Start Hannover und Region ÜSTRA startet Kampagne „Respekt beginnt bei dir“

ÜSTRA startet Kampagne „Respekt beginnt bei dir“

ÜSTRA Kampagne „Respekt beginnt bei dir“.
ÜSTRA Kampagne „Respekt beginnt bei dir“. - Quelle: ÜSTRA / Foto: Martin Bargiel

Verkehrsunternehmen setzt in Hannover und der Region ein sichtbares Zeichen für mehr Rücksicht und gesellschaftliche Verantwortung

Hannover (pm/redk). Mit der Kampagne „Respekt beginnt bei dir“ setzt die ÜSTRA Hannover ein deutliches Signal für ein respektvolles Miteinander im öffentlichen Nahverkehr. Ziel der neuen Respektkampagne in Hannover ist es, Fahrgäste, Mitarbeitende und die Öffentlichkeit für einen fairen Umgang im Alltag zu sensibilisieren. Die Aktion ist ab sofort im gesamten Stadtgebiet und im Umland sichtbar.

üstra kampagne „respekt beginnt bei dir“.
üstra kampagne „respekt beginnt bei dir“. – quelle: üstra / foto: martin bargiel

Ausgangspunkt sind typische Alltagssituationen: ein lautes Telefonat in der vollen Stadtbahn, abfällige Kommentare im Vorbeigehen oder rücksichtsloses Drängeln beim Ein und Aussteigen. Gerade im öffentlichen Raum treffen viele unterschiedliche Menschen und Erwartungen aufeinander. Hier möchte die ÜSTRA Haltung zeigen – sichtbar im Stadtbild, nahbar in der Ansprache und nachhaltig in der Wirkung.

Vorstandsvorsitzende: „Respekt beginnt beim eigenen Verhalten“

„Unsere Mitarbeitenden geben jeden Tag ihr Bestes für die Menschen in der Region Hannover. Leider erleben sie – wie viele andere im öffentlichen Raum – immer häufiger Respektlosigkeiten und Grenzüberschreitungen. Mit dieser Kampagne setzen wir ein klares Signal für ein faires, respektvolles und wertschätzendes Miteinander. Respekt beginnt beim eigenen Verhalten – genau dazu möchten wir mit der Kampagne ermutigen“, sagt Elke van Zadel, Vorstandsvorsitzende der ÜSTRA.

Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Themenfelder:

  • Fahrgastverhalten: Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit in Stadtbahnen, Bussen, an Haltestellen und in Stationen
  • Catcalling: Sensibilisierung für übergriffiges Verhalten im öffentlichen Raum
  • Personal: Wertschätzung für die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden im öffentlichen Nahverkehr
  • Haltung: Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung als Leitbild

Mitarbeitende stehen im Fokus der Motive

Anders als viele klassische Werbekampagnen setzt die ÜSTRA bewusst auf Authentizität. Alle Motive zeigen ausschließlich Mitarbeitende des Unternehmens. Sie blicken selbstbewusst in die Kamera und transportieren positive Botschaften nach dem Prinzip „Danke, dass …“. Der Fokus liegt auf Wertschätzung und Verantwortung statt auf Schuldzuweisungen.

„Uns war wichtig, keine Models zu zeigen, sondern echte Üstranerinnen und Üstraner vor die Kamera zu holen“, sagt Denise Hain, Vorständin und Arbeitsdirektorin der ÜSTRA. „Das macht die Kampagne glaubwürdig, nahbar und authentisch.“ Hain stand selbst für die Kampagne vor der Kamera. „Unsere Mitarbeitenden stehen täglich im direkten Kontakt mit Fahrgästen – sie erleben, was respektvolles Miteinander bedeutet, aber auch, wo Grenzen überschritten werden. Genau diese Perspektive wollen wir sichtbar machen. Wir freuen uns zudem, wenn andere Unternehmen den Ball aufnehmen, um gemeinsam mit uns ein starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander zu setzen“, sagt Hain.

Präsenz im Stadtbild und Aktionen vor Ort

Die Kampagne ist auf Plakaten, Litfaßsäulen und Großflächen im gesamten Stadtgebiet und im Umland zu sehen, ebenso in Tunnelstationen. Hinzu kommen Ausspielungen im Fahrgastfernsehen, an Fahrkartenautomaten, auf Social Media und auf uestra.de. Rund 20 Busse sowie gestaltete Stadtbahnen sind im Kampagnen Look unterwegs. Auch Deckeninnenflächen in den Bahnen, sogenannte CityCards in Gastronomiebetrieben sowie Videos sind Teil der Aktion.

Am 13. und 14. März sollen Fahrgäste das Anliegen zudem „live“ in Bussen und Stadtbahnen erleben. In Kooperation mit Radio 21 wird wöchentlich der „Respektmoment der Woche“ gesucht. Weitere Aktionen sind unter anderem beim ADAC Marathon Hannover am 12. April geplant.

Kooperation gegen Catcalling in Hannover

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Catcalling, also verbalen oder nonverbalen sexuellen Belästigungen im öffentlichen Raum ohne direkten Körperkontakt. Hier arbeitet die ÜSTRA mit der Initiative „catcallsofhannover“ zusammen. Die Gruppe macht mit Kreidegraffiti unter dem Hashtag ank­reiden auf Vorfälle aufmerksam und teilt diese in sozialen Netzwerken.

„Wir freuen uns sehr, dass die ÜSTRA Catcalling ernst nimmt und zum Thema macht, denn Catcalling kann auch im Nahverkehr vorkommen. Umso wichtiger, dass die ÜSTRA klar Stellung bezieht“, sagt Lisanne Richter, Aktivistin und Gründerin von „catcallsofhannover“. „Je mehr Menschen das Thema kennen und als Problem wahrnehmen, desto unangenehmer wird es den Tätern, sodass sie es hoffentlich ganz unterlassen.“

Am 7. März ist eine gemeinsame Ankreiden Aktion in Stadtbahn Stationen geplant, unter anderem in der Markthalle, am Altenbekener Damm und am Lister Platz.

Offenes Konzept für die gesamte Region Hannover

Die Respektkampagne ist so angelegt, dass sich perspektivisch auch weitere Unternehmen, Institutionen, Vereine oder Privatpersonen anschließen können. Ziel ist ein gemeinsames Zeichen für respektvolles Verhalten – nicht nur im öffentlichen Nahverkehr in Hannover, sondern gesellschaftsübergreifend in der gesamten Region Hannover.

Konzipiert wurde die Kampagne gemeinsam mit der in Hannover ansässigen Agentur Zum Hohen Ufer. Mit „Respekt beginnt bei dir“ bekennt sich die ÜSTRA klar zu gesellschaftlicher Verantwortung, Vielfalt und einem respektvollen Miteinander als Mobilitätsdienstleister und als aktiver Teil der Stadt und der Region.

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