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Spatenstich für neues Technikzentrum in Celle-Scheuen

Leiter des NLBK, Dr. Christian Kielhorn.
NLBK-Präsident Dr. Christian Kielhorn betonte: „Der Neubau des Technikzentrums ist ein bedeutender Schritt für unsere Behörde." - Foto: Brnd Günther

66-Millionen-Euro-Projekt bündelt Ausbildung und Technik für den Katastrophenschutz

Hannover/Celle-Scheuen. Mit einem symbolischen Spatenstich hat am Montag, 29. Juni 2026, der Bau eines neuen Technikzentrums mit integrierter Feuerwehrtechnischer Zentrale in Celle-Scheuen begonnen. Das Gemeinschaftsprojekt von Land Niedersachsen und Landkreis Celle soll Ausbildung, Technik und Einsatzunterstützung künftig an einem Standort zusammenführen.


Baustart für zentrales Großprojekt des Brand- und Katastrophenschutzes

In Celle-Scheuen entsteht in den kommenden Jahren ein neues Technikzentrum des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK). In das Vorhaben integriert ist eine neue Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises Celle. Ziel ist es, Ausbildungs- und Trainingsbedingungen für Einsatzkräfte zu verbessern und zugleich moderne technische sowie logistische Strukturen zu schaffen.

Mit dem Neubau werden erstmals Ausbildung, Werkstätten, Fahrzeugtechnik und Einsatzunterstützung räumlich gebündelt. Der Standort Celle-Scheuen wird damit weiterentwickelt und auf zukünftige Anforderungen im Brand- und Katastrophenschutz ausgerichtet.


Drei Neubauten auf dem Gelände geplant

Das Bauvorhaben umfasst insgesamt drei Gebäude: ein Technikzentrum, eine große Fahrzeughalle sowie einen Übungsturm. Letzterer soll insbesondere neue Trainingsmöglichkeiten im Bereich der Höhen- und Rettungsausbildung ermöglichen.

Durch die Maßnahme wird der traditionsreiche Ausbildungsstandort Celle-Scheuen weiter modernisiert und langfristig gestärkt. Das Projekt gilt als ein wichtiger Baustein für die strategische Weiterentwicklung der Landesausbildung im Bevölkerungsschutz.


Spatenstich mit Vertretern von Land und Landkreis

Am offiziellen Baustart nahmen Finanzminister Gerald Heere, Landrat Axel Flader sowie NLBK-Präsident Christian Kielhorn teil.

Die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens konnte aufgrund tagesaktueller Ereignisse nicht persönlich vor Ort sein.

In einem Statement betonte Behrens jedoch: „Die Anforderungen an den Brand- und Katastrophenschutz nehmen stetig zu. In Celle-Scheuen schaffen wir durch den Neubau die dafür notwendigen modernen und leistungsfähigen Rahmenbedingungen. Wir stärken die Ausbildung und die technische Unterstützung für den Brand- und Katastrophenschutz in einem einzigartigen Kooperationsprojekt von Land und Landkreis Celle.

Mit dieser Kooperation investieren wir nachhaltig in die Ausbildung und Ausstattung unserer Einsatzkräfte, die jeden Tag für die Sicherheit der Menschen in Niedersachsen sorgen.“


Nachhaltigkeit und Synergien im Fokus

Das Projekt wird in enger Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Celle umgesetzt. Beide Seiten beteiligen sich entsprechend ihres jeweiligen Nutzungsanteils an den Kosten. Durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur sollen Doppelstrukturen vermieden und wirtschaftliche Synergien geschaffen werden.

Finanzminister Gerald Heere hob insbesondere den nachhaltigen Ansatz hervor: „Dieser Neubau zeigt eindrücklich, dass das Land Niedersachsen in Sachen Nachhaltigkeit vorangeht und seine Vorbildfunktion entschlossen wahrnimmt. Das zeigt sich bereits bei der Wahl der Baustoffe. Nachhaltigkeit heißt aber auch, langfristig zu denken und in eine Infrastruktur zu investieren, die dauerhaft leistungsfähig bleibt und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.“

finanzminister gerald heere hob insbesondere den nachhaltigen ansatz hervor.
finanzminister gerald heere hob insbesondere den nachhaltigen ansatz hervor. – foto: bernd günther

Größtes Zivilschutz-Bauprojekt im Landkreis Celle

Auch Landrat Axel Flader sieht in dem Bauvorhaben ein starkes Signal: „Der Neubau schafft wichtige Synergien. Was bisher doppelt durch Land und Landkreis vorgehalten wurde, wird künftig zusammengeführt. In dieser Zeit ist es ein wichtiges Zeichen, dass das bisher größte Bauprojekt für den Zivilschutz im Landkreis Celle begonnen wird. Wir bauen damit auch die Unterstützung für unsere Feuerwehren weiter aus.“

NLBK-Präsident Christian Kielhorn verwies auf die Bedeutung für die tägliche Arbeit der Behörde: „Der Neubau des Technikzentrums ist ein bedeutender Schritt für unsere Behörde. Unsere technischen Mitarbeitenden werden hier eine moderne und gut ausgestattete Arbeitsumgebung finden. Mit dem entstehenden Übungsturm werden wir unsere Ausbildungsmöglichkeiten um einen wichtigen Baustein im Bereich der Rettung aus Höhen erweitern. Zudem freue ich mich, dass wir das neue Gebäude in Kooperation mit dem Landkreis Celle betreiben und auf diese Weise den maximalen Nutzen aus den investierten Mitteln ziehen werden.“


Investition und Zeitplan

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Bauprojekts liegt bei rund 66 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist derzeit für das dritte Quartal 2029 geplant.

Mit dem Neubau setzt Niedersachsen ein langfristig angelegtes Zeichen für die Stärkung von Brand- und Katastrophenschutz sowie für eine moderne, leistungsfähige Ausbildungsinfrastruktur.

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