
200 Hilfsmittel für mehr Sicherheit und Entlastung in sensiblen Befragungssituationen
Hannover (pm/redk). Mit einer gezielten Maßnahme zur psychosozialen Unterstützung von Betroffenen stärkt die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen die Arbeit der Polizei Hannover: 200 sogenannte Stresskissen sollen künftig Vernehmungen und Zeugenaussagen erleichtern und zu einer ruhigeren, stabileren Gesprächsatmosphäre beitragen.

Unterstützung in belastenden Situationen
Am Dienstag, 13.01.2026, hat die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen der Polizeidirektion Hannover 200 Stresskissen übergeben. Die Kissen sind für den Einsatz bei Vernehmungen und Zeugenaussagen vorgesehen und sollen Betroffenen helfen, mit Stress, innerer Unruhe und Anspannung besser umzugehen. Durch die Möglichkeit, die Hände zu beschäftigen, kann die emotionale Belastung in solchen Situationen spürbar reduziert werden.
„Viele Menschen empfinden Vernehmungen als sehr belastend. Die Stresskissen sollen eine einfache Unterstützung in diesen Situationen bieten“, betont Barbara Fischer von der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen.
Beitrag zu einer unterstützenden Vernehmungsatmosphäre
Auch die Polizeidirektion Hannover sieht in den Stresskissen eine sinnvolle Ergänzung ihrer Arbeit. „Es ist uns wichtig, Betroffenen auch während polizeilicher Maßnahmen eine möglichst unterstützende Atmosphäre zu bieten. Die Stresskissen sind ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag, um während Vernehmungen mehr Sicherheit und Stabilität zu vermitteln“, betonte Gwendolin von der Osten, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Hannover.
Die Kissen sollen insbesondere bei sensiblen Deliktsbereichen wie Betrugsverfahren, häuslicher Gewalt oder Sexualstraftaten eingesetzt werden.
Fertigung im Justizvollzug
Hergestellt wurden die Stresskissen in der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta. Damit verbindet das Projekt psychosoziale Unterstützung von Betroffenen mit sinnvoller Arbeit im Justizvollzug.
Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen wurde 2001 von der niedersächsischen Landesregierung gegründet. Sie betreibt landesweit elf Opferhilfebüros sowie eine Zweigstelle und bietet Opfern von Straftaten und deren Angehörigen vertrauliche, kostenlose und auf Wunsch anonyme Beratung. Zum Angebot zählen zudem psychosoziale Prozessbegleitung von Zeugen sowie finanzielle Unterstützung in besonderen Fällen. Weitere Informationen sind unter www.opferhilfe.niedersachsen.de abrufbar.









