Mehr als 30 Vorträge zeigen Innovationen, KI, Recycling und Open-Source-Projekte
Hannover. Die Maker Faire Hannover am 15. und 16. August 2026 verbindet kreatives Ausprobieren mit technischem Fachwissen. Im Future Meeting Space des Hannover Congress Centrums erwartet Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches Vortragsprogramm mit mehr als 30 Beiträgen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Open Source, 3D-Druck, Funktechnik und nachhaltiger Elektronik.
Wissenshub für Technikinteressierte
Neben Mitmachangeboten für Familien richtet sich die Maker Faire Hannover auch an Fachleute, Entwicklerinnen und Entwickler sowie Technikbegeisterte. Der Wissenshub bietet auf zwei Bühnen Einblicke in aktuelle Projekte und praktische Anwendungen aus der Maker-Szene.
Das Programm steht unter dem Motto: „Lerne von anderen, stell deine Fragen, knüpf neue Kontakte – und nimm Impulse mit, die dich weiterbringen.“ Die Vorträge decken ein breites Themenspektrum ab – von moderner Kommunikation ohne klassische Infrastruktur bis hin zu historischen Verfahren und selbst entwickelten Geräten.
Open Source, Funktechnik und digitale Unabhängigkeit
Ein Schwerpunkt liegt auf neuen Wegen der Kommunikation. Christian Zirlewagen vom AATiS e. V. stellt Meshcore in der Schule vor. Jan Schulz von der Jade Hochschule erklärt Lighthouse Reckoning, ein LoRa-Self-Meshing-System, das ohne vorhandene Infrastruktur funktioniert. Robert Bogs vom Bürgernetz Gera-Greiz e. V. zeigt Möglichkeiten für Open-Source-Datenfunk in ländlichen Regionen.
Auch Ralf Stoffels vom C-Hack Calw beschäftigt sich mit digitaler Souveränität und zeigt, wie sich technische Unabhängigkeit einfacher umsetzen lässt.

Nachhaltigkeit trifft Technik
Mehrere Beiträge widmen sich dem ressourcenschonenden Umgang mit Technik. Andreas Bochmann vom Fab Lab Fabulous St. Pauli präsentiert mit CleanPCB ein Verfahren zum Kupferrecycling bei der Herstellung von Platinen.
Weitere Projekte zeigen, wie einfache technische Lösungen Wirkung entfalten können: Sigrid Wicke vom EinDollarBrille e. V. erläutert das Konzept „Low Tech, High Impact“. Andreas Lechner vom Verein Changing Cities stellt mit KLiCE KLEINKlima-Treffpunkte zum Selberbauen vor.
Historische Verfahren und praktische Maker-Projekte
Die Maker Faire verbindet moderne Technologien mit historischen Methoden. Matthias Weikamm vom Atelier für historische Fotografie gibt Einblicke in die Nassplattenfotografie aus dem Jahr 1851. Sven Oliver Moll beschäftigt sich mit der Geschichte der Demoszene.
Auch Eigenentwicklungen stehen im Mittelpunkt: Yannick Richter zeigt mit „Project Gigapixel“ eine selbstgebaute Linear-CCD-Scannerkamera. Jan Busse stellt mit Skenny einen selbst entwickelten RGB-Filmscanner vor.
Praktisches Wissen vermitteln weitere Vorträge. James Mitchell von der Raspberry Jam Berlin präsentiert Pi-Sky, ein Live-Flight-Tracking-System auf Basis des Raspberry Pi. Norbert Heinz von HomoFaciens spricht über FDM-3D-Druck mit Kunststoffpulver. Gerhard Forster erklärt bei den „Dos and Don‘ts für Lasercutter-Anfänger“, worauf es bei der Nutzung der Geräte ankommt.
Matthias Wendt vom DARC e. V. widmet sich in zwei Vorträgen den Themen Antennen und Funkwellenausbreitung.
Künstliche Intelligenz als Schwerpunkt
Am Samstag spielt Künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle im Programm. Jan Kettler von Basement Engineering zeigt, wie Maker KI sinnvoll in ihre Arbeitsabläufe integrieren können und wo Grenzen liegen.
Joseph Gaßner stellt lokale KI-Hardware vor, mit der ein „digitales Exoskelett“ für maximale Datensouveränität entwickelt wird. Bernd Selig von owlRobotics zeigt, wie Roboterfunktionen künftig über natürliche Sprache statt über klassische Programmierung entstehen können. Sascha Wolf beschäftigt sich mit der Frage, wer Verantwortung für KI-generierte Inhalte trägt.
Auch hannover impuls beteiligt sich am Programm: Stefan Kupe rzeigt mit LEGO® SERIOUS PLAY®, wie Teams bisher unausgesprochene Themen sichtbar machen können. Alan Stewart präsentiert mit Minetest einen spielerischen Ansatz zur Demokratieförderung.
15.000 Teilnehmende erwartet
Die Maker Faire Hannover gilt als größte Maker-Veranstaltung im deutschsprachigen Raum. Für das Wochenende werden rund 15.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.
Die Veranstaltung findet am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr statt. Tickets kosten 24 Euro, ermäßigt 19 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.maker-faire.de.










