Start Hannover und Region Nach Verfolgungsfahrt in Langenhagen: Polizei sucht Zeugen

Nach Verfolgungsfahrt in Langenhagen: Polizei sucht Zeugen

Symbolbild: Zeugenaufruf / Verfolgungsfahrt
Symbolbild: Zeugenaufruf / Verfolgungsfahrt - © Carl-Marcus Müller / LGHNews

Neue Erkenntnisse zum Einsatz vom Dienstag – Radfahrer musste Mercedes ausweichen

Langenhagen – (KI/redaktionell geprüft). Nach der Verfolgungsfahrt durch Langenhagen am Dienstag, 8. September 2026, hat die Polizei weitere Einzelheiten zum Ablauf bekannt gegeben und sucht nun Zeuginnen und Zeugen. Die neuen Angaben konkretisieren insbesondere den Beginn der Flucht sowie eine gefährliche Situation mit einem Radfahrer.

Über den Vorfall hatten wir hier bereits berichtet: https://langenhagener-news.de/verfolgungsfahrt-in-langenhagen-endet-mit-unfall/.

Nach den zunächst vorliegenden Informationen sollte ein 26-jähriger Mercedes-Fahrer aus Isernhagen kontrolliert werden, flüchtete jedoch vor einer zivilen Polizeistreife und kollidierte im weiteren Verlauf mit mehreren Fahrzeugen. Der Mann wurde schließlich festgenommen.

Handynutzung soll Auslöser der Kontrolle gewesen sein

Nach den nun veröffentlichten Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover begann der Einsatz bereits gegen 15:45 Uhr am Reuterdamm.

Uniformierte Einsatzkräfte führten dort in einem zivilen Streifenwagen eine stationäre Verkehrsüberwachung durch. Dabei fiel ihnen ein 26-Jähriger am Steuer eines weißen Mercedes Vito auf. Er soll während der Fahrt sein Mobiltelefon benutzt haben.

Daraufhin entschloss sich die Polizei zu einer Kontrolle.

Zunächst habe der Fahrer den Eindruck erweckt, auf einem nahegelegenen Tankstellengelände anzuhalten. Dort soll er jedoch plötzlich beschleunigt haben und davongefahren sein. Die Einsatzkräfte nahmen daraufhin mit Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung auf.

Radfahrer musste an der Neuen Bult ausweichen

Besonders relevant für die weiteren Ermittlungen ist eine Situation im Bereich der Neuen Bult.

Dort soll der 26-Jährige mit dem Mercedes auf einen Gehweg gefahren sein. Nach Angaben der Polizei musste sich ein Radfahrer in eine Einbuchtung retten, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

In der ursprünglichen Mitteilung war bereits von einem minderjährigen Radfahrer die Rede gewesen, der während der Flucht ausweichen musste. Die neue Mitteilung konkretisiert nun den Bereich des Geschehens und den Ablauf.

Anschließend versuchten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben, den Mercedes mit ihrem zivilen Streifenwagen zu stoppen. Dabei streifte der Mercedes das Polizeifahrzeug und setzte seine Fahrt fort.

Unfall in der Theodor-Heuss-Straße

Die Verfolgungsfahrt endete schließlich in der Theodor-Heuss-Straße. Dort fuhr der Mercedes Vito laut Polizei auf zwei Fahrzeuge auf, die an einer roten Ampel warteten.

Durch den Zusammenstoß lösten die Airbags des Mercedes aus. Der 26-Jährige konnte nicht weiterfahren, stieg aus und wurde von den Einsatzkräften festgenommen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

Bereits aus der ersten Mitteilung war bekannt, dass der Mann keine Fahrerlaubnis besaß und gegenüber der Polizei angegeben haben soll, vor Fahrtantritt Drogen konsumiert zu haben. Daraufhin wurde eine Blutprobe angeordnet.

Verdacht auf verbotenes Kraftfahrzeugrennen

Neu sind auch konkretere Angaben zu den strafrechtlichen Ermittlungen. Dem 26-Jährigen werden nach Angaben der Polizei verschiedene Verkehrsdelikte vorgeworfen. Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Bei diesen Vorwürfen handelt es sich um Verdachtsmomente im laufenden Ermittlungsverfahren. Eine strafrechtliche Schuld ist damit nicht festgestellt.

Polizei bittet um Hinweise

Der Verkehrsunfalldienst Hannover sucht nun Personen, die die Verfolgungsfahrt beobachtet haben oder Angaben zur Fahrweise des weißen Mercedes Vito machen können. Auch Hinweise zum Unfallhergang sind für die Ermittlungen von Interesse.

Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich unter 0511 109-1888 beim Verkehrsunfalldienst Hannover zu melden.

Vorheriger ArtikelSirenen heulen in Langenhagen: Muss das wirklich sein?