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Mann stirbt nach Wohnungsbrand in Hannover-Ricklingen

Feuerwehr Hannover
Symbolbild: Feuerwehr Hannover - © Carl-Marcus Müller

Mehrfamilienhaus nach Feuer in der Sperlstraße unbewohnbar – Brandursache noch unklar

Hannover (pm/redk). Nach einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Hannover-Ricklingen ist ein 48-jähriger Mann am Samstagabend im Krankenhaus verstorben. Das Feuer war aus bislang ungeklärter Ursache in seiner Wohnung in der Sperlstraße ausgebrochen. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar.

Feuerwehr rettet mehrere Personen

Nach bisherigen Erkenntnissen bemerkte ein 46-jähriger Mieter aus dem zweiten Obergeschoss gegen 20.00 Uhr ein Knallgeräusch und stellte Rauch aus der darunterliegenden Wohnung fest. Er versuchte, den Bewohner der Brandwohnung durch Klopfen zu warnen, während eine 18-Jährige weitere Hausbewohner alarmierte.

Der 48-Jährige konnte sich noch selbstständig aus der brennenden Wohnung ins Freie retten, brach jedoch vor dem Haus zusammen. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb.

Das Feuer breitete sich in der Wohnung aus und griff teilweise auf weitere Wohnungen über. Eine Person, die sich oberhalb der Brandwohnung befand und ihre Wohnung wegen starker Rauchentwicklung nicht verlassen konnte, wurde von der Feuerwehr mit einer Drehleiter gerettet. Sie erlitt schwere Verletzungen, schwebte jedoch nicht in Lebensgefahr. Fünf weitere Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen, benötigten aber keine weiterführende medizinische Versorgung.

Großaufgebot im Einsatz

Die Feuerwehr Hannover war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Aufgrund der Lage wurde die Alarmstufe zwischenzeitlich auf MANV 10 erhöht. Mehrere Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand, eine Ausbreitung auf weitere Wohnungen konnte verhindert werden. Insgesamt waren rund 75 Einsatzkräfte mit 27 Fahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort.

Nach Abschluss der Löscharbeiten und Belüftungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Das Wohnhaus ist aktuell nicht nutzbar, die betroffenen Mieterinnen und Mieter wurden anderweitig untergebracht. Angaben zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor. Die Ermittlungen dauern an.

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