sowie anschauliche Einsatzdarstellungen ergänzen die Präsentation am Messestand.
Austausch, Vernetzung und Karrierechancen
Der Lounge-Bereich der Johanniter bietet Raum für fachlichen Austausch und Vernetzung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Praxis, Politik und Verwaltung. Gleichzeitig stellen sich die Johanniter als Arbeitgeber vor und informieren über Einstiegs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz sowie in der Offshore- und Luftrettung. Auch Freiwilligendienste und ehrenamtliches Engagement werden vorgestellt.
Standorte: Halle 26, Flächen C29 / B29 / B37
Die INTERSCHUTZ gilt als zentrale Plattform für Innovationen im Bevölkerungsschutz. Der Auftritt der Johanniter zeigt, wie stark sich Hilfsorganisationen auf neue Gefahrenlagen, digitale Technologien und den Fachkräftebedarf einstellen müssen.









