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Neues Feuerwehrhaus Misburg fertiggestellt

Schriftzug auf Feuerwehrwagen - Feuerwehr
Symbolbild: Feuerwehr - © Carl-Marcus Müller/LGHNews

Übergabe des Neubaus – Inbetriebnahme für September 2026 geplant

Hannover/Misburg. Das neue Feuerwehrhaus in Misburg ist fertiggestellt und wurde am 18. Juni 2026 offiziell an die Feuerwehr übergeben. Die Inbetriebnahme des rund 8,9 Millionen Euro teuren Gebäudes ist für September 2026 vorgesehen.

Offizielle Übergabe nach knapp drei Jahren Bauzeit

Die Landeshauptstadt Hannover hat das neue Feuerwehrhaus im Stadtteil Misburg fertiggestellt. Der Fachbereich Gebäudemanagement übergab das Gebäude am Donnerstag, 18. Juni 2026, offiziell an die Feuerwehr.

Die Inbetriebnahme soll im September 2026 erfolgen. Bis dahin stehen noch Restarbeiten an der Einrichtung sowie die Fertigstellung der Außenanlagen an. Die Bauzeit betrug knapp drei Jahre, die Gesamtkosten liegen bei rund 8,9 Millionen Euro.

Modernes Gebäude für die Ortsfeuerwehr Misburg

Das neue Gebäude ersetzt das bisherige Feuerwehrhaus aus dem Jahr 1961, das den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach. Während der Bauphase ist die Ortsfeuerwehr in einem Interimsstandort in der Nähe untergebracht und bleibt weiterhin einsatzbereit.

Das Feuerwehrhaus umfasst rund 1.378 Quadratmeter Nettoraumfläche und wurde vollständig durch die Stadt Hannover geplant und umgesetzt.

„Wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Stadt“

Oberbürgermeister Belit Onay betonte bei der Übergabe die Bedeutung des Neubaus: „Dieses Gebäude wird die Sicherheit nicht nur in Misburg, sondern in unserer gesamten Stadt stärken“, sagte er in einer Feierstunde. „Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen leisten tagtäglich hervorragende Arbeit, um Leben zu schützen und Gefahren zu bannen. Es ist wichtig, dass wir sie dabei mit moderner Einsatzinfrastruktur unterstützen. Nach mehr als 50 Jahren war es an der Zeit für einen Neubau.“

Auch der Erste Stadtrat und Feuerwehrdezernent Axel von der Ohe hob die Investition hervor: „Mit der Investition von 8,9 Millionen Euro setzen wir hier ein deutliches Zeichen dafür, dass uns die Sicherheit der Einwohner*innen ebenso wichtig ist wie die Unterstützung unserer Ehrenamtlichen – auch in Zeiten einer nicht einfachen Haushaltslage. Dieses Gebäude wird weit mehr sein als nur ein Ort für Übungsdienste und Einsätze – es wird ein Ort der Gemeinschaft sein.“

Funktionaler Bau mit moderner Ausstattung

Der Neubau ist als kombinierter Hallen- und Verwaltungsbau konzipiert. Die Fahrzeughalle bietet neun Stellplätze und ist über eine Glasfassade offen gestaltet.

Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem:

  • Umkleiden und Sanitärräume
  • Werkstatt, Lager und Technikräume
  • direkter Zugang zur Fahrzeughalle

Im Obergeschoss sind untergebracht:

  • Schulungsraum
  • Teeküche
  • Bereitschaftsraum
  • Räume der Jugendfeuerwehr
  • Büros und Sanitäranlagen

Ein Aufzug sorgt für barrierefreie Erschließung aller Bereiche. Zudem ist ein behindertengerechtes WC vorhanden.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus

Das Gebäude wurde in Anlehnung an den Passivhausstandard errichtet. Extensive Dachbegrünung verbessert das Mikroklima und unterstützt die Regenwasserrückhaltung.

Teile des Dachs sind mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die zur Stromversorgung der Feuerwache beiträgt. Zusätzlich wurden akustische Maßnahmen wie spezielle Decken- und Wandabsorber eingebaut, um die Raumakustik zu verbessern – insbesondere im Schulungsbereich.

Außenanlagen mit Ladeinfrastruktur und Grünflächen

Die Außenanlagen verbinden Funktionalität mit Umweltaspekten. Bestehende Wege bleiben für Fuß- und Radverkehr erhalten und dienen zugleich als Vorplatz.

Das Gelände wurde möglichst baumschonend gestaltet. Ergänzend sind heimische Pflanzen vorgesehen sowie die Pflanzung eines sogenannten Klimabaums im Herbst.

Zwei Stellplätze des Alarmparkplatzes verfügen über Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Die Infrastruktur ist bereits für eine spätere Erweiterung vorbereitet. Zusätzlich stehen 20 Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Einordnung

Mit dem Neubau reagiert die Stadt Hannover auf gestiegene Anforderungen an Technik, Raum und Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr. Der Ersatz des über 60 Jahre alten Vorgängerbaus gilt als wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung der Einsatzbereitschaft im Stadtteil Misburg und zur Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen.

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