Am Sambesi erkundet ein junges Hengstfohlen erstmals die Außenanlage
Hannover. Im Erlebnis-Zoo Hannover gibt es tierischen Nachwuchs: Bei den Steppenzebras wurde am 16. Mai ein Hengstfohlen geboren. Nach seinen ersten Lebenstagen hinter den Kulissen ist das Jungtier nun für Besucherinnen und Besucher in der weitläufigen Anlage am Sambesi zu sehen.

Der kleine Hengst trägt den Namen „Nick“, den ihm die Tierpflegenden gegeben haben. In den ersten Tagen nach der Geburt blieb das Fohlen eng an der Seite seiner Mutter und hielt sich überwiegend im geschützten Bereich auf. Inzwischen zeigt sich der Nachwuchs immer häufiger auf der Außenanlage, erkundet neugierig seine Umgebung und wagt erste Sprünge sowie kurze Galoppschritte.
Beobachtet von Herde und Savannenbewohnern
Noch sucht Nick regelmäßig die Nähe seiner Mutter, wird jedoch von Tag zu Tag selbstständiger. Seine Erkundungstouren werden aufmerksam von der übrigen Zebraherde verfolgt. Auch die weiteren tierischen Mitbewohner der afrikanischen Savanne sind präsent: In der Anlage leben unter anderem Impalas, auch Schwarzfersenantilopen genannt, sowie Thomson-Gazellen.
Für die Besucherinnen und Besucher bietet sich damit ein lebendiges Bild der Savannenlandschaft, in der verschiedene Tierarten gemeinsam zu beobachten sind.
Schnelle Entwicklung nach der Geburt
Steppenzebra-Fohlen kommen mit einem Geburtsgewicht von rund 30 Kilogramm zur Welt. Bereits wenige Minuten nach der Geburt stehen sie auf eigenen Beinen. Nach etwa einer Stunde trinken sie erstmals bei der Mutter. In den ersten Tagen hält sich die Mutter mit ihrem Jungtier meist etwas abseits der Herde auf, bevor sich beide wieder vollständig integrieren.
Schon nach kurzer Zeit kann das Fohlen der Mutter und der Herde problemlos folgen. Mit etwa einem Jahr erreicht ein junges Zebra seine endgültige Körpergröße, nimmt jedoch bis zu einem Alter von rund drei Jahren weiter an Gewicht zu.
Potenziell gefährdete Art
Obwohl das Steppenzebra die am weitesten verbreitete Art unter den Wildpferden ist, gilt es als potenziell gefährdet. Die International Union for Conservation of Nature stuft die Art entsprechend ein, da die Bestände in freier Wildbahn kontinuierlich zurückgehen.
Zu den Ursachen zählen unter anderem Weidezäune, die natürliche Wanderrouten unterbrechen oder den Zugang zu Wasserstellen erschweren. Im Erlebnis-Zoo Hannover wird das Grant-Steppenzebra gehalten, eine Unterart des Steppenzebras, die ursprünglich in Ostafrika beheimatet ist.
Steckbrief: Grant-Steppenzebra als Fließtext
Das Grant-Steppenzebra (Equus quagga boehmi) lebt ursprünglich in den offenen Savannen-, Gras- und Buschlandschaften Südostafrikas. Dort ernähren sich die Tiere vor allem von Gräsern, ergänzend auch von Blättern. Ausgewachsene Grant-Steppenzebras erreichen eine Schulterhöhe von etwa 127 bis 140 Zentimetern und bringen zwischen 175 und 320 Kilogramm auf die Waage. Die Tragzeit beträgt rund 365 Tage, in der Regel wird ein einzelnes Fohlen geboren.
Einordnung
Nachwuchs bei potenziell gefährdeten Tierarten gilt als wichtiger Beitrag zur Erhaltungszucht in zoologischen Einrichtungen. Gleichzeitig bieten solche Geburten die Möglichkeit, Besucherinnen und Besucher für den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume zu sensibilisieren.










