Stadt richtet muslimisches Gräberfeld auf Langenhagens größtem Friedhof ein

Treffen muslimisches Gräberfeld Langenhagen
Yasin Türkyilmaz (Vertreter der Schura in Bestattungsfragen), Karin Heuer (städtische Friedhofsverwaltung), Hamidou Bouba (stv. Vorsitzender des Integrationsbeirates der Stadt Langenhagen) und Justina Scharlé (Integrationsbeauftragte der Stadt Langenhagen) trafen sich vor Ort, um gemeinsam auf dem Friedhof Grenzheide letzte offene Fragen zu klären. - © Stadt Langenhagen

Ab sofort: Tuchbestattungen auf Friedhof Grenzheide

Langenhagen (pm). Menschen mit muslimischen Wurzeln können ab sofort ihre Verstorbenen in Langenhagen gemäß der islamischen Bestattungskultur beerdigen lassen. Die Stadt Langenhagen hat im westlichen Erweiterungsteil ein muslimisches Grabfeld errichtet. Es umfasst ca. 200 Grabstellen, die nach Mekka ausgerichtet sind.

Das etwa 2.000 Quadratmeter große Areal befindet sich auf einer Fläche, auf der seit Bestehen des Friedhofs keine Beerdigungen vorgenommen wurden. Eine Bestattung in Tüchern ist dort grundsätzlich möglich.

Wie überall auf dem Friedhof Grenzheide beträgt die Ruhezeit im muslimischen Grabfeld 20 Jahre. Eine lebenslange Ruhezeit gibt es in diesem Sinne nicht. Jedoch können die Gräber, wie auch die Wahlgräber in anderen Grabfeldern, wiederholt verlängert werden.

Möglich wurde das neue Angebot durch die vom Rat beschlossene und seit dem 1. August 2021 neue Friedhofssatzung der Stadt Langenhagen.

Viele Familien mit muslimischen Wurzeln haben ihre Verstorbenen bislang in ihrem Heimatland beerdigen lassen. Die islamischen Bestattungsrituale und die einzelnen Vorschriften zu erfüllen, ist für Muslime eine Verpflichtung, die ihnen durch das islamische Recht vorgeschrieben sind. Die Zahl der Bestattungsangebote, die der islamischen Bestattungskultur entsprechen, nimmt kontinuierlich zu.

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